Bis zur napoleonischen Zeit hieß der Ort Gutzenkirchen (aus dem Namen Godo oder Götz) oder Gotteskirchen; danach wechselten die Ortsbezeichnungen, bis es beim heutigen Namen blieb. Ebenso ist dieser Name im Handbuch des Erzbistums Köln von 1966 noch in Klammern hinter der heutigen Bezeichnung aufgeführt. 1808 wurde die Pfarrei in Götzenkirchen als Filiale der Clemenskirche in Hemmersbach unterstel
lt. Im angrenzenden, ehemaligen Tagebau, welches nun Naturschutzgebiet ist, fand 2005 der 20. "Marienfeld" statt. Das Ensemble der alten Dorfstraße ist von kleinen meist eingeschossigen Fachwerkhäusern geprägt. Die katholische Pfarr-Kirche St. Cyriakus (denkmalgeschützt) geht auf einen Ursprungsbau des 11. Jahrhunderts zurück. Das heutige Gebäude ist ein schlichter Barockbau. Der einfache Backsteinsaal mit gerundeten Ostecken wurde 1779 erbaut. Der von einer Schweifhaube bekrönte Westturm ist vorgesetzt. Im Inneren wurde eine flache Spiegeldecke eingezogen. Die drei Altäre in schlichten Rokokoformen wurden 1780 angefertigt, die Altarblätter sind aus einer anderen Zeit. Das Taufbecken aus Bronzeguss ist mit 1626 bezeichnet. Die Kanzel vom Ende des 17. Jahrhunderts wurde 1784 von der Abteikirche in Knechtsteden geschenkt. Wegen der Grundwasserabsenkung infolge des Braunkohleabbaus musste Rheinbraun die alten Fundamente der Kirche unterfangen; dabei wurden Öl-Hydraulikpumpen installiert, die bei eventuellen nachträglichen Bodenbewegungen eine Nachregulierung ermöglichen. Die zugehörigen Messpunkte sind an den Außenwänden der Kirche erkennbar.