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Podiumsdiskussion in Leipzig "Heißer Herbst und die Linke"Dienstag, 29. November I 19-22 UhrOrt: Pöge-HausEintritt: Frei...
25/11/2022

Podiumsdiskussion in Leipzig "Heißer Herbst und die Linke"

Dienstag, 29. November I 19-22 Uhr
Ort: Pöge-Haus
Eintritt: Frei

Inmitten der Nachwirkungen der Corona Lockdowns und im Zuge des anhaltenden Krieges in der Ukraine schießen in ganz Europa die Energiepreise in die Höhe. Verschiedene Proteste und Kampagnen wurden daraufhin ins Leben gerufen.
Die Platypus Affiliated Society lädt ein, um über die Bedeutung der aktuellen Krise und die Reaktion der Linken darauf zu diskutieren.

Wie lässt sich die gegenwärtige Krise verstehen? Wie hat die Linke bisher auf die Krise reagiert, und wie sollte sie auf diese Situation reagieren? Vor welchen Aufgaben steht die Linke in der gegenwärtigen Krise und welchen Hindernissen steht sie gegenüber? Gibt es historische Präzedenzfälle, aus denen die Linke lernen kann ?

Es sprechen:
Michael Neuhaus ("Jetzt Reichts", Die Linke)
Jonathan Eibisch
Revolution
Internationale Jugend und Solidaritätsnetzwerk Leipzig (FKO)

Danach wird es die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum geben

Soziale Proteste müssen internationalistisch sein!Gemeinsame Stellungnahme zu dem Angriff auf palästinensische Genoss:in...
22/10/2022

Soziale Proteste müssen internationalistisch sein!

Gemeinsame Stellungnahme zu dem Angriff auf palästinensische Genoss:innen

Was ist passiert?
Am 15.10.22 organisierte das Bündnis "Jetzt reicht's!" eine Demonstration gegen die Teuerungen. Gemeinsam als Internationale Jugend, Solidaritätsnetzwerk, ZORA, Revolution, GAM und der palästinensischen Gruppe Handala organisierten wir hierfür einen klassenkämpferischen Block. Dem Aufruf folgten einige Palästinenser:innen, die die Krisenpolitik in Deutschland mit Antikriegspositionen, internationaler Solidarität und dem eigenen Kampf gegen die Unterdrückung durch den Staat Israel verbanden. Auf einem Pappschild wurde das Ende der Besatzung palästinensischer Gebiete gefordert und die Landkarte in den Farben Palästinas gezeigt.

Daraufhin wurde der klassenkämpferische Block umzingelt, bedrängt und mit der Parole: "Kannibalismus gehört zu unsern Riten - esst mehr Antisemiten!" beschallt, was mit palästinasolidarischen Parolen beantwortet wurde. Aufgrund der zunehmend aggressiver werdenden Stimmung, stellte sich der Block schützend um "Handala" auf. Anschließend erschienen auch mehrere Polizist:innen, wohl von den Ordner:innen gerufen. Nach kurzer Zeit und einigen Diskussionen schnitt Handala die Landkarte aus der Pappe heraus und hielt das angepasste Schild nach oben, inzwischen konform mit dem "Demokonsens". Juliane Nagel (Die Linke) reichte das allerdings nicht aus. "Verpisst euch!", "Ich hol die Polizei!", "Ihr nutzt meine Strukturen aus!" waren nur einige der von ihr getroffenen Aussagen. Unsere Kommunikationspersonen verhielten sich jederzeit deeskalierend und gingen nicht weiter auf die Aussagen ein.

Dabei blieb es jedoch nicht. Juliane Nagel drang in den Block ein, schubste Genoss:innen zur Seite und entriss dem palästinensischen Genossen gewaltsam die Pappe, mit dem Ziel diese zu zerstören. Teilnehmer:innen des Blocks wurde außerdem aggressiv und aus nächster Nähe eine Handykamera vors Gesicht gehalten. Auf die Bitte, das zu unterlassen, argumentierte einer der filmenden Personen, Marco Dos Santos, lediglich mit der "Pressefreiheit", die dieses Verhalten rechtfertigen würde. Letztlich konnten wir durchsetzen, alle gemeinsam, auch mit unseren palästinensischen Freund:innen, einen sichtbaren und lautstarken Block auf der Demo zu bilden und gemeinsam gegen Krieg und Krise zu kämpfen.

