Denise.Townsend-Hoffmann

Denise.Townsend-Hoffmann Hallo, ich bin Denise. Als Coach für Kinder und Jugendliche unterstütze ich Kinder und deren Familien auf ihrem Weg zu einem harmonischen und freudvollen Leben.

Dabei unterstützt mich oft Felina, denn sie öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben.

Das ist nicht normal. Du hast dich nur daran gewöhnt.Vor einiger Zeit saß ich mit einem Kind in einem meiner Kurse zusam...
03/06/2026

Das ist nicht normal. Du hast dich nur daran gewöhnt.

Vor einiger Zeit saß ich mit einem Kind in einem meiner Kurse zusammen.

Im Gespräch wurde deutlich, dass das Kind zu Hause körperliche Gewalt erlebt. Als wir darüber sprachen, wo es sich Hilfe holen könnte und welche Menschen unterstützen können, sagte es einen Satz, der mich bis heute beschäftigt:

“Ist schon in Ordnung. Ich habe mich daran gewöhnt.”

Natürlich wurden die notwendigen Schritte eingeleitet.

Doch dieser Satz ist mir geblieben. Denn wie erschreckend muss es sein, wenn ein Kind sich an Gewalt gewöhnt?

Das Erschreckende an diesem Satz war aber nicht nur, dass ihn ein Kind gesagt hat. Das Erschreckende ist, dass wir Menschen genau das ständig tun. Wir gewöhnen uns an respektlose Beziehungen, an ständige Überforderung, an Grenzüberschreitungen, an Druck, an Abwertungen und an Zustände, die uns eigentlich nicht guttun.

Irgendwann fallen dann Sätze wie: „So ist er eben.“ „So ist das im Job.“ „Das ist heutzutage normal.“ Oder: „Da muss man durch.“

Dabei wird etwas, nur weil es häufig vorkommt, nicht automatisch normal. Nur weil etwas vertraut geworden ist, wird es nicht richtig. Und vielleicht gibt es eine einfache Frage, die wir uns öfter stellen sollten:

Würde ich das auch noch normal finden, wenn ich es heute zum ersten Mal erleben würde?

Denn Gewöhnung verändert unsere Wahrnehmung. Nicht die Realität.

Wo in deinem Leben hast du schon einmal gemerkt, dass du etwas für normal gehalten hast, obwohl du dich eigentlich nur daran gewöhnt hattest?

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

02/06/2026

Beweg dich.

Darf ich vorstellen? Das war Kleris. ❤️

Das Video stammt aus dem Jahr 2017. Kleris war damals bereits über 12 Jahre alt und trotzdem voller Energie.

Was sie nicht wusste: Sie war eine meiner größten Lebensretterinnen.

Vor über neun Jahren steckte ich mitten im Burnout. Und wer das kennt, weiß, was dann oft passiert. Man zieht sich zurück, wird immer erschöpfter, immer passiver und irgendwann erstarrt man regelrecht.

Mein Verantwortungsbewusstsein für Kleris hat damals dafür gesorgt, dass ich trotzdem mehrmals am Tag rausgegangen bin. Sie brauchte ihre Spaziergänge, wollte schnüffeln, entdecken, buddeln und unterwegs sein. Also bin ich mit ihr losgezogen.

Damals habe ich darüber gar nicht groß nachgedacht. Heute weiß ich, wie wichtig genau das war.

Denn Bewegung löst nicht jedes Problem. Aber sie kann der erste Schritt sein. Raus aus dem Grübeln, zurück in den Kontakt mit dir selbst und ein Signal an dein Nervensystem: Ich bin noch da.

Und ich weiß, dass jetzt vielleicht manche denken:

“Ja, das ist leicht gesagt.”

Natürlich ist das leicht gesagt.

Das macht es aber nicht weniger wahr.

Tatsächlich halte ich das für einen der wichtigsten Ratschläge überhaupt, wenn es Menschen nicht gut geht:

Beweg dich.

Wenn du traurig bist, beweg dich.

Wenn du wütend bist, beweg dich.

Wenn du Angst hast, beweg dich.

Wenn du erschöpft bist, dann vielleicht langsamer. Aber beweg dich.

Und wenn es irgendwie möglich ist, dann geh nach draußen. In den Wald, an einen See, über eine Wiese oder einfach einmal um den Block.

