13/02/2026
Der großflächige Stromausfall in Berlin hat gezeigt, wie verletzlich selbst moderne Infrastrukturen sind. Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen .wachler habe ich deshalb das besucht, um zu klären, wie wir im Krisenfall aufgestellt sind.
Im Austausch mit dem Ortsbeauftragten .scharpf sowie den THW-Mitgliedern Andreas Bertele und Thomas Ebert ging es vor allem um die Sicherstellung kritischer Infrastruktur. Klinikum, BKH sowie Pflege- und Altenheime müssen im Ernstfall funktionsfähig bleiben. Das Klinikum verfügt über eine eigene Notstromversorgung, dennoch braucht es neben Aggregaten auch technische Vorrüstung und tragfähige Konzepte. Bund und Freistaat stärken daher die Absicherung durch zusätzliche Notstromaggregate, die über THW und Feuerwehr bei Stromausfällen eingesetzt werden können – etwa zur Unterstützung von Pflegeeinrichtungen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Frischwasserversorgung. Ziel ist es, die Versorgung mindestens 72 Stunden aufrechtzuerhalten. Das Wasserwerk spielt dabei eine Schlüsselrolle und beteiligt sich bereits an einem Pilotprojekt zur Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.
Kaufbeuren ist in wichtigen Bereichen gut vorbereitet – durch das Engagement der Stadt, zentraler Einrichtungen und der Einsatzkräfte. Klar wurde aber auch: Krisenvorsorge ist ebenso Aufgabe jedes Einzelnen. Wer vorbereitet ist, entlastet im Ernstfall die Einsatzkräfte. Orientierung bietet die BBK-Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“.
Ein wirksamer Bevölkerungsschutz braucht starke Strukturen, gut ausgestattete Einsatzkräfte und verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger. Daran arbeiten wir weiter – realistisch, vorausschauend und gemeinsam. Vielen Dank an das THW Kaufbeuren für den offenen Austausch und den täglichen Einsatz für unsere Sicherheit!