Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. - Landesverband Schleswig-Holstein

Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. - Landesverband Schleswig-Holstein Der Landesverband – Sprachrohr der Minderheit! Als "Zigeuner" wurden sie lange Zeit ausgegrenzt, oft verfolgt.

Spätestens seit 1417, dem Jahr ihrer ersten urkundliche Erwähnung in einer Lübecker Chronik, leben Sinti und Roma in Schleswig-Holstein. Trauriger Höhepunkt: der europaweite nationalsozialistische Völkermord an einer halben Million Sinti und Roma. Die Überlebenden und ihre Nachkommen haben dieses Trauma bis heute nicht vergessen; nicht zuletzt deshalb, weil noch immer so manche Gräben zwischen der Mehrheitsbevölkerung und den Minderheiten liegen.

Antiziganismus ist keine Pointe und Sinti und Roma sind keine Projektionsfläche für billige Witze über Waffen und Krimin...
02/09/2026

Antiziganismus ist keine Pointe und Sinti und Roma sind keine Projektionsfläche für billige Witze über Waffen und Kriminalität.
Als Vorstand des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Schleswig-Holstein sagen wir sehr deutlich: Wir haben es satt, dass unsere Minderheit immer wieder für abwertende Klischees, vermeintliche Witze und politische Stimmungsmache herhalten muss.
Die Äußerung von Tino Chrupalla ist für uns keine beiläufige Entgleisung. Wer Sinti und Roma mit Waffen und Kriminalität in Verbindung bringt und damit vor einem Publikum Lacher erzeugt, bedient eines der ältesten und gefährlichsten antiziganistischen Zerrbilder. Gerade angesichts unserer Geschichte wiegt das schwer.
Wer als führender Politiker solche antiziganistischen Bilder bedient, muss dafür auch politische Verantwortung übernehmen. Wir erwarten deshalb, dass diese Äußerung nicht folgenlos bleibt und daraus erkennbare politische Konsequenzen gezogen werden.
Zugleich erwarten wir von den demokratischen Parteien und allen politisch Verantwortlichen eine klare Haltung. Der Kampf gegen Antiziganismus darf nicht nur in Sonntagsreden und an Gedenktagen beschworen werden. Er muss sich gerade dann bewähren, wenn Sinti und Roma öffentlich herabgewürdigt und jahrhundertealte Vorurteile erneut bedient werden.
Als Landesverband stehen wir ausdrücklich hinter der Reaktion des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Krakau I Gesichter, Begegnungen, Augenblicke ...
10/08/2026

Krakau I Gesichter, Begegnungen, Augenblicke ...

10/08/2026
Zwei starke Stimmen aus Schleswig-Holstein - bundesweit im Einsatz gegen AntiziganismusMit großem Stolz blicken wir auf ...
06/08/2026

Zwei starke Stimmen aus Schleswig-Holstein - bundesweit im Einsatz gegen Antiziganismus
Mit großem Stolz blicken wir auf dieses gemeinsame Foto der Bildungsbotschafter gegen Antiziganismus, des Vorstands und des Projektteams. Besonders freuen wir uns, dass mit Berry Paskowski und Jonny Kreuzer gleich zwei engagierte Vertreter vom Verband Deutscher Sinti und Roma V., Landesverband Schleswig-Holstein Teil dieser bundesweiten Tätigkeit sind.
Neben ihrem vielfältigen Engagement in unserem Landesverband bringen sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch auf Bundesebene ein. Mit ihrer Bildungsarbeit leisten sie einen wichtigen Beitrag, Vorurteile abzubauen, über die Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma aufzuklären und Antiziganismus entschieden entgegenzutreten.
Wir sind dankbar für ihren Einsatz und stolz darauf, dass sie unseren Landesverband mit Kompetenz, Überzeugung und großem persönlichem Engagement vertreten.
Herzlichen Dank für euren Einsatz, Berry und Jonny!

Gaarden erzählt seine Geschichte und wir erzählen unsereIm Rahmen der Vorbereitungen zum Jubiläumsjahr „125 Jahre Gaarde...
05/08/2026

Gaarden erzählt seine Geschichte und wir erzählen unsere
Im Rahmen der Vorbereitungen zum Jubiläumsjahr „125 Jahre Gaarden“ waren wir heute zu Dreharbeiten zu Gast in den Räumen der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein.
Für den Verband Deutscher Sinti und Roma e. V., Landesverband Schleswig-Holstein, stand unser 1. Vorsitzender Matthäus Weiß vor der Kamera. Im Mittelpunkt des Interviews standen seine persönlichen Erinnerungen an das Leben in Gaarden von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Er berichtete von seinen Erlebnissen, den Veränderungen des Stadtteils und davon, welche Erfahrungen ihn und viele Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma bis heute geprägt haben.
Das Interview ist Teil eines Films, der für die 125-Jahr-Feier Gaardens wirbt und die Vielfalt der Menschen, Geschichten und Perspektiven dieses Stadtteils sichtbar machen soll. Wir freuen uns, dass auch die Geschichte und die Stimmen der Sinti und Roma darin ihren Platz finden.
Ein herzliches Dankeschön an die Türkische Gemeinde für die freundliche Gastfreundschaft und die angenehme Atmosphäre während der Dreharbeiten.
Der fertige Clip wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Bis dahin möchten wir mit diesen Bildern bereits einen kleinen Blick hinter die Kulissen geben.
Auch wir werden uns aktiv an der 125-Jahr-Feier Gaardens beteiligen. Im September präsentieren wir unsere Wanderausstellung im Vineta-Zentrum und bringen uns mit Vorträgen zur Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma in Kiel-Gaarden in das Jubiläumsprogramm ein.

Adresse

Dorfstraße 11
Kiel
24146

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