Die Natur verlangt nichts von dir. Sie bewertet dich nicht. Sie ist einfach da.

Heute habe ich Felina an meiner Seite. Und auch für sie bin ich unglaublich dankbar. Sie erinnert mich bis heute daran, wie gut Bewegung, Natur und frische Luft tun können.

Und falls du keinen Hund hast: Du musst dir jetzt nicht unbedingt einen anschaffen. 😉

Aber finde etwas, das dich immer wieder nach draußen bringt. Einen Spaziergang, ein Hobby, ein Fahrrad oder einen Menschen, der dich mitzieht.

Wobei ich Hunde aus eigener Erfahrung mit einem liebevollen Augenzwinkern natürlich trotzdem sehr empfehlen kann. ❤�

“Die Kinder von heute haben keinen Respekt mehr.”Diesen Satz höre ich regelmäßig.Und dann schaue ich mir eine Debatte im...
30/05/2026

“Die Kinder von heute haben keinen Respekt mehr.”

Diesen Satz höre ich regelmäßig.

Und dann schaue ich mir eine Debatte im Bundestag an.

Eine Person spricht.
Im Hintergrund sitzen Erwachsene auf ihren Stühlen zusammengesackt, schauen auf ihre Handys oder wirken, als wären sie gedanklich längst woanders.

Ich sitze in Seminaren und Fortbildungen.

Da wird über die mangelnde Aufmerksamkeit von Kindern geklagt, während Erwachsene am Handy hängen oder sich nebenbei unterhalten, als säßen sie bei einem privaten Kaffeetreffen.

Auf dem Sportplatz wird über Mobbing in Schulen geschimpft.

Und kurz darauf machen sich Erwachsene über das Gewicht eines Kindes lustig.
Über Fehler.
Über Leistungen.
Über Menschen, die gerade sichtbar kämpfen.

Bei Schulaufführungen wird gekichert, wenn ein Kind seinen Text vergisst.

Zu Hause werden Kommentare über den Körper von Kindern gemacht und als Spaß verkauft.

Aber die Kinder sind das Problem?

Wirklich?

Kinder lernen nicht durch unsere Vorträge über Respekt.

Sie lernen durch die Art, wie wir zuhören.

Durch die Art, wie wir über andere Menschen sprechen.

Durch die Art, wie wir Fehler behandeln.

Durch die Art, wie wir mit Menschen umgehen, die schwächer sind, anders sind oder gerade einen schweren Moment haben.

Kinder beobachten uns ständig.

Und manchmal frage ich mich, ob wir Erwachsenen bereit wären, an den Maßstäben gemessen zu werden, die wir täglich an Kinder und Jugendliche anlegen.

Vielleicht sollten wir etwas vorsichtiger sein, wenn wir über die nächste Generation urteilen.

Denn vieles von dem, was wir dort kritisieren, leben wir selbst jeden Tag vor.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

Du kannst neue Wege nicht mit den Strategien gehen, die dich an den alten Ort gebracht haben.Viele von uns versuchen, mi...
29/05/2026

Du kannst neue Wege nicht mit den Strategien gehen, die dich an den alten Ort gebracht haben.

Viele von uns versuchen, mit den Strategien von gestern die Herausforderungen von heute zu lösen.

Wir kontrollieren mehr.
Wir passen uns mehr an.
Wir ziehen uns zurück.
Wir funktionieren.
Wir kämpfen.
Wir analysieren alles bis ins Detail.

Und oft sind genau das die Strategien, die uns irgendwann einmal geholfen haben.

Sie waren nicht falsch.

Sie waren Überlebensstrategien.

Das Problem ist nur:

Was uns einmal geschützt hat, hilft uns nicht automatisch dabei, das Leben zu führen, das wir uns heute wünschen.

Wenn wir immer wieder dieselben Muster nutzen, landen wir häufig auch wieder an denselben Orten.

Nicht weil wir zu wenig wollen.
Nicht weil wir uns nicht genug bemühen.

Sondern weil unser Nervensystem zunächst auf Vertrautheit ausgerichtet ist und nicht auf Veränderung.

Neue Wege entstehen deshalb nicht allein durch neue Erkenntnisse.

Sie entstehen durch neue Erfahrungen.

Durch Menschen, die uns zeigen, dass Verbindung sicher sein kann.

Durch Situationen, die unseren alten Überzeugungen widersprechen.

