03/07/2026
Hundert Jahre nach Weimar: AfD tagt in Erfurt – Lagenser Bündnis gegen Rechts ruft zur Fahrt nach Erfurt auf
Am 4. und 5. Juli 2026 will die AfD in der Messe Erfurt ihren Bundesparteitag abhalten und einen neuen Bundesvorstand wählen. Das Lagenser Bündnis gegen Rechts sieht in der Wahl von Ort und Termin ein Signal, das nicht unkommentiert bleiben darf und ruft alle demokratisch gesinnten Menschen aus Lage und der Region dazu auf, sich der für diesen Tag geplanten Großdemonstration in Erfurt anzuschließen.
Der 4. Juli 2026 liegt fast auf den Tag genau hundert Jahre nach dem Reichsparteitag der NSDAP, der am 3. und 4. Juli 1926 in Weimar stattfand. Dass die AfD ausgerechnet zu diesem Jahrestag in Thüringen zusammenkommt, ist nach Auffassung des Bündnisses kein Zufall, sondern Ausdruck einer Partei, die mit historischen Bezügen spielt, statt sich von ihnen zu distanzieren. Hinzu kommt, dass Erfurt als politische Heimat Björn Höckes gilt, dessen Landesverband den rechtsextremen Rand der Partei seit Jahren prägt. Höcke selbst wurde rechtskräftig wegen der Verwendung der verbotenen SA-Parole „Alles für Deutschland" verurteilt.
„Wenn eine Partei ihren wichtigsten Parteitag des Jahres ausgerechnet in der Hochburg ihres radikalsten Flügels abhält und das fast exakt zum hundertsten Jahrestag eines NSDAP-Parteitags, dann ist das keine Petitesse, sondern eine Botschaft", erklärt das Lagenser Bündnis gegen Rechts. „Diese Botschaft darf nicht unwidersprochen bleiben."
Das Lagenser Bündnis gegen Rechts schließt sich dem bundesweiten Aufruf zivilgesellschaftlicher Organisationen, Gewerkschaften und demokratischer Initiativen an, am 4. Juli 2026 gemeinsam nach Erfurt zu fahren und dort ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und Solidarität zu setzen.
Die Demokratie verteidigt sich nicht von selbst.