24/03/2026
Hospiz Thuine: Jetzt müssen die Verantwortlichen handeln.
Dirk Meyer, Beate Laake und Jens Beeck waren zu Besuch im Hospiz Thuine. Im Gespräch mit der Pflegedienstleitung Karola Vocke und dem Insolvenzverwalter Marcus Oshege wurde deutlich, wie wertvoll diese Einrichtung für die Menschen in unserer Region ist.
Zugleich wurde aber auch klar: Die Zukunft des Hospizes entscheidet sich nicht von allein. Der Insolvenzverwalter ist an die Insolvenzordnung gebunden und muss im Interesse der Gläubiger handeln. Sein Ziel ist es, den Hospizbetrieb innerhalb von etwa sechs Monaten zu veräußern. Positiv ist dabei: Das Hospiz erwirtschaftet Überschüsse. Es gibt und gab also durchaus Perspektiven für einen Weiterbetrieb.
Umso unverständlicher ist es, dass die Rahmenbedingungen offenbar nicht so gestaltet wurden, dass mehrere Interessenten reale Chancen auf eine Lösung hatten. Mit einem Grundstück der Samtgemeinde Freren oder alternativ des Klosters und mit einem gleichen Zugang zur Investitionskostenrücklage des Landkreises für alle Investoren hätte es deutlich mehr Interessenten geben können.
Stattdessen verengt sich die Lage derzeit auf nur einen einzigen konkreten Bieter. Ob dieser das Hospiz in Thuine tatsächlich langfristig weiterbetreibt, erscheint eher fraglich.
Für uns ist klar:
Wer den Erhalt des Hospizes wirklich will, muss jetzt aktiv die Voraussetzungen für einen tragfähigen Weiterbetrieb schaffen. Es reicht nicht, die Entwicklung nur zu beobachten. Thuine braucht eine offene, faire und zukunftsfähige Lösung – keine Politik des Abwartens.