Durch kleine Momente, in denen wir erleben:

Es darf auch anders sein.

Und manchmal beginnt genau dort die Veränderung.

Nicht mit einem großen Sprung.

Sondern mit dem Mut, eine alte Strategie loszulassen und etwas Neues auszuprobieren.

Liebe geht raus ♥️

Deine Denise

„Es passiert doch sowieso heimlich.“Also machen wir es jetzt einfach offiziell?Genau das macht mir bei den sogenannten „...
28/05/2026

„Es passiert doch sowieso heimlich.“
Also machen wir es jetzt einfach offiziell?

Genau das macht mir bei den sogenannten „Enhanced Games“ Angst.

Nicht nur wegen der körperlichen Risiken.
Sondern wegen der Botschaft dahinter.

Noch schneller.
Noch stärker.
Noch leistungsfähiger.
Noch optimierter.

Und zwar künstlich.

Was vermitteln wir damit eigentlich unseren Kindern?
Was vermitteln wir Menschen generell?

Dass der natürliche Mensch irgendwann nicht mehr reicht?
Dass Leistung wichtiger ist als Verbindung zum eigenen Körper?
Dass wir uns immer weiter manipulieren müssen, um mithalten zu können?

Ich finde diese Entwicklung zutiefst bedenklich.

Vor allem, weil wir ohnehin schon in einer Gesellschaft leben, in der viele Menschen das Gefühl haben, nicht genug zu sein.
Nicht schön genug.
Nicht produktiv genug.
Nicht erfolgreich genug.
Nicht belastbar genug.

Und jetzt normalisieren wir zusätzlich noch künstliche Leistungssteigerung im Sport?

Nur weil etwas heimlich passiert, heißt das doch nicht, dass die Lösung darin besteht, es offiziell zu machen.

Mit derselben Logik könnten wir vieles rechtfertigen, das Menschen langfristig schadet.

Für mich stellt sich eher die Frage:
Warum ist der Druck überhaupt so groß geworden, dass Menschen glauben, sie müssten ihren Körper immer weiter „verbessern“, um wertvoll zu sein?

Und was macht das mit Kindern und Jugendlichen, die genau damit aufwachsen?

Mit einem Bild von Leistung, das immer weniger mit Gesundheit, Körpergefühl oder echter Verbindung zu tun hat.

Ich wünsche mir eine Welt, in der wir Menschen nicht ständig beibringen, sich noch weiter von sich selbst zu entfernen.

Sondern wieder lernen, den eigenen Körper wahrzunehmen.
Grenzen ernst zu nehmen.
Und den Menschen nicht erst dann wertvoll zu finden, wenn er maximal funktioniert.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

27/05/2026

Intelligenz und Umsetzungsfähigkeit sind nicht dasselbe.

Und trotzdem wird beides gesellschaftlich ständig miteinander verwechselt.

Menschen, die Dinge gut umsetzen können, gelten schnell als kompetent, strukturiert oder intelligent.

Menschen, die Schwierigkeiten mit Organisation, Anträgen, Entscheidungen oder Alltagsstrukturen haben, wird dagegen oft unterschwellig Kompetenz abgesprochen.

Manchmal sogar Intelligenz.

Dabei können genau diese Menschen extrem intelligent sein.

Sie denken komplex.
Erkennen Muster schnell.
Verstehen Zusammenhänge tief.
Sind kreativ.
Analytisch.
Empathisch.
Lösungsorientiert.

Und trotzdem sitzen sie manchmal vor simplen administrativen Aufgaben und kommen einfach nicht ins Handeln.

Nicht, weil sie „zu wenig können“.

Sondern weil Umsetzungsfähigkeit stark mit Nervensystemzuständen zusammenhängt.

Ein dauerhaft gestresstes Nervensystem verändert Aufmerksamkeit, Priorisierung, Entscheidungsfähigkeit und Handlungsenergie.

Wenn ständig innerer Druck, Überforderung, Existenzangst, Perfektionismus oder emotionale Unsicherheit mitlaufen, dann verbraucht das enorm viele Ressourcen.

Gerade bei Neurodivergenz oder traumatischen Erfahrungen kann genau das dazu führen, dass ein Mensch zwar unglaublich viel versteht, aber unter Stress Schwierigkeiten bekommt, ins Tun zu kommen.

Und das wirkt von außen oft wie Faulheit, Desinteresse oder mangelnde Kompetenz.

