28/07/2026
Neue Zahlen der Bundesregierung: Lüneburg gehört zu den teuersten Wohnungsmärkten Niedersachsens
Eine Kleine Anfrage des niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Jorrit Bosch (Die Linke) zur mieten- und wohnungspolitischen Entwicklung in Niedersachsen zeichnet ein alarmierendes Bild. Demnach gehört der Landkreis Lüneburg mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 11,53 Euro pro Quadratmeter inzwischen zu den teuersten Wohnungsmärkten Niedersachsens und liegt landesweit auf Platz drei.
Dazu erklärt der Oberbürgermeisterkandidat der Linken Lüneburg, Thorben Peters:
„Diese Zahlen sind das Ergebnis einer gescheiterten Wohnungspolitik. Während die Mieten immer weiter steigen, begnügen sich Bund, Land und Kommunen seit Jahren mit kleinen Korrekturen, statt die Wohnungskrise entschlossen zu bekämpfen. Wenn Lüneburg inzwischen zu den teuersten Wohnungsmärkten Niedersachsens gehört, dann ist das kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Wohnen darf keine Ware sein, mit der Renditen maximiert werden. Wohnen ist ein Grundrecht.“
Nach den Daten der Bundesregierung sind die Angebotsmieten in Niedersachsen innerhalb von zehn Jahren um 53,6 Prozent gestiegen – von 6,31 Euro je Quadratmeter im Jahr 2015 auf 9,69 Euro im Jahr 2025. Im Landkreis Lüneburg fiel der Anstieg mit 51,7 Prozent kaum geringer aus: von 7,60 Euro auf 11,53 Euro je Quadratmeter. Damit weist Lüneburg inzwischen die dritthöchsten Angebotsmieten Niedersachsens auf – nur Harburg und die Stadt Oldenburg liegen noch darüber. Die Bundesregierung weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass Angebotsmieten den Wohnungsmarkt widerspiegeln, auf den Wohnungssuchende tatsächlich treffen.
Peters fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel:
„Die Wohnungsfrage muss als Notstand behandelt werden. So wie wir in anderen Krisen außergewöhnlich handeln, müssen wir auch in der Wohnungspolitik endlich entschlossen handeln. Lüneburg braucht einen massiven Ausbau kommunaler und gemeinnütziger Wohnungen, längere Sozialbindungen, eine aktive Bodenpolitik und eine konsequente Bekämpfung von Wohnungsleerstand. Bezahlbares Wohnen muss zum Maßstab jeder städtischen Entscheidung werden. Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht länger den Gesetzen der Rendite unterworfen werden.“