29/05/2026
Die Stimmung rund um die Schleifähre Missunde III kippt inzwischen immer stärker — und ehrlich gesagt völlig zu Recht.
Der erneute Ausfall der Fähre ausgerechnet am Pfingstwochenende hat viele Menschen an der Schlei endgültig an ihre Belastungsgrenze gebracht. Wieder müssen Bürgerinnen und Bürger weite Umwege fahren. Wieder leiden Gastronomie, Hotellerie und Tourismus mitten in der Saison. Wieder fehlt jede Verlässlichkeit.
Ich unterstütze deshalb ausdrücklich den offenen Brief der Bürgermeister aus dem Amt Süderbrarup. Dort wird sehr klar benannt, was viele Menschen in der Region seit Langem empfinden: Das Krisenmanagement der Landesregierung ist gescheitert.
Denn längst geht es nicht mehr nur um technische Probleme an einer Fähre. Es geht um jahrelange Fehlentscheidungen, schlechte Kommunikation, immer neue Verzögerungen und das ständige Erwecken falscher Hoffnungen.
Die Menschen an der Schlei haben über Jahre unglaublich viel Geduld gezeigt. Aber Vertrauen entsteht nicht durch Pressekonferenzen oder Durchhalteparolen, sondern durch funktionierende Lösungen.
Ministerpräsident Daniel Günther und Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen müssen jetzt endlich Verantwortung übernehmen und aufhören, krampfhaft an einem offensichtlich gescheiterten Prestigeprojekt festzuhalten.
Nach der jüngsten technischen Einschätzung im Ausschuss ist klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Jetzt braucht es einen echten Befreiungsschlag für die Region:
Die Missunde II muss schnellstmöglich zurück auf die Strecke, damit wenigstens wieder eine verlässliche Verbindung hergestellt wird. Parallel dazu braucht es endlich einen realistischen und dauerhaft tragfähigen Plan für die Schleiquerung.
Es geht hier um die Menschen vor Ort. Um ihren Alltag, ihre Arbeit und die wirtschaftliche Zukunft der gesamten Region an der Schlei!