26/07/2026
Zivilschutz
Unter dieser Überschrift übten rund 30 Helfer der THW-Ortsverbände Kirchheim/Teck und Göppingen an diesem Samstag im alten Klinikum am Eichert in Göppingen.
Ausgangslage für die Übung war die Notwendigkeit, zusätzliche Behandlungsplätze zu schaffen, die aufgrund drohender Kampfhandlungen an der NATO-Ostflanke hier im deutschen Hinterland erforderlich werden könnten. Die von Übungsleiter Benjamin Schick eingearbeitete Situation, dass durch mehrere Druckwellen und einem Drohneneinschlag das Krankenhausgebäude Schäden aufwies, die die Gebäudeintegrität beeinflusst haben könnten, sowie die nuklearmedizinische Abteilung des Hauses machte den Einsatz des THW erforderlich. Die Fachgruppen Bergung, schwere Bergung und das Einsatzstellensicherungssystem (ESS) des Technischen Zuges aus Kirchheim, sowie Spezialkräfte (CBRN) aus Göppingen, die alle vom Zugtrupp aus Kirchheim geführt wurden, rückten bei schweißtreibenden 33 Grad im Schatten aus.
Im Übungsszenario konnte ein Austritt radioaktiver Stoffe nicht ausgeschlossen werden und somit wurden die Erkundung unter Schutzkleidung mit Atemschutz, die Errichtung einer Dekontaminationsschleuse vor dem Gebäude, sowie das Abstützen beschädigter Gebäudeteile durchgeführt. Um auch kleinste Bewegungen des Gebäudes feststellen zu können, war der Trupp ESS am Übungsort, eventuell vermisste Personen im beschädigten Gebäude sollten durch ebenfalls zur Übung ausgerückte Rettungshunde des THW aufgespürt werden können.
Die Abschirmbehälter aus der Nuklearmedizin konnten im Verlauf der Übung unbeschädigt sichergestellt werden und die Durchhaltefähigkeit des Gebäudes wurde durch die vorgenommenen Sicherheitsmaßnahmen gesteigert.
Nach Abschluss aller Maßnahmen endete der Tag mit einer großen Reflexionsrunde. Alle Beteiligten hatten die Gelegenheit, über ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Rahmen des Szenarios zu berichten.
Bericht: Ralph Kittl