Stadtarchiv Leipzig

Stadtarchiv Leipzig Aktuelles, Infos und Tipps des Stadtarchivs Leipzig für Leipzigerinnen, Leipziger, Freunde und Freundinnen der Stadt.

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Grünauer Geschichte(n)! 🧱🔨🏗️ Heute vor 50 Jahren entstand im Leipziger Westen eine Großwohnsiedlung, die zur neuen Heima...
01/06/2026

Grünauer Geschichte(n)! 🧱🔨🏗️ Heute vor 50 Jahren entstand im Leipziger Westen eine Großwohnsiedlung, die zur neuen Heimat von zehntausenden Menschen werden sollte. Am 1. Juni 1976 wurde um 14 Uhr der Grundstein für den Wohnkomplex Leipzig-Grünau gelegt.

Die Grundsteinlegung war ein großes stadtpolitisches Ereignis und fand mit einer offiziellen Zeremonie an der heutigen Gärtnerstraße 179 statt. Auf der Urkunde zur Grundsteinlegung, die im Stadtarchiv Leipzig aufbewahrt wird, sind die drei Hammerschläge aufgezählt, die Segenswunsch und politisches Programm zugleich waren:

Der erste Hammerschlag galt der Staatsregierung der DDR und der zweite den Bauleuten, die eine neue Heimat für 100.000 Menschen bauen sollten. Der letzte Hammerschlag war für die künftigen Einwohner von Grünau, die dort "Glück, Freude und Erholung finden" sollten.

Auch der Inhalt der Zeitkapsel ist bekannt, die bei der Grundsteinlegung im Boden versenkt wurde: Neben dem Wohnungsbauprogramm der DDR für die Jahre 1976–1990 und der Direktive für die Gestaltung Grünaus wurden gleichen drei Ausgaben des Neuen Deutschland und die Tagesausgabe der Leipziger Volkszeitung hineingelegt.

Der Wohnungsbau in Grünau sollte das größte Bauvorhaben der Geschichte Leipzigs werden. Bei Planungsbeginn sollten 25.000 Wohnungen entstehen. Die Zahl wurde jedoch im Laufe der Zeit immer weiter erhöht und bis 1990 sollten insgesamt 35.000 neue Wohnungen in Grünau errichtet werden. Die Infrastruktur wurde entsprechend rund um die Großbaustelle ausgerichtet: Für die Produktion der Betonplatten entstand ein eigenes Werk, drei Hotels für Bauarbeiter eröffneten am Stadtrand und eine eigene Großküche sorgte für warme Mahlzeiten.

Die Standortwahl für die Großwohnsiedlung Grünau war wohl überlegt und durch mehrere Faktoren beeinflusst: die Nähe zu wichtigen Industrien, nahe gelegene Naherholungsgebiete und bereits vorhandene Infrastruktur, etwa die bereits damals vorhandene Straßenbahntrasse.

Sie wollen noch mehr Geschichte(n) aus Grünau entdecken? Hier geht es zu unserem Rechercheportal: recherche-stadtarchiv.leipzig.de



📸 Abbildungen

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 999: Grundsteinlegung zum Wohnungsbaustandort Grünau, Grundstein mit Zeitkapsel, 01.06.1976 (Fotografin: Karla Voigt).

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 1275: Grundsteinlegung zum Wohnungsbaustandort Grünau - Festplatz mit vorbereitetem Grundstein, 01.06.1976 (Fotografin: Karla Voigt).

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 1001: Grundsteinlegung zum Wohnungsbaustandort Grünau - Übernahme der Zeitkapsel im Beisein von Jungpionieren durch Oberbürgermeister Dr. Karl-Heinz Müller, 01.06.1976 (Fotografin: Karla Voigt).

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 1278: Grundsteinlegung zum Wohnungsbaustandort Grünau - Zumauern des Grundsteins, 01.06.1976 (Fotografin: Karla Voigt).

