21/03/2026
💥 Millionengrab Schwimmhalle?
💸 Geld?- ist doch egal!
Seit Jahren fließen Unmengen an Steuergeldern in Machbarkeitsstudien, Standortanalysen und Gutachten-alles bezahlt von Laboe selbst. Jetzt kommt auch noch der Förderantrag dazu, wieder auf unsere Kosten.
Bei einem Blick in den Haushalt fällt auf:
Für „Rechtsberatung“ sind 10.000 € angesetzt, dazu kommen 23.400 € unter „Umlage Verwaltung“- ein Posten, der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht wurde und u. a. Personalkosten für die Bearbeitung der Schwimmhallen-Thematik umfasst.
Gleichzeitig heißt es, bislang seien lediglich rund 8.500 € an Kosten für das erstellen der Projektskizze angefallen-allerdings noch nicht abgerechnet.
Es stellt sich die berechtigte Frage, wie diese Zahlen zusammenpassen und wie teuer alleine schon der Förderantrag für Laboe dann am Ende wirklich wird.
(Abgesehen davon wurden für die erste Tranche der "Sportmilliarde", also € 333 Mio. für Sportstättenförderung, schon für rund € 7 Milliarde Anträge gestellt)
Auch den Abriss der alten Halle sollte Laboe laut der Wählergruppe WIP nun selbst übernehmen. (Der Antrag wurde dann doch spontan im WA dazu zurückgezogen)
Um die Chance für eine Förderung zu erhöhen, wurden nun bereits Millionenbeträge an Steuergeldern für die nächsten Jahre in die kommenden Haushalte Laboes eingeplant.
Und wofür das alles?
Für ein Projekt, das sich absehbar niemals selbst tragen wird.
Selbst im besten Fall -mit Fördermitteln aus einem Programm, das schon jetzt völlig überzeichnet ist -bleibt die Realität:
❌ Eine Schwimmhalle ist dauerhaft defizitär
❌ Die Betriebskosten belasten den Haushalt Jahr für Jahr
❌ Die Risiken trägt allein die Gemeinde
Vor dem Hintergrund eines erheblichen Sanierungsstaus steht die Gemeinde Laboe gleichzeitig aktuell vor überfälligen und unaufschiebbaren Investitionen im zweistelligen Millionenbereich- ganz ohne Schwimmhalle.
18 Millionen €, und das ohne Stoschplatz und Schwimmhalle.
Wer hier weiter plant, ignoriert die finanzielle Realität.
Und was oft verschwiegen wird:
Der ursprüngliche Ansatz, das Projekt auf mehrere Gemeinden zu verteilen, ist faktisch gescheitert.
❗️ Statt breiter Unterstützung stehen wir aktuell bei 3 von 27 Gemeinden.
Diese Wahrheit wird von Befürwortern selbst bei Aussprachen ignoriert.
Und auch dort gibt es keine Sicherheit:
🤷🏽 Die Gemeinde Schönberg kann jederzeit wieder aussteigen, wenn es zu teuer wird.
Kritik wird diskreditiert
Auch im Antrag zum Abriss der Schwimmhalle der WIP wurde keine Chance ausgelassen, nochmal (deplatziert) folgendes zu formulieren: „Denn anders, als von Teilen der anderen Fraktionen immer wieder öffentlich wider besseren Wissens behauptet wird, ist die WIP weder bereit ein Schwimmbad „um jeden Preis“ noch ein „Spaßbad“ zu errichten.“
Und wenn in Anträgen plötzlich von „wider besseren Wissens“ die Rede ist, zeigt das vor allem eines: den Versuch, Kritik zu diskreditieren- statt sich ehrlich mit den Fakten auseinanderzusetzen.
Solche Formulierungen wirken wie ein Ablenkungsmanöver- besonders dann, wenn gleichzeitig Entscheidungen getroffen werden und werden sollen, die genau das Gegenteil zeigen.
Finanzielle Realität von Laboe:
Gleichzeitig steht Laboe bereits jetzt vor Investitionen in der Infrastruktur mit wichtigen Projekten (Schule, Südmole, Sportplatz, Straßen, Promenade …) im zweistelligen Millionenbereich- ganz ohne Schwimmhalle.
Wer hier weiter plant, ignoriert die finanzielle Realität.
📉 Wir steuern auf eine Fehlbedarfsgemeinde zu.
💰 Und pumpen trotzdem weiter Geld in ein Projekt, das wir uns so nicht leisten können.
Dabei lag eine sinnvolle Alternative längst auf dem Tisch:
Der Standort am Strand könnte neben eventuell möglicher Nachnutzung (in welcher Form und wie steht hierbei offen) wohl auch als Hotel entwickelt werden-mit echten Einnahmen, mehr Tourismus und nachhaltigem Nutzen für die Gemeinde.
Durch ein Hotel hätte Laboe höhere Chancen auf Fördergelder für Projekte im Bereich Tourismus.
Stattdessen diskutieren wir weiter über ein Projekt, das vor allem eines garantiert:
👉 Dauerhafte Belastung statt Zukunftsperspektive.
Hier wird bewusst schöngeredet, verschwiegen und auf Zeit gespielt, während (wir), die Bürger am Ende die Rechnung für dieses Wunschprojekt bezahlen sollen.
Nach außen wird von Chancen gesprochen-intern werden Risiken kleingeredet und unbequeme Wahrheiten einfach ausgeblendet
Keine Schwimmhalle zu diesen Bedingungen – das Projekt ist so nicht verantwortungsbewusst umsetzbar.
Wir brauchen endlich eine ehrliche Prioritätensetzung -bevor es zu spät ist.