In der oberen Stadt, nordöstlich des Marienplatzes, steht das schlossähnliche, massive Herrengebäude am Rande der gegen das Kainachtal abfallenden Hochfläche. Seit den letzten 4 Jahrzehnten wird es wohnwirtschaftlich mit 6 abgeschlossenen Mieteinheiten genutzt. Das dreigeschössige Gebäude mit Walmdach ist in die Denkmalsliste als Einzeldenkmal eingtragen und ist in seiner Erscheinung durchaus ortb
ildprägend. Derzeit befinden sich Büro- Wohn- und Lagerräume des Theatersommers im alten Schloss. Konzeption:
Es wird beabsichtigt das im Volksmund genannte "ehemalige Amtsgericht" im denkmalpflegerischen Sinne zu renovieren und anzupassen. Die historische Bausubstanz des Gebäudes soll weitegehend unverändert bleiben oder in Teilbereichen entkernt bzw. Planung:
Geplant sind in westlichen Teil Aufführungs- und Proberäume für den Theatersommer Fränkische Schweiz - Landesbühne Oberfranken auf eine längerfristige Mietbasis zu errichten, wobei im Erdgeschoss durch Rückbau ein geräumiger und repräsantiver Seminar- und Vortragssaal für Veranstaltungen angebracht ist. Historischer Hintergrund:
In seinen Grundmauem geht das ehemalige fürstbischöfliche Amts- und Herrenhaus bis ins 13. Jahrhundert zurück. Zunächst Eigentum der Meranier ging das “alte Schloss” an die mächtigen Reichsfreiherren von Schlüsselfeld und fiel im Jahr 1347 an das Hochstift Bamberg. 1408 wird das “Stadt- oder Gemeindehaus“ nicht mehr aufgebaut, sondern Heinrich von Aufseß erbaut sich eine neue Hofstatt, genannt “Helle” oder “das Steinhaus Hella”.
1430 beim Überfall der Hussitten, 1525 im Bauernkrieg und 1543 im Albrechtinischen Marktgrafenkreig wurde der Bau mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Der 1553 errichtete Neubau diente dann als reines Amtsgebäude.
1588 und zu Beginn des 18. Jahrhundert (1743) wurde es erneuert und mehrfach umgebaut. Das Gebäude in der bekannten Form galt als Werk des Bamberger Baumeisters und Hofarchitekten Leutnant Johann Jacob Michael Küchel, eines Schülers von Balthasar Neumann. Nach den laufenden Voruntersuchungen kann die Bauzeit jedoch auf 1704 – 06 datiert werden.
1804 entstand das “Bayerische Landgericht” und ab 1862 das “Königlich Bayerische Amtgericht” bis zur Auflösung 1964 als Amtsgericht Bayreuth. Später diente das Gebäude als Forstamt bis es in Privatbesitz überging. Kontakt:
Heinz Hüller
Tel. 09274-9096530
Fax. 09274-9096531
Email: [email protected]
Links:
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http://www.hollfeld.de/
http://www.fraenkische-schweiz.com/
Vielen Dank für ihr Interesse. Weitere Informationen folgen...