18/01/2017
Richtigstellung zum „Vorwort“ der aktuellen Medium
In der Medium, dem Uni - Magazin der Universität Kassel, erhalte ich wie gewohnt aus diversen Zeitungen, Radio- oder Fernsehsendern eine mäßige Darstellung meiner Person. Vor einigen Monaten kandidierte ich zum Redaktionsleiter eben jener Zeitschrift, auch richtig ist, dass ich begleitet wurde von einigen Menschen, die ihr Interesse bekundeten, im Falle einer Wahl zu meinen Gunsten, ihre Arbeit mit einzubringen. Vorgeworfen wird mir nun, von dem linientreuen Genossen Eike Ortlepp, basisdemokratische Strukturen auszunutzen, Verbindungen zu der Hochschulgruppe „die Liste“ zu pflegen und zu guter Letzt eine Kandidatur der Finanzen wegen, vulgo Geldgierigkeit.
Ich möchte Herrn Ortlepp nun keine politikwissenschaftliche Abhandlung über Basisdemokratie widmen, denn dies sollte sein Topos sein, doch gerade von dem „Ausnutzen“ jener Strukturen zu sprechen, scheint mir arg desavouierend, wenn ich als Interessent partizipieren möchte. Auch mein Nexus zur Liste scheint ein mir negativ anlastender Punkt. Dass diese Liste aber so wenig homogen wie Deutschland bis 1990 ist, könnte man als im universitätspolitischen Geschehen Involvierter auch mitbekommen haben, lieber Herr Ortlepp.
Der Vorwurf, dass ich des Geldes wegen kandidiert habe, scheint mindestens ebenso obskur wie die Weiteren. 100€ wiegen zwar etwas im studentischen Portemonnaie, doch lassen diese sich sicherlich einfacher verdienen beim monatlichen Rasenmähen Großmutters Garten.
Zu guter Letzt noch eine Apologie meines bisher nicht weiter erfolgten Engagements. Die Raison d' Être einer Zeitschrift ist, knapp gesagt, Menschen zu erreichen. Nicht mit Plattitüden. Nicht auf Bild - Niveau, aber es sollten doch Leser gefunden werden. Dieses geht jenen aktuell etablierten Medium - Exponenten völlig ab. So lohnt es sich auch nur bedingt, kluge, investigative Artikel zu „veröffentlichen“, wenn sie nachher gar niemand liest. Sähe ich die Möglichkeit, durch diese Zeitung Diskurse in die Universität zu tragen, würde ich mit höchster Leidenschaft arbeiten, dies ist aber leider mit dem aktuellen Personal nicht möglich. An einem Uni - finanzierten Tagebuch habe ich, für meinen Teil, kein Interesse.
Mit freundlichen Grüßen,
Henricus Pillardy
http://asta-kassel.de/files/medium_dezember_2016_januar_2017_web.pdf