28/05/2026
Linke kritisiert fehlenden Wohnraum im niedrigen Preissegment
Anlässlich des Richtfests von Jenawohnen am Saaletor kritisiert die Fraktion Die Linke im Jenaer Stadtrat die verfehlte Baupolitik der Stadt. Statt bezahlbaren Wohnraum auch in der Innenstadt zu schaffen, entsteht nur hochpreisiges Angebot.
„Es entsteht der Eindruck, die Stadt feiere die Errichtung der Bebauung am Saaletor, als seien damit die Probleme des Wohnungsmarktes in Jena gelöst. Doch die wenigen Wohnungen, die hier geschaffen werden, kann sich ein Normalverdiener gar nicht leisten.", meint Jens Thomas, Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat.
Kritisch sieht die Fraktion insbesondere, dass trotz der zentralen Lage bislang kein nennenswerter Anteil an sozial gebundenem Wohnraum vorgesehen sei. Stattdessen entstehe ein Projekt, das vor allem im Hinblick auf repräsentative Architektur geplant wurde. Durch das Festhalten der Stadt an den Tiefgaragen-Stellplätzen sei das Vorhaben deutlich verteuert und zusätzlicher Autoverkehr über die Unterlauengasse verursacht worden. Die hohen Mieten von 18 Euro pro Quadratmeter würden sich langfristig auf den Mietspiegel auswirken. Nach Ansicht der Fraktion brauche es deshalb eine konsequentere Ausrichtung der Stadtentwicklung auf gemeinwohlorientierten Wohnungsbau.
„Die Stadt sollte weniger auf Prestige setzen als auf bezahlbaren Wohnraum“, erklärt Thomas abschließend.