20/05/2026
Tausende Liter Wasser, kilometerlange Schlauchleitungen und zahlreiche Einsatzkräfte: Am vergangenen Wochenende wurde in Lörrach-Hauingen der Ernstfall geprobt.
Im Rahmen einer groß angelegten Katastrophenschutzübung wurde das Hochwasser-Rückhaltebecken oberhalb des Friedhofs erstmals kontrolliert geflutet. Hintergrund der Maßnahme war es, das Becken unter realistischen Bedingungen zu testen und gleichzeitig wichtige Abläufe im Hochwasserschutz zu trainieren.
Gemeinsam arbeiteten Feuerwehr, THW, Stadtverwaltung und Landratsamt Hand in Hand. Das THW errichtete hierfür eine lange Wasserförderstrecke quer durch den Ort. Über mehrere Pumpen und Schlauchleitungen wurde Wasser aus der Wiese in das Rückhaltebecken gefördert. Über viele Stunden hinweg liefen die Pumpen nahezu dauerhaft, bis mehrere tausend Kubikmeter Wasser im Becken angekommen waren. 💧
Der OV Müllheim unterstützte die Übung mit einem Zugtrupp und war Teil der umfangreichen THW-Maßnahmen vor Ort.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, welcher technische und personelle Aufwand hinter modernem Hochwasserschutz steckt. Gleichzeitig bot die Probeflutung die Möglichkeit, das Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen unter realitätsnahen Bedingungen zu testen und mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
Neben der technischen Umsetzung bedeutete die Übung auch eine große logistische Herausforderung: Verkehrswege mussten zeitweise gesperrt, Schlauchleitungen gesichert und Abläufe genau koordiniert werden.
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes – denn nur wer gemeinsam trainiert, kann im Ernstfall schnell und effektiv helfen.
Bilder: Dominik Baltes (OV Müllheim)