18/08/2021
Wir sprechen uns gegen die Forderung der Jusos Karlsruhe-Stadt nach einer Umbenennung oder Verhüllung von Straßennamen aus.
Warum und wieso lest Ihr hier:
Die JUSOS Karlsruhe-Stadt möchten im Rahmen ihrer Aktion „Kein Denkmal für…“ Karlsruher Straßen umbenennen oder mit ergänzenden Hinweisen zu den Namensgebern der Straße versehen. Unter anderem sollen nach dem Willen der JUSOS auch am Adenauerring solche Hinweise angebracht werden – und zwar mit Informationen zu Konrad Adenauers Tätigkeit als Vizepräsident der Deutschen Kolonialgesellschaft zwischen 1931 und 1933. Die Junge Union Karlsruhe-Stadt lehnt dies strikt ab. Solche Hinweise beschädigen das Andenken an Deutschlands ersten Bundeskanzler.
„Es sollte die Aufgabe von Historikern sein, zu beurteilen, ob Straßenschilder mit ergänzenden Hinweisen versehen werden sollten. Dies sollte an geeigneter Stelle geschehen und hat in Wahlkampfzeiten keinen Platz!“, meint Frederik Hübl, der Kreisvorsitzende der Jungen Union Karlsruhe-Stadt.
„Sich im Nachhinein nur die ‚faulen Beeren‘ herauszupicken ist schlicht ahistorisch“, ergänzt Julian Wagner, stellvertretender JU-Kreisvorsitzender und angehender Historiker. „Dies zeigt auch und gerade das Beispiel Konrad Adenauer: Dieser weigerte sich als Kölner Oberbürgermeister Adolf Hi**er am Flughafen zu empfangen, als dieser zu einer Wahlkampfveranstaltung anreiste. Er verbot Hakenkreuzfahnen auf städtischen Brücken und wurde schließlich nach der Machtergreifung all seiner Ämter enthoben. Adenauer als Kolonialisten zu verteufeln ist in Anbetracht des damaligen Zeitgeschehens vollkommen absurd.“