Das Argument mit dem Demokonsens
Auf der Demonstration gab es den Demokonsens, dass keine Nationalfahnen gezeigt werden dürfen. Palästina ist jedoch, genauso wie Rojava, kein Staat, was einen qualitativen Unterschied bedeutet. Es ist ein Unterschied, ob man die Fahne kapitalistischer Unterdrückerstaaten zeigt oder die Fahnen von nationalen Freiheitsbewegungen wie in Rojava oder Palästina. Außerdem ist es nicht verhältnismäßig, einen Demokonsens wegen einer kleinen Pappe mit solchen aggressiven Maßnahmen durchzusetzen. Trotzdem wurden die palästinensischen Farben von unseren Genoss:innen zur Deeskalation aus der Pappe herausgeschnitten. Und siehe da: es wurde weiter aggressiv und gewaltsam gegen uns vorgegangen. Der Demokonsens war also nur ein vorgeschobenes Argument. Es ging ganz offensichtlich um etwas anderes: Migrantische, israelkritische Stimmen sollten zum Schweigen gebracht und sozialer Protest von internationalen Kämpfen künstlich getrennt werden.
„Das Thema hat hier nichts zu suchen!"
Wer internationale Kämpfe, Antikriegskämpfe, antirassistische Kämpfe und antikoloniale Kämpfe von sozialen Protesten "im eigenen Land" trennt, hat es offensichtlich nicht geschafft, die Wirtschaftskrise in einen globalen Kontext zu setzen. Krise und Krieg hängen unweigerlich miteinander zusammen und gehören zum kleinen Einmaleins einer linken Analyse, die über die eigenen Staatsgrenzen hinaus reicht. Das ist genau das, was uns von reaktionären Kräften unterscheidet, die mit ihrem Nationalismus die Arbeiter:innenbewegung spalten möchten.
"Internationalismus" bedeutet das Kontextualisieren und Verbinden von verschiedenen globalen Kämpfen der Ausgebeuteten und Unterdrückten!

Gerade linke Gruppen sind es doch, die Mantra mäßig fordern, die Kämpfe gegen den Kapitalismus zu verbinden und vor allem auch marginalisierte Gruppen miteinzubeziehen! Die Geschehnisse von Samstag beweisen allerdings: Manche Organisationen und Personen haben wohl keinerlei Interesse an bestimmten internationalistischen und migrantischen Perspektiven in ihrem Aktivismus. Der palästinensische Befreiungskampf wird kategorisch ausgeschlossen und zusätzlich als "Antisemitismus" diffamiert. Dadurch werden zum einen migrantische Stimmen unterdrückt und zum anderen die Bewegung gespalten und geschwächt. Das nützt alleine der Rechten und dem Kapital!

Anstatt sich also darüber zu freuen, dass Palästinenser:innen Teil der Bewegung gegen die Krise in Deutschland sein möchten, wird unterstellt, dass das Thema "Palästina/Israel" keinen Bezug zu dem Motto der Demonstration gehabt hätte. Dabei sind es gerade die Länder des globalen Südens, die durch die Ausbeutung und Unterdrückung durch imperialistische Staaten, wie z.B. Deutschland, von der aktuellen Krise in viel schlimmerem Ausmaß getroffen werden. Sie haben jedes Recht dagegen aufzubegehren, auch und gerade in Deutschland. Die Gruppe "Handala" hat auf ihrer Instagramseite eine genauere Ausführung dazu, was ihr Kampf mit den sozialen Protesten auch in Deutschland zu tun hat.

