Ilvesheim (kurpfälzisch: Ilvese['ilvəsə]) ist eine Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg mit etwa 9000 Einwohnern (Stand 2012). Sie ist Teil der Metropolregion Rhein-Neckar, einem Ballungsraum mit 2,4 Millionen Einwohnern. Das im Jahr 766 erstmals urkundlich erwähnte Ilvesheim gehörte jahrhundertelang zur Kurpfalz. Jahrhundert entwickelte sich der Ort am Neckar zu einer Wohngemeinde,
deren Einwohner zum Großteil in der benachbarten Großstadt Mannheim arbeiten. Im Ilvesheimer Schloss befindet sich mit der staatlichen Schule für Blinde und Sehbehinderte mit Internat, die einzige derartige Einrichtung in Baden-Württemberg. Ilvesheim liegt nördlich einer großen, recht naturbelassenen Schleife des Neckars im Oberrheingraben. Der größte Teil der Bebauung liegt auf einer Insel, die in den 1920ern entstand, als im Norden der Neckarkanal gebaut wurde. In der Folge verwilderte die nicht mehr befahrene Neckarschleife und wurde 1987 als Landschafts- und Naturschutzgebiet ausgewiesen. Davon sind 35,3 Prozent Siedlungs- und Verkehrsfläche, 6,8 Prozent sind Wasserflächen und 55 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Mit 102 m über NN ist auf dem Atzelbuckel der höchste Punkt der Gemeinde. Der Nordrand des Gemeindegebiets liegt auf dem Neckarschwemmkegel, ansonsten herrschen Aueböden vor. Beide bieten zumeist hohe Ackerzahlen und ermöglichen eine ertragreiche Landwirtschaft. Ilvesheim wurde erstmals am 14. März 766 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als Dorf „Ulvinisheim“ erwähnt. In der Folgezeit ist Ilvesheim in zahlreichen weiteren Schenkungen genannt. Die Endung -heim deutet auf eine Gründung während der fränkischen Landnahme hin. Es ist nicht geklärt, ob der heutige Ortsname sich von einem damaligen hier ansässigen Bürger „Ulvinius“ ableitet oder vom damals bei Ilvesheim in den Neckar mündenden Kanzelbach, der auch „Ilbe“ genannt wurde.
Über Kaiser Barbarossa gelangte der Lorscher Besitz um 1155 an seinen Halbbruder Pfalzgraf Konrad. Seit Ende des 13. Jahrhunderts gehörte Ilvesheim unbestritten zur Kurpfalz und war Teil der Schriesheimer Zent. Die Ortsherrschaft übten als Lehen die Herren von Strahlenberg aus. Ihnen folgten zur Mitte des 14. Jahrhunderts die Junker von Erligheim, von 1550 bis 1645 die Landschad von Steinach und um 1700 die Freiherren von Hundheim. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Dorf 1689 schwer verwüstet. Mit der Auflösung der Kurpfalz 1803 gelangte Ilvesheim zu Baden und gehörte zum Amt Ladenburg, ab 1863 zum Bezirksamt Mannheim bzw. später zum Landkreis Mannheim. Politisch waren seit der Reichsgründung 1871 die Nationalliberalen die stärkste Strömung im Ort. Um 1890 wurden sie von SPD und Zentrum abgelöst, die auch während der Weimarer Republik die bevorzugten Parteien blieben. Bei der Reichstagswahl 1933 erhielten das Zentrum, die NSDAP und die KPD jeweils über 24 Prozent der Stimmen. In der Zeit des Nationalsozialismus beteiligten sich auch Ilvesheimer Einwohner aus der Arbeiterschaft im Widerstand. Zu den Mitgliedern der Lechleiter-Gruppe, die eine antifaschistische Zeitschrift Der Vorbote herausgab, gehörte Hans Kupka, zu dessen Ehrung eine Siedlung des Ortes nach der Befreiung ihren Namen erhielt. Bei den Gebietsreformen in den 1970ern gab es Diskussionen um eine Eingemeindung zu Mannheim. Ilvesheim konnte aber seine Selbständigkeit bewahren und ist seit 1973 Teil des neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreises. In der Vergangenheit lebten die Einwohner Ilvesheims vor allem vom Fischfang; eine Tradition, an die beim alljährlichen Fischerfest, das jeweils am ersten Juniwochenende stattfindet, erinnert wird. Quelle: Wikipedia