20/08/2026
Der Regierungsentwurf des Besoldungsanpassungsgesetzes wurde heute im Finanzausschuss des Landtags diskutiert. Wir haben die geplante Besoldungsanpassung für die Beamt*innen in der Anhörung im Landtag unterstützt. Gleichzeitig haben wir gegenüber Abgeordneten und Finanzministerium sehr deutlich gemacht, dass die tarifbeschäftigten Lehrkräfte durch diese Entwicklung nicht abgehängt werden dürfen!
Anders als im Rest des öffentlichen Dienstes gilt für tarifbeschäftigte Lehrkräfte die gleiche Arbeitszeit wie für ihre verbeamteten Kolleg*innen. Sie arbeiten deshalb auf Basis von 41 statt 38,7 Stunden pro Woche mit den absolut identischen Aufgaben. Aus Sicht der GEW muss die Landesregierung deshalb dringend handeln und die Wochenarbeitszeit der tarifbeschäftigten Lehrkräfte reduzieren.
Die GEW Co-Landesvorsitzende stellte im Vorfeld der Anhörung in einer Pressemeldung klar, dass auch für tarifbeschäftigte Lehrkräfte die geringere Arbeitszeit aller anderen Tarifbeschäftigten im Landesdienst gelten muss. "Mehr arbeiten, trotz weniger Geld, bedeutet Frust ohne Ende." Die Zahl tarifbeschäftigter Lehrkräfte ist in Regionen und Schularten mit Lehrkräftemangel besonders hoch. „Das Land sollte ein natürliches Interesse daran haben, ihnen gute Arbeitsbedingungen zu bieten. Wer tarifbeschäftigte Lehrkräfte dauerhaft schlechterstellt, riskiert, dass sie sich nach anderen Arbeitgebern umsehen und verschärft den Lehrkräftemangel noch weiter.“