30/08/2026
⛰️Blitzschlag am Säuling ⚡️
📊: 55/2026
⏰: 29.08.2026 – 11:24 Uhr
📟: B 1 > im Freien > Rauchentwicklung
📍: Schwangau, Ortsteil Hohenschwangau
🚒 FF Schwangau:
ELW 1
TLF 16/25
GW-L1 (2x Wassertransport + Vegetationsbrandsatz)
(Informationen zu unseren Fahrzeugen und Einsatzstichwörtern finden Sie in den Story-Highlights.)
🔍 Weitere Kräfte:
🚒 Feuerwehr Pinswang 🇦🇹
🚒 Feuerwehr Kempten - Flughelfergruppe
🚒 Kreisbrandinspektion OAL
⛑️ Einsatzleiter Bergrettung
⛑️ Bergwacht Füssen
⛑️ Bergwacht Kaufbeuren
⛑️ Bergwacht Allgäu - LKLD
🚓 Polizei
🚓 Polizei - Alpine Einsatzgruppe
🚁 Edelweiß 3
🚁 Edelweiß 7
🚤 Einsatzleiter Wasserrettung OAL
🚤 Wasserwacht Füssen
👷 Bauhof Schwangau
📝 Bericht:
Zunächst wurde unsere Nachbarfeuerwehr aus Pinswang von der Leitstelle Tirol zu einem brennenden Baum im deutsch-österreichischen Grenzgebiet oberhalb des Alpsees am Säuling alarmiert.
Während der Erkundung wurde festgestellt, dass sich der Brand nur über die deutsche Seite erreichen lässt und auch auf dieser Seite der Grenze lag. Daraufhin wurde die Feuerwehr Schwangau nachgefordert.
Durch einen Blitzschlag, vermutlich vom vorherigen Tag und einen dadurch weggesprengten Baum kam es unterhalb einer Felswand zu einem Bodenbrand im Bergwald am Lobatboden. Oberhalb der Felswand, an der eigentlichen Einschlagstelle des Blitzes, brannte es im Wurzelbereich des übrig gebliebenen Baumstumpfes sowie vereinzelte Glutnester im Boden drumherum. Insgesamt war eine Fläche von ca. 20 m² betroffen.
Bei unserem Eintreffen hatte die Feuerwehr Pinswang bereits mit den ersten Löschmaßnahmen begonnen und den Brand unter Kontrolle gebracht. Da die Einsatzstelle weit abseits von befahrbaren Wegen lag, machte sich eine Schwangauer Mannschaft, ausgerüstet mit Löschrucksäcken und Hackwerkzeug, zur Verstärkung auf den Weg über einen Aufstieg von ca. 100 Höhenmetern durch unwegsames Gelände.
Teile der Brandstelle lagen im absturzgefährdeten Bereich. Damit die Feuerwehrkräfte hier sicher arbeiten konnten, wurden sie durch drei Bergretter der Bergwachten Füssen und Kaufbeuren sowie durch einen Alpinpolizisten mit Seilgeländern und über Standplatzsicherungen gesichert. Hierbei kam auch ein spezieller Vegetationsbrandsicherungssatz der Bergwacht Bayern zum Einsatz.
Gemeinsam wurde der Wurzelbereich des Baumstumpfes mit Hacken geöffnet und die Glutnester mit Löschrucksäcken gelöscht. Auch bis zur Felswandkante wurde der Boden vereinzelt geöffnet, um weitere Glutnester zu löschen. Hierbei unterstützten das LKLD-Team Allgäu mit einer Drohne und ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras bei der Glutnestersuche.
Nach dem Rückbau aller Seilsicherungen und dem Rückzug aller Kräfte am Berg erfolgten als abschließende Maßnahme mehrere Wasserabwürfe mit einem Bambi Bucket durch einen Polizeihubschrauber auf die Brandstelle. Die Flughelfergruppe der Feuerwehr Kempten unterstützte bei den Arbeiten mit dem Bambi Bucket. Die Wasserwacht Füssen übernahm die Räumung des Alpsees von Booten und Badegästen, um eine sichere Wasseraufnahme des Hubschraubers aus dem See zu gewährleisten.
Nach ca. 6,5 Stunden war der Einsatz für alle Kräfte beendet.
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit allen Organisationen. Nur gemeinsam ist man stark!🤝
📸 Bildrechte: Feuerwehr Schwangau, Feuerwehr Pinswang, Bergwacht Füssen