Grünauer Geschichte(n)! Die Tage werden wärmer und der Sommer steht vor der Tür. Bei diesen sonnigen Aussichten bekommen...
26/05/2026

Grünauer Geschichte(n)! Die Tage werden wärmer und der Sommer steht vor der Tür. Bei diesen sonnigen Aussichten bekommen wir wieder richtig Lust, unsere Stadt zu erkunden. Der 1. Juni ist in diesem Jahr nicht nur der meteorologische Sommeranfang, sondern auch Beginn eines besonderen Jubiläums: Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für Grünau gelegt!

Passend zum Jubiläum starten wir eine neue Beitragsserie und nehmen Sie in den kommenden Wochen mit auf eine digitale Erkundungstour durch die Geschichte(n) der Großwohnsiedlung Grünau im Leipziger Westen.

Wir beginnen mit der Grundsteinlegung, stellen beteiligte Architekten und Stadtplaner vor und spüren den Visionen und Hoffnungen nach, welche mit dem Neubaugebiet verbunden waren. Außerdem besuchen wir Gaststätten und Freizeitangebote im Stadtteil und zeigen, wie das Leben in den damals modernen Wohnungen vor der Wiedervereinigung aussah.

Freuen Sie sich auf eine facettenreiche Serie voller Geschichte(n), Einblicke und Erinnerungen an den Bau der Großwohnsiedlung Grünau!



📸 Abbildung

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 33017: Wohngebiet Leipzig-Grünau - Wohnkomplex 2, 28.09.1979 (Fotograf: Herbert Lachmann).

Erfolgreiche Ausstellungseröffnung! Am vergangenen Montag konnten wir zahlreiche Gäste im Stadtarchiv Leipzig begrüßen, ...
22/05/2026

Erfolgreiche Ausstellungseröffnung! Am vergangenen Montag konnten wir zahlreiche Gäste im Stadtarchiv Leipzig begrüßen, die zur Eröffnung der Ausstellung „Aufbruch und Tradition – 30 Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen“ die Fotografien von Silvia Hauptmann bestaunten.

Nach einem Grußwort von Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning und der Einführungsrede von Frau Dr. Kerstin Plowinski, Geschäftsführerin der Ephraim Carlebach Stiftung, ging es gemeinsam mit der Fotografin auf eine Reise durch die jüngere jüdische Geschichte in Sachsen. Die Aufnahmen berichten von außergewöhnlichen Ereignissen, aber auch vom Alltag in den jüdischen Gemeinden. Sie zeigen wiederbelebte Traditionen, Feste und Feierlichkeiten sowie ein neues Miteinander.

Wir freuen uns über das große Interesse an der Ausstellung und die vielfältigen Gespräche, zu welchen die Besucherinnen und Besucher durch die Fotos angeregt werden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Oktober 2026 während unserer Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Leipzig bewegt beim Tanz! 💃 Opernfreunde warten schon gespannt auf die Premiere des Balletts „Eurydike“ der Oper Leipzig...
19/05/2026

Leipzig bewegt beim Tanz! 💃 Opernfreunde warten schon gespannt auf die Premiere des Balletts „Eurydike“ der Oper Leipzig am 30.05.2026, welche den Orpheus-Mythos neu erzählt. Doch wo wurden eigentlich früher die Ballerinen der städtischen Kultureinrichtungen ausgebildet?

Die Geschichte der Fachschule für Tanz ist geprägt von stetem Wandel und Veränderung. Sie beginnt in mit der Eröffnung der neuen Ballettschule der Städtischen Theater Leipzig in der Käthe-Kollwitz-Straße 56 am 1. Oktober 1951. Acht Jahre später folgte die Angliederung der Ballettschule an die Leipziger Hochschule für Musik als Abteilung für künstlerischen Tanz. Kurz darauf erfolgte 1963 die Umbenennung in Institut für Tanz Leipzig und die Reorganisation als Zweigstelle der berühmten Palucca-Schule in Dresden. Drei Jahre später ging daraus die Fachschule für Tanz Leipzig - Staatliche Ballettschule hervor, zu deren erstem Direktor der berühmte Dramatiker Heiner Müller ernannt wurde.

