04/09/2026
Ehrenamt hält Töpfertradition lebendig
Langerwehe, 38 Jahre Eifelmarkt: 13.09.2026 | 10 bis 18 Uhr
In einer schnelllebigen Zeit ist allein diese Zahl ein kleines Stück Beständigkeit.
Wie wichtig dieses Engagement ist, machte Mario Unger, Erster Politischer Stellvertreter des Bürgermeisters Moritz Pelzer, deutlich.
„Auch im Namen der Gemeinde möchte ich mich für dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement des Töpfereimuseums bedanken. Sie tragen die Geschichte Langerwehes als Töpfergemeinde weit über unsere Grenzen hinaus. Dass diese Tradition bis heute lebendig ist, ist alles andere als selbstverständlich.“
Auch die Aussteller bringen ihre ganz eigenen Geschichten mit. Claudia Martens lässt ausrangierte Bücher zu Unikaten werden. Aus den Seiten entstehen Papierperlen, die sie mit Halbedelsteinen zu individuellem Schmuck verbindet. Besonders gerne verarbeitet sie Bildbände: „Die haben so viele verschiedene Farben“, erzählt sie. Daraus entstehen ihre bunten Einzelstücke.
Eine weitere Idee von Martens macht Menschen Freude, die beim Kartenspielen Schwierigkeiten haben, ihre Karten zu halten: Ihr selbst entworfener Kartenhalter macht das Spielen wieder möglich.
Helge Tiepelt hat für sein Hobby einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen. Als ehemaliger Chemielehrer hat er wohl nebenbei auch das ein oder andere eher negative Bild seines früheren Berufsstandes ins Positive gewendet. Mit Chemie hat sein heutiges Hobby wenig zu tun: Tiepelt stammt aus einer Textilerfamilie und näht aus ausgedienten Stoffen wie alten Hosen, Hemden oder Bettwäsche Umhängetaschen und Rucksäcke.
Daneben warten beim Eifelmarkt mehr als 34 Stände: von der Korbflechterin aus Xanten über den Imker im Pastorat bis zur Acrylmalerei. Kinder können unter anderem töpfern, Nisthilfen bauen oder Traktor fahren. Und natürlich darf Lothar Kurtz nicht fehlen, inzwischen der einzige aktive Töpferer Langerwehes.
So ist der Eifelmarkt ein Treffpunkt für Menschen, die mit viel Herzblut dafür sorgen, dass Langerwehes Geschichte nicht nur im Wappen zu sehen ist, sondern weitergelebt wird.