Der Kampf der Palästinenser:innen und die fehlende Solidarität deutscher Linker
Dass deutsche Linke von palästinensischen Symboliken bis hin zur äussersten Aggressivität getriggert werden, ist ein bekanntes Muster und überrascht uns nicht. Dennoch müssen wir die Heuchelei offenlegen, die die Ereignisse von vergangenem Samstag zeigen. Die Heuchelei einer deutschen Linken, die am laufenden Band die internationale Solidarität mit Befreiungskämpfen verrät und diffamiert, wenn sie nicht in die eigenen Vorstellungen passen. Denn die internationalen Kämpfe im Iran, in Rojava und in Palästina hängen zusammen und lassen sich nicht von den sozialen Kämpfen in Deutschland isolieren. Während erstere Kämpfe von diesen Gruppen ohne Vorbehalt unterstützt werden, ignorieren sie bewusst die Besetzung und Unterdrückung Palästinas.

Wir stehen zum palästinensischen Befreiungskampf!
Für uns internationalistische und antikapitalistische Gruppen in Leipzig ist dieser Angriff auf unsere palästinensischen Freund:innen nicht akzeptabel! Wir werden auch in Zukunft solidarisch mit der palästinensischen Befreiungsbewegung bleiben und dafür sorgen, dass deren Kampf in Leipzig weiterhin präsent ist und mit dem Kampf gegen die Krise des Kapitalismus verbunden wird. Alle Kräfte, die den ernsthaften Anspruch haben internationalistische Politik zu praktizieren, rufen wir dazu auf, sich mit den angegriffenen Menschen zu solidarisieren und Stellung zu dem Vorfall zu beziehen!

12/04/2021

Bericht vom in Dresden

Wir sind am Samstag auch in Dresden für auf die Straße gegangen. Am Vormittag gegen das Superspreading-Event der AfD, die inmitten der Pandemie mit über 600 Delegierten in der Messehalle Dresden ihren Bundesparteitag abhielt, und am Nachmittag dann durch eine kleine Kundgebung, auf der wir in unterschiedlichen Reden unter Anderem auf die Situation der SchülerInnen und Studierenden in der Pandemie, auf den Rechtsruck und Querdenken sowie auf die Notwendigkeit einer ZeroCovid-Strategie zur Bekämpfung der 3. Welle aufmerksam gemacht haben. In unserem Video könnt ihr Ausschnitte einiger unserer Reden nachhören.

Yeah, unser YouTube-Kanaltrailer ist da! Schaut vorbei und abonniert unseren Kanal. Nach und nach laden wir unsere Lives...
20/07/2020

Yeah, unser YouTube-Kanaltrailer ist da! Schaut vorbei und abonniert unseren Kanal. Nach und nach laden wir unsere Livestreamaufnahmen dort hoch und Vorträge, die wir gehalten haben. Habt ihr sonst noch Ideen & Vorschläge? Dann schreibt sie einfach in die Kommentare!

Wir sind eine internationale, unabhängige, kommunistische Jugendorganisation. Unser Kampf und Widerstand richtet sich gegen Krieg, Sozialabbau, Armut, Hunger...

Seit Marx wissen wir, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein eines Menschen prägt. Es wird also durch die sozia...
25/06/2020

Seit Marx wissen wir, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein eines Menschen prägt. Es wird also durch die soziale Stellung und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gebildet. Wir müssen uns außerdem anschauen, was die Polizei praktisch auf der Straße tut, um bestimmen zu können, welches Bewusstsein sie hat.

Jonathan Frühling Der Mord an George Floyd erschütterte die Welt und führte zu massiven Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. International fanden

Nacher ist es soweit, unser Livestream geht in die nächste Runde :) Diesmal zum internationalen Rollback der Rechte von ...
23/06/2020

Nacher ist es soweit, unser Livestream geht in die nächste Runde :) Diesmal zum internationalen Rollback der Rechte von LGBTIA.

