15/06/2026
𝗦𝘁𝗮𝗱𝘁𝗿𝗮𝘁 𝟬𝟯.𝟬𝟲.𝟮𝟬𝟮𝟲 – 𝗧𝗢𝗣 𝟮𝟭: 𝗚ö𝗵𝗿𝗲-𝗦𝗮𝗻𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 – 𝗞𝗼𝘀𝘁𝗲𝗻𝗼𝗯𝗲𝗿𝗴𝗿𝗲𝗻𝘇𝗲 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗕𝗹𝗮𝗻𝗸𝗼𝘀𝗰𝗵𝗲𝗰𝗸
Der Stadtrat hat die Priorisierung kultureller Bauvorhaben beschlossen: Die Generalsanierung der Städtischen Museen am Standort Göhre wird vorangetrieben, das Probenzentrum nicht weiterverfolgt. Unser Fraktionsmitglied Stefan Beyer hat im Stadtrat den Ergänzungsantrag der FDP-Fraktion vorgestellt. 𝗗𝗶𝗲 𝗙𝗗𝗣 𝘀𝗮𝗴𝘁: 𝗠𝘂𝘀𝗲𝘂𝗺 𝘃𝗼𝗿 𝗣𝗿𝗼𝗯𝗲𝗻𝘇𝗲𝗻𝘁𝗿𝘂𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴 – 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗼𝗵𝗻𝗲 𝗳𝗶𝗻𝗮𝗻𝘇𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗟𝗲𝗶𝘁𝗽𝗹𝗮𝗻𝗸𝗲𝗻.
🛡 𝗗𝗲𝗿 𝗔𝗻𝘁𝗿𝗮𝗴 𝗶𝗻 𝗱𝗿𝗲𝗶 𝗣𝘂𝗻𝗸𝘁𝗲𝗻
Erstens: Verbindliche Kostenobergrenze von 5,83 Mio. € für die Göhre-Sanierung – die in der Vorlage genannte Plansumme von 5,3 Mio. € zuzüglich eines marktüblichen Risikopuffers von 10 Prozent. Zweitens: Wiedervorlagepflicht – zeichnet sich eine Überschreitung ab, muss der OB das Vorhaben dem Stadtrat erneut vorlegen, bevor weitere kostentreibende Lose vergeben werden. Drittens: Halbjährlicher Sachstandsbericht an den Finanzausschuss ab Q1/2027 mit Soll-Ist-Vergleich, gebundenen Mitteln und identifizierten Risiken.
📊 𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗼𝘁𝘄𝗲𝗻𝗱𝗶𝗴 𝗶𝘀𝘁
Denkmalgeschützte Sanierungen entwickeln sich erfahrungsgemäß nach oben. Der Thüringer Rechnungshof weist seit Jahren auf systematische Kostenunterschätzungen in frühen Projektphasen hin. § 53 Abs. 2 ThürKO verpflichtet die Stadt auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit – eine offene, nach oben nicht begrenzte Investitionsentscheidung wird diesem Grundsatz nicht gerecht. Hinzu kommt: Die 5,3 Mio. € sind im Haushalt noch nicht veranschlagt; die Finanzierung muss erst im Doppelhaushalt 2027/28 erarbeitet werden.
🎯 𝗪𝗮𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝗻𝘁𝗿𝗮𝗴 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗶𝘀𝘁
Kein Misstrauensvotum gegen KIJ oder JenaKultur. Keine Verzögerung – die Plansumme bleibt unverändert. Keine Blockade – der Deckel liegt 10 Prozent über der Verwaltungsplanung. Sondern schlicht: aktive Wahrnehmung der Haushaltskompetenz statt Blankoscheck.