Dabei ist die Realität häufig viel komplexer.

Viele Menschen scheitern nicht am Verstehen.
Sondern an einem Nervensystem, das irgendwann in Überforderung, Erstarrung oder innere Blockade kippt.

Vielleicht sollten wir also aufhören, Umsetzungsfähigkeit automatisch mit Intelligenz gleichzusetzen.

Und vielleicht sollten wir Menschen nicht ihre Kompetenz absprechen, nur weil sie an manchen Stellen sichtbar kämpfen.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

Manchmal verändert sich der Blick auf die eigene Vergangenheit.Nicht, weil plötzlich alles „gut“ war.Nicht, weil Schmerz...
25/05/2026

Manchmal verändert sich der Blick auf die eigene Vergangenheit.

Nicht, weil plötzlich alles „gut“ war.
Nicht, weil Schmerz dadurch verschwindet.
Und auch nicht, weil schwierige oder traumatische Erfahrungen dadurch relativiert werden sollen.
Ganz im Gegenteil.

Es gibt Dinge,
die niemals hätten passieren dürfen.
Erfahrungen,
die Spuren hinterlassen.
Dinge,
die weh tun,
selbst wenn man längst weitergegangen ist.

Und trotzdem glaube ich,
dass irgendwann zusätzlich noch eine andere Perspektive entstehen darf.

Die Perspektive,
dass genau diese Erfahrungen
uns auch geprägt haben.
Dass sie Seiten in uns entstehen lassen haben,
die ohne all das vielleicht niemals gewachsen wären.

Mehr Tiefe.
Mehr Bewusstsein.
Mehr Mitgefühl.
Mehr Klarheit darüber,
was wir wollen
und was nicht mehr.

Ich glaube,
es geht oftmals darum,
den Blick auf die eigene Vergangenheit nicht ausschließlich auf das zu richten,
was uns verletzt hat.

Sondern irgendwann auch darauf,
wer wir trotz all dem geworden sind.

Und vielleicht sogar stolz darauf zu sein.

Stolz darauf,
wie viel die frühere Version von uns getragen hat.
Wie oft sie trotzdem weitergemacht hat.
Wie viel Kraft,
Entwicklung
und Wachstum daraus entstanden ist.

Nicht weil das Leid „gut“ war.
Sondern weil wir anfangen dürfen,
auch uns selbst darin zu sehen.
Nicht nur das,
was passiert ist.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

Manche Kapitel waren einmal Heimat.Dieses Foto ist etwas mehr als zwei Jahre alt.Und irgendwie fühlt es sich mittlerweil...
22/05/2026

Manche Kapitel waren einmal Heimat.

Dieses Foto ist etwas mehr als zwei Jahre alt.
Und irgendwie fühlt es sich mittlerweile fast so an, als würde ich eine andere Version von mir anschauen.

Nicht fremd.
Aber auch nicht mehr wirklich ich.

Und genau darüber habe ich in letzter Zeit viel nachgedacht.

Wie oft wir nicht nur an Menschen, Orten oder Situationen festhalten.
Sondern an einer alten Version von uns selbst.

An der Person, die wir damals waren.
Wie wir gefühlt haben.
Welche Rolle wir hatten.
Mit wem wir verbunden waren.
Was sich vertraut angefühlt hat.

Und manchmal merken wir erst viel später:
Es passt gar nicht mehr richtig.

Nicht unbedingt, weil jemand schuld ist.
Nicht, weil alles schlecht war.

Sondern weil wir uns verändert haben.

Das passiert nach Trennungen.
Nach Krisen.
Nach intensiven Lebensphasen.
Nach Erfahrungen, die uns innerlich verschieben.

Plötzlich sitzt man Menschen gegenüber, die einmal selbstverständlich zum eigenen Leben gehört haben, und spürt trotzdem:
Ich bin dort emotional nicht mehr dieselbe Person wie damals.

Und genau das kann gleichzeitig traurig und richtig sein.

Denn Loslassen bedeutet nicht immer, dass etwas keinen Wert hatte.
Manchmal bedeutet es einfach nur anzuerkennen, dass etwas zu einer anderen Version unseres Lebens gehört hat.