Zu dieser Zeit war die Ausbildungsstelle für Ballett an der Wilhelm-Seyfferth-Straße 6 zu finden. Weiterhin besaß die Fachschule für Tanz ein Internat, das sich in der Lortzingstraße 19 befand. Die Ausbildung fand in einem Seitenflügel der Hochschule für Grafik und Buchkunst statt. Jährlich fand ein Tag der offenen Tür statt, an dem Kindern und Jugendlichen der Beruf des Bühnentänzers präsentiert wurde.

Das Ende der DDR brachte erhebliche Unsicherheiten für das Fortbestehen der Fachschule für Tanz mit sich. Direktor Hans Georg Uhlmann erarbeitete zusammen mit dem Opernhaus Leipzig einen Entwurf zur Schaffung einer künftigen Ballettschule der Oper Leipzig, nachdem Intendant Professor Udo Zimmermann im Juni 1990 seine ausdrückliche Bereitwilligkeit erklärte, die Fachschule in sein Haus zu integrieren. Anfang 1992 war es dann geschafft: die Fachschule Tanz Leipzig lebte als Ballettschule der Oper Leipzig weiter.

Um diese Zeit wurden 170 Schüler und Studenten im künstlerischen Tanz ausgebildet. Auch das Internat konnte sich erhalten, das im Gerichtsweg 8 im dortigen Jugendwohnheim untergebracht war. Rund 15 Jahre nach der Wiedervereinigung endete die Geschichte der Tanzschule mit Beschluss des Stadtrats, die Ballettschule der Oper Leipzig zum 31. Juli 2006 zu schließen, da die Kosten für den Betrieb der Ballettschule nicht mehr getragen werden konnten.

Sie möchten noch mehr Tanzgeschichte in Leipzig entdecken? Den Bestand 0151 (Ballettschule der Oper Leipzig) finden Sie in dem Rechercheportal des Stadtarchivs Leipzig: recherche-stadtarchiv.leipzig.de



📸 Abbildungen

Stadtarchiv Leipzig, 0598 (Fotosammlung Gerhard Hopf), Nr. 1333: Fachschule für Tanz, Wilhelm-Seyfferth-Straße 6, 1989.

Stadtarchiv Leipzig, 0598 (Fotosammlung Gerhard Hopf), Nr. 26: Fachschule für Tanz - Tanzfigur Arabesque, um 1973.

Stadtarchiv Leipzig, 0598 (Fotosammlung Gerhard Hopf), Nr. 15: Fachschule für Tanz - Tanzlehrerin beim Tanzunterricht, um 1973.

Brückentag in Leipzig! Wer heute noch nicht in den Genuss eines langen Wochenendes kommt, der darf zumindest eine andere...
15/05/2026

Brückentag in Leipzig! Wer heute noch nicht in den Genuss eines langen Wochenendes kommt, der darf zumindest eine andere Brücke bestaunen.

Das "Blaue Wunder" über dem Leipziger Ring ist vielen Menschen noch in lebhafter Erinnerung. Die große, hellblaue Fußgängerbrücke überspannte den Goerdelerring und den Tröndlinring in zwei Richtungen. Über 30 Jahre verband sie den nördlichen Innenstadtbereich mit dem heutigen Richard-Wagner-Platz. Die Errichtung der Brücke erfolgte in zwei Bauabschnitten.

Der erste Bauabschnitt entstand 1973 über dem Tröndlinring. Über zwei Treppen gelangten die Fußgänger direkt zu den Straßenbahnhaltestellen, die damals bereits mitten im Verkehr lagen. Es gab ebenfalls Rampen für Fahrräder und barrierefreie Zugänge, die aber nicht bis an die Haltestellen heranführten. Zwischen 1978 und 1979 folgte die Erweiterung über den Goerdelerring in Richtung Jahnallee. Besonders beliebt waren die breiten Podeste mit Aussichtspunkten, von denen der Verkehr und das geschäftige Alltagsleben am Ring beobachtet werden konnte.

