11/08/2026
PROBLEME AUCH IN DEN AUSSENBEREICHEN DES ORTES MIT ABGESTELLTEN FAHRZEUGEN AUF DEN FAHRBAHNEN
Kürzlich berichteten wir über die Sorgen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes durch abgestellte Fahrräder auf den Straßen im Ortskern, besonders am Kurplatz. (Hier wurden inzwischen Verbotsschilder aufgestellt). Probleme bereiten aber auch auf der Fahrbahn abgestellte Fahrzeuge in den Außenbereichen wie Ostdorf oder auch der Billstraße.
Unsere Fotos entstanden am Dienstagmorgen (11. August 2026) auf der Höhe vom Bauhof. Dienstags ist Müllabfuhrtag an der Billstraße. Mit den Müllwagen samt Anhänger kann man hier nicht am Straßenrand anhalten um den Papiermüll (oder auch die Mülltonnen) aufzunehmen, sondern muss entweder auf der Straßenmitte halten oder die Mitarbeiter müssen den – oft nicht leichten - Müll weiter bis zum Wagen tragen. Mit der Anlieferung von Waren durch die Speditionen, der DHL oder dem Bierlieferanten sieht es dann ähnlich aus.
Für Rettungsdienst und Feuerwehr sind diese auf der Fahrbahn abgestellten Fahrzeuge besonders in den Nachtstunden ein Problem, denn sie werden in der Regel nicht beleuchtet. Oft sind es nicht nur normale Fahrräder, sondern wie hier auf dem Foto breite Lastenräder oder auch Wi**en, Anhänger für Kinder oder Hunde usw. Wenn Feuerwehr oder Rettungsdienst nachts unterwegs sind, handelt es sich immer um Einsatzfahrten, wo es auf jede Minute ankommt. Erkennt der Fahrer, dass da etwas auf der Fahrbahn abgestellt ist, muss er auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Hier kommen einem dann unter Umständen unbeleuchtete Fußgänger – mal nüchtern, mal weniger nüchtern – entgegen, die den Fußweg aus irgendwelchen Gründen nicht benutzen; oft aber auch Fahrräder ohne Beleuchtung, die insbesondere in den Außenbereichen nachts öfter unterwegs sind als man denkt. (Es handelt sich hier übrigens nicht um angenommene Situationen, der Verfasser dieses Artikels ist Oberbrandmeister und war von 1984 bis 2024 als Fahrer/Maschinist und Gruppenführer mit Löschfahrzeugen zu Einsätzen unterwegs, d.h. er weiß, wovon er schreibt.)
Ein Grund für das Fehlverhalten der Fahrradinhaber ist leider oft, dass auf zahlreichen Grundstücken diese derart mit Ferienwohnungen vollgebaut sind, dass dort kaum Parkfläche zur Verfügung steht, oft ist es aber auch nur Bequemlichkeit, weil man zu faul ist, sein Rad/Wippe etc. ordnungsgemäß auf dem Grundstück abzustellen.
Während der Bausaison in den Wintermonaten stehen dann weniger Fahrräder, sondern PKW-Anhänger, Fracht- oder Möbelwagen, Tieflader usw auf den Fahrbahnen, oft mehrere Nächte und dann gar nicht oder nur unzureichend beleuchtet. Hier kostet es immer unnötig Zeit, wenn diese Wagen so abgestellt sind, dass genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Hindernis (z.B. Straßenlaterne) steht und man erst den Wagen wegschieben muss, um mit einem großen HLF oder der Drehleiter durchzukommen. Die Mitarbeiter der Fuhrbetriebe sind eigentlich entsprechend unterwiesen, klappt aber in der Praxis nicht immer.
TEXT UND FOTO: STEFAN ERDMANN