Es reicht! Im Zuge eines eines Gesetzespaketes in Ungarn dürfen trans* und Intersex ihr Geschlecht in offiziellen Dokumenten nicht mehr angleichen lassen. Auch in den USA ist die Rückkehr zum rückschrittlichen Zweigeschlechtkeit angesagt. Dort dürfen Ärzte und Versicherungen trans* Personen nun das Recht auf medizinische Versorgung verweigern. Währenddessen wurde in Polen das Recht über Selbstbestimmung über den eigenen Körper vollständig aufgehoben und Abtreibungen sind nun vollkommen verboten. Ebenso wie Sexualkundeunterricht an Schulen. Doch das ist nicht die Spitze des Eisbergs. Rund ein 1/3 des Landes hat sich zu "LGBTIA+ Freien Zonen" erklärt. Das wollen wir nicht hinnnehmen!

Damit wir gegen diese reaktionäre Politik kämpfen können, müssen wir uns fragen warum es überhaupt so weit gekommen sind. Sind das alles einfach nur rechte Menschenhasser an den Regierungen? Warum gibt es keine großen Massenproteste dagegen? Woher kommt LGBTIA-Diskriminierung überhaupt und was hat das mit dem Kapitalismus zu tun? Und vor allem: Wie können wir im hier und jetzt aktiv werden gegen diese ganze Scheiße? Welche Forderungen müssen wir als Revolutionär_Innen aufwerfen und wie kommen wir zu einer Bewegung, die LGBTIA+ Rechte aktiv verteidigt?

Fragen über Fragen - und wir wollen die mit euch gemeinsam in unserem Livestream diskutieren. Also schaltet ein, stellt eure Fragen und diskutiert mit!

15/06/2020

Wir haben gestern am Alaunpark in Dresden spontan eine Rede gehalten aufgrund des rassistischen Mords in den USA und der anhaltenden Massenproteste und Aufstände dort. Als InternationalistInnen ist es unsere Pflicht, auch hier in Solidarität mit den antirassistischen Protesten auf die Straße zu gehen. Zumal Polizeigewalt und staatlicher Rassismus auch in der BRD Alltag sind und hier genauso bekämpft werden müssen, wie es unsere Brüder und Schwestern in den USA gerade tun: mit Massenprotesten, Blockaden und Aufständen. In unserer Rede haben wir aufgezeigt, weshalb George Floyd kein Einzelfall war, sondern eines von vielen unzähligen Opfern des rassistischen Systems ist. Wir haben die systematische rassistische Unterdrückung in den USA und ihren Zusammenhang mit dem Kapitalismus erklärt und klargestellt, dass es jetzt dringend die Solidarität von und den gemeinsamen Kampf mit der ArbeiterInnenklasse, den Aufbau selbstorganisierter, basisdemokratischer Strukturen und die Ausweitung von Streiks - bis hin zum Generalstreik -braucht, um die Bewegung zum Erfolg zu führen. Am Ende haben wir unsere Unterstützung für Forderungen nach Kürzungen und Auflösung der Polizei geäußert, jedoch haben wir gleichzeitig auch daraufhin gewiesen, dass letztlich nur der bewusste Sturz des Staates und eine sozialistische Perspektive die Repression und Unterdrückung nachhaltig überwinden kann. Im Anschluss an die Rede haben wir Flyer verteilt, in denen wir besonders die Notwendigkeit des Aufbaus eines organisierten antirassistsichen Selbstschutzes herausstellten. Hört doch mal rein in unsere Rede ✊🏽📣

Im ersten Teil der Serie zur linken Politik in der Corona-Pandemie haben wir uns bereits angeschaut, wie die Gewerkschaf...
26/05/2020

Im ersten Teil der Serie zur linken Politik in der Corona-Pandemie haben wir uns bereits angeschaut, wie die Gewerkschaften gerade das Interesse der Arbeiter_innen den Interessen der Unternehmen unterordnen. Im zweiten Teil wollen wir nun den Fokus auf die Politik der radikalen Linken in Deutschland setzen.

Im ersten Teil der Serie zur linken Politik in der Corona-Pandemie haben wir uns bereits angeschaut, wie die Gewerkschaften gerade das Interesse der Arbeiter_in

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