Das "Blaue Wunder" war funktional und beliebt, doch die Zeit setzte der Fußgängerbrücke sichtlich zu. Eine Hauptprüfung im Jahr 2000 förderte zahlreiche Schäden und Mangel zutage, darunter Risse, Rost und ein zu niedriges Geländer, das mit einer Höhe von 96 cm den Bauanforderungen nicht mehr entsprach. Letztmalig konnten die Leipziger und Leipzigerinnen noch 2004 über das "Blaue Wunder" schreiten, bevor die Fußgängerbrücke in Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 abgerissen wurde.

Möchten Sie noch mehr Baugeschichte aus Leipzig entdecken? Hier geht es zu unserem Rechercheportal: recherche-stadtarchiv.leipzig.de



📸 Abbildungen

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 23453: Fußgängerbrücke am Friedrich-Engels-Platz, 1979 (Foto: Herbert Lachmann).

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 24380: Freigabe der Fußgängerbrücke am Friedrich-Engels-Platz, 1973 (Foto: Herbert Lachmann).

Stadtarchiv Leipzig, 0563 (Fotosammlung), Nr. 24381: Freigabe der Fußgängerbrücke am Friedrich-Engels-Platz, 1973 (Foto: Herbert Lachmann).

Es ist geschafft! Die Ausstellung "Aufbruch und Tradition - 30 Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen" ist aufge...
14/05/2026

Es ist geschafft! Die Ausstellung "Aufbruch und Tradition - 30 Jahre jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen" ist aufgebaut und wird kommenden Montag feierlich eröffnet.

In der Ausstellung präsentieren die Ephraim Carlebach Stiftung und das Stadtarchiv Leipzig ausgewählte Fotografien von Silvia Hauptmann, die das Leben in den jüdischen Gemeinden seit 1990 begleitete.

🗓️ Eröffnung: 18. Mai 2026, 18:00 Uhr
📍 Ort: Stadtarchiv Leipzig, Straße des 18. Oktober 42
🎼 Musik: Werkskapelle Kranwerk Naunhof.

Der Eintritt ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die Ausstellung ist vom 19. Mai 2026 bis 1. Oktober 2026 im Stadtarchiv Leipzig zu sehen.

Weitere Informationen: https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/feierliche-ausstellungseroeffnung-im-stadtarchiv-leipzig

Leipzig bewegt im Themenjahr „Tacheles“! ✡️ In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Leipzig mehrere jüdische...
12/05/2026

Leipzig bewegt im Themenjahr „Tacheles“! ✡️ In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Leipzig mehrere jüdische Sportvereine. Der Größte war "Bar Kochba", der 1919 gegründet wurde und zu seinen Spitzenzeiten bis zu 1.600 Mitglieder zählte. Bereits ab Gründung gehörte der Verein der Dachorganisation "Makkabi" an, die seit 1903 die gemeinsamen Interessen der jüdischen Sportvereine im Deutschen Reich vertrat.

Der Sportverein betätigte sich in verschiedenen Sportarten, darunter Boxen, Handball, Fußball, Leichtathletik, Schach, Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Turnen, Wandern und auch für den Wintersport wurde so einiges geboten. "Bar Kochba" war ein gemischtgeschlechtlicher Sportverein, der auch viele Frauen und Mädchen der jüdischen Gemeinden für den Sport begeisterte.

1922 erwarb der Verein einen Sportplatz zwischen der Dübener Landstraße und der Delitzscher Landstraße in Eutritzsch, wo Fußball und Handball gespielt wurden. Dort fanden 1932 und 1935 auch die Deutschen Makkabi-Meisterschaften statt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren der Verein und seine Mitglieder das Ziel von Repressalien. Um den Sportplatz wurde zunächst eine hohe blickdichte Mauer errichtet. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Geschäftsstelle vollständig zerstört und die Umkleidekabinen verwüstet.