Vielleicht ist genau das ein Teil von Entwicklung:

Dass wir aufhören, uns krampfhaft an alte Kapitel unseres Lebens zu binden, nur weil sie einmal Heimat waren.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

Gestern war schmerzhaft. Wirklich schmerzhaft.Und gleichzeitig habe ich gestern etwas gespürt, das in all dem oft unterg...
21/05/2026

Gestern war schmerzhaft. Wirklich schmerzhaft.

Und gleichzeitig habe ich gestern etwas gespürt, das in all dem oft untergeht:
wie viel Halt da eigentlich ist.

Meine Eltern, die sofort unterstützt haben.
Mein Freund, der zwar nicht hier war, aber emotional unglaublich präsent.
Der Austausch mit ihm hat einfach gutgetan.
Mein Sohn, der mich im Haushalt unterstützt hat.
Meine Freundinnen, die für mich da waren, mir zugehört haben und mir emotional eine echte Stütze waren.
Menschen, die Verständnis hatten, statt Druck zu machen.

Ein Arzttermin, den ich unglaublich schnell bekommen habe.
Mein Physiotherapeut, der sich direkt Zeit genommen hat.
Meine Logopädin, die ihre Einheit extra darauf abgestimmt hat, meine momentan so flache Atmung wieder zu unterstützen.
Eine verständnisvolle Kundschaft.
Meine Steuerberaterin, die nicht zusätzlich Stress gemacht hat.

Und irgendwo zwischen all den Schmerzen war da plötzlich auch Dankbarkeit.

Nicht, weil alles schön war.
Sondern weil ich gemerkt habe, wie viel Wohlwollen mich gestern getragen hat.

Und auch, wie wichtig es manchmal ist, auf Fachmenschen zu hören.
Nicht nur liegen bleiben.
Nicht komplett in die Schonhaltung gehen.
Sondern den Körper vorsichtig weiter bewegen, mobilisieren, atmen.

Ja, es tat weh.
Teilweise sogar mitten hinein in den Schmerz.

Aber danach kam tatsächlich ein kleines bisschen Erleichterung.

Vielleicht vergessen wir manchmal, dass Unterstützung nicht immer darin besteht, dass jemand den Schmerz wegmacht.
Manchmal besteht sie einfach darin, dass wir ihn nicht alleine tragen müssen.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

Selbstfürsorge klingt oft leichter, als sie sich in manchen Momenten anfühlt.Heute hätte ich eigentlich einen Termin bei...
20/05/2026

Selbstfürsorge klingt oft leichter, als sie sich in manchen Momenten anfühlt.

Heute hätte ich eigentlich einen Termin bei meiner Steuerberaterin gehabt.

Stattdessen sitze ich hier mit starken Schmerzen, Wärmflasche im Rücken, Arzttermin vor mir, einem zusätzlichen Termin beim Physiotherapeuten und der Frage im Kopf, ob ich heute Abend sogar Heldenruhe und Heldenmütter absagen muss.

Und ganz ehrlich?

Ich mag das überhaupt nicht.

Ich merke, wie schnell Gedanken kommen wie:
„Du kannst doch jetzt nicht absagen.“
„Die Menschen verlassen sich auf dich.“
„Reiß dich zusammen.“

Und gleichzeitig ist genau das das Spannende.

Denn genau darüber spreche ich ständig mit anderen Menschen.

Dass Selbstfürsorge nicht erst dann beginnt, wenn gar nichts mehr geht.
Dass der Körper oft viel früher Signale sendet.
Dass wir lernen dürfen, uns ernst zu nehmen.
Nicht erst dann, wenn das Nervensystem uns komplett ausbremst.

Und vielleicht weiß ich auch genau deshalb so gut, wie schwer das manchmal wirklich sein kann.
Weil ich es selbst kenne.

Ich behaupte niemals, dass all das leicht ist.

Früher, wahrscheinlich noch vor zehn Jahren, hätte ich mich vermutlich mit Schmerzmitteln durch den Tag gedrückt, weiter funktioniert und meinen Körper ignoriert.

Heute versuche ich zumindest, hinzuhören.
Auch wenn es mir nicht immer leichtfällt.

Und vielleicht ist genau das Entwicklung.

Nicht, dass plötzlich alles mühelos wird.
Sondern dass du dich trotz innerem Widerstand immer wieder entscheidest, besser für dich zu sorgen als früher.

Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen etwas nur zu wissen…
und es dann auch wirklich umzusetzen.

Liebe geht raus ♥️
Deine Denise

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