21/08/2026
27 Einsätze nach kurzer, heftiger Unwetterlage
Nachdem am Mittwochabend ein kurzes, aber heftiges Unwetter über das Laubacher Stadtgebiet gezogen war, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr bis Donnerstagmittag insgesamt 27 Einsätze abarbeiten.
Im Einsatzverlauf waren alle Stadtteilfeuerwehren sowie weitere Kräfte verschiedener Feuerwehren und des DRK aus dem Landkreis Gießen beteiligt. Die Einsatzschwerpunkte lagen bei umgestürzten Bäumen, herabgestürzten Ästen und Dachziegeln sowie einem beschädigten Gastank.
Brand an Strommast in Ruppertsburg
Der erste Einsatz wurde um 20:50 Uhr zu einem Brand an einem Strommast in Ruppertsburg gemeldet. Ein Ast hatte die Oberleitung in der Nähe der Firma Roemheld beschädigt und abgerissen.
Da die Leitungen an zwei Stellen auf dem Boden lagen, musste der Bereich bis zur Abschaltung und Freimessung durch den Energieversorger großräumig abgesperrt werden. Bereits auf der Anfahrt mussten an mehreren Stellen Hindernisse von den Fahrbahnen entfernt werden.
Beschädigter Gastank in Wetterfeld
Kurze Zeit später erfolgte die Alarmierung zu einem durch einen umgestürzten Baum beschädigten Gastank in Wetterfeld. Dieser Einsatz entwickelte sich zum zeitlich umfangreichsten Einsatz der Unwetternacht und zog sich bis Donnerstagmittag.
Aufgrund von austretendem Gas mussten die Bewohner zunächst in einem Umkreis von 200 Metern evakuiert werden. Zwischenzeitlich wurde der Evakuierungsradius auf 400 Meter erweitert. Nach erneuten Berechnungen konnte dieser anschließend wieder auf 200 Meter reduziert werden.
Mehrere Versuche, den Gastank kontrolliert zu entleeren, blieben erfolglos. Am Donnerstagmorgen wurde daher durch hinzugezogene Spezialisten eine Sonde in den Tank eingebracht. Über diese konnte das Gas kontrolliert mittels einer Fackel abgebrannt werden.
Ein Teil der betroffenen Bewohner wurde während der Nacht durch Kräfte des DRK im Dorfgemeinschaftshaus Wetterfeld betreut. Auch die Einsatzkräfte wurden am Feuerwehrhaus Wetterfeld durch das DRK mit Speisen und Getränken versorgt.
Zahlreiche weitere Unwetterschäden
An zahlreichen weiteren Einsatzstellen mussten umgestürzte Bäume zerkleinert und von Straßen und Wegen entfernt werden. Äste und lose Dachziegel, von denen eine Gefahr ausging, wurden beseitigt.
Mehrere Straßen mussten zeitweise gesperrt werden. Auch der Laubacher Schlosspark sowie die Eisengießerei Friedrichshütte wurden kontrolliert. Teilweise mussten Einsatzkräfte über längere Strecken zu Fuß und im Scheinwerferlicht große Äste von Fahrbahnen und Wegen entfernen.
Darüber hinaus wurde die Zufahrt für die Busse an beiden Schulen kontrolliert.
Parallel zu den laufenden Einsätzen wurde die Technische Einsatzleitung (TEL) besetzt und die Gesamtlage koordiniert. Da zeitweise sämtliche Stadtteilfeuerwehren im Einsatz waren, musste zusätzlich der Grundschutz für das Stadtgebiet sichergestellt werden, um auch bei einem weiteren Notfall die erforderliche Einsatzbereitschaft und Hilfsfrist gewährleisten zu können.
Erneute Einsätze nach kurzer Ruhephase
Während der Einsatz in Wetterfeld noch andauerte, wurden die Einsatzkräfte der Kernstadt, die nicht in Wetterfeld gebunden waren, um 07:58 Uhr erneut zu einem Einsatz in die Schottener Straße alarmiert.
Nach nur rund zwei Stunden Schlaf mussten dort ein größerer Ast von einem Dach entfernt und ein weiterer Ast aus einem Baum geschnitten werden. Anschließend wurde ein Dach in der Oberen Langgasse kontrolliert und der betroffene Bereich vorsorglich abgesperrt.
Um 11:00 Uhr folgte ein weiterer Einsatz an einem Grundstück in der Nähe des Oberseener Hofes. Mehrere umgestürzte Bäume hatten die Zufahrt blockiert. Dadurch waren vier Personen gezwungen gewesen, die Nacht in einer Hütte zu verbringen. Die Zufahrt wurde durch die Einsatzkräfte freigeschnitten.
Einsatzende nach 27 Einsätzen
Gegen 13:00 Uhr waren schließlich alle Unwettereinsätze abgearbeitet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.
Erst anschließend hatten mehrere Einsatzkräfte erstmals die Möglichkeit, ihre eigenen Grundstücke und Wohnhäuser auf mögliche Schäden zu kontrollieren.
Trotz der Vielzahl der Einsatzstellen und der langen Einsatzdauer gab es glücklicherweise keine Personenschäden zu verzeichnen. Entstanden sind ausschließlich Sachschäden.
Ein besonderer Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehrangehörigen, den beteiligten Feuerwehren sowie den Kräften des DRK für die professionelle Zusammenarbeit und die Unterstützung während der gesamten Einsatzlage.
Beitrag Ki verfeinert