16/07/2026
Für den Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie in Schwalmstadt!@
Schließung der Geburtshilfe in Schwalmstadt ist ein fatales Signal für Familien und den ländlichen Raum
Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Schwalm-Eder kritisiert die angekündigte Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie an der Asklepios Klinik Schwalmstadt zum 1. Januar 2027.
„Mit der Schließung wird erneut an einer Stelle gespart, an der es um die Zukunft unserer Region geht – bei jungen Familien und der medizinischen Grundversorgung. Das ist Sparen am völlig falschen Ende“, erklärt FWG-Fraktionsvorsitzender Achim Jäger.
Gerade der ländliche Raum ist auf eine leistungsfähige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung angewiesen. Wenn werdende Eltern künftig weite Wege bis nach Fritzlar, Marburg oder Bad Hersfeld in Kauf nehmen müssen, verschlechtert dies nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern macht unsere Region auch als Wohn- und Lebensort weniger attraktiv.
Die FWG sieht darin ein völlig falsches Signal in einer Zeit, in der Politik auf allen Ebenen über die Stärkung des ländlichen Raums und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse spricht. Wer ernsthaft möchte, dass sich junge Familien im Schwalm-Eder-Kreis ansiedeln oder hierbleiben, muss ihnen auch eine verlässliche Infrastruktur bieten, so der stellvertretende Kreistagsvorsitzende Markus Opitz. Dazu gehört selbstverständlich eine wohnortnahe Geburtshilfe.
„Wir brauchen im ländlichen Raum nicht weniger, sondern mehr Familien. Bevölkerungswachstum gelingt nicht durch Sonntagsreden, sondern durch konkrete Angebote und eine funktionierende Daseinsvorsorge. Die Schließung der Geburtshilfe steht diesem Ziel diametral entgegen“, erklärt die sozialpolitische FWG-Sprecherin Christel Bald.
Die FWG Schwalm-Eder unterstützt ausdrücklich die Forderung, dass das Land Hessen bei der Krankenhausplanung die besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums stärker berücksichtigt. Wirtschaftliche Kennzahlen allein dürfen aber nicht darüber entscheiden, ob eine Region über eine Geburtsstation verfügt. Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung ist eine öffentliche Aufgabe und darf nicht ausschließlich betriebswirtschaftlichen Kriterien unterworfen werden.
„Die Geburt eines Kindes ist kein Geschäftsmodell. Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Deshalb müssen Bund und Land endlich Rahmenbedingungen schaffen, die die Geburtshilfe im ländlichen Raum dauerhaft absichern“, mahnt der Gilserberger Bürgermeister Lukas Daum an.
Die FWG Schwalm-Eder steht seit jeher für eine familienfreundliche Politik. Dazu gehören gute Kinderbetreuung, wohnortnahe Schulen, eine starke medizinische Versorgung und kurze Wege für Familien. Die Schließung der Geburtshilfe in Schwalmstadt ist deshalb ein herber Rückschlag für die gesamte Region.
Die FWG fordert das Land Hessen auf, gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Geburtshilfe im südlichen Schwalm-Eder-Kreis langfristig zu sichern. Familien im ländlichen Raum dürfen nicht weiter benachteiligt werden.
Achim Jäger
Fraktionsvorsitzender
FWG Schwalm-Eder