Der Sportplatz wurde 1939 zwangsweise an die Stadt verkauft, woraufhin sich der jüdische Sportverein "Bar Kochba" auflöste. Es folgten zahlreiche Bebauungspläne für Wohnhäuser auf dem Gelände, ehe dort Baracken für Zwangsarbeiter aus Griechenland errichtet wurden. Nach 1945 nutzte eine Fußballmannschaft den Sportplatz, ehe er ab 1990 brachlag und schließlich 2016 eingeebnet wurde.

„Bar Kochba“ war jedoch nicht der einzige jüdische Sportverein in Leipzig, den ein solches Schicksal ereilte. Auch der Sportverein „Schild“, der Jüdische Arbeiter-, Turn- und Sportverein und der Tennis-Club "Rot-Weiß" wurden spätestens 1939 unter den Repressalien der Nationalsozialisten aufgelöst.

Die Tradition des Vereins "Bar Kochba" lebt heute in dem 2005 gegründeten Sportverein Makkabi Leipzig e. V. weiter. Ein Jahr nach Gründung richtete dieser die ersten Sächsischen Makkabi-Spiele aus und spielt seitdem in den Leipziger Stadtligen ganz vorne mit.

Sie möchten noch mehr Sportgeschichte aus Leipzig entdecken? Hier geht es zu unserem Rechercheportal: recherche-stadtarchiv.leipzig.de



📸 Abbildungen

Stadtarchiv Leipzig, 0031 (Hauptregistratur-Kapitelakten), Kap. 24, Nr. 3902, Bl. 126v: Fotografie vom Sportplatz „Bar Kochba“, 1939.

Stadtarchiv Leipzig, 0031 (Hauptregistratur-Kapitelakten), Kap. 24, Nr. 3902, Bl. 53: Bebauungsplan um den Sportlatz „Bar Kochba“, 1937.

Stadtarchiv Leipzig, 0031 (Hauptregistratur-Kapitelakten), Kap. 24, Nr. 3902, Bl. 141: Mitteilung an das Stadtplanungsamt zum Verkauf des Sportplatzes „Bar Kochba“ an die Stadt, 1940.

In Memoriam Wieland SchroederHeute möchten wir an unseren ehemaligen Praktikanten Wieland Schroeder erinnern. Er absolvi...
08/05/2026

In Memoriam Wieland Schroeder

Heute möchten wir an unseren ehemaligen Praktikanten Wieland Schroeder erinnern. Er absolvierte 2019/2020 im Rahmen seiner Ausbildung zum Buchrestaurator an der HAWK Hildesheim ein zweimonatiges Praktikum in der Restaurierungswerkstatt des Leipziger Stadtarchivs.

Nach Wieland Schroeders frühem Tod hat sich sein Vater, Dirk Schroeder, an das Stadtarchiv gewendet, um uns mit einer großzügigen Spende bei der Restaurierung von historischem Schriftgut zu unterstützen. Dank dieser Spende konnten im vergangenen Jahr zwei Pergamenturkunden - eine davon durch Brandspuren stark beschädigt - fachgerecht restauriert werden. Damit sind diese eindrucksvollen Zeugnisse der Leipziger Geschichte wieder zugänglich.

Ein Einleger kennzeichnet nun die restaurierten Stücke und erinnert an Wieland Schroeder und an seine Liebe zu historischen Büchern und an sein Engagement für deren Erhaltung.

Leipzig bewegt beim Handball! 🤾‍♀️ Die Sportart geht auf „Torball“ zurück, das Frauen seit 1915 auf Fußballfeldern spiel...
05/05/2026

Leipzig bewegt beim Handball! 🤾‍♀️ Die Sportart geht auf „Torball“ zurück, das Frauen seit 1915 auf Fußballfeldern spielten. Vier Jahre danach wurde das Regelwerk geändert und die Spielweise auch deutlich kämpferischer: Beim Feldhandball waren nun Prellen und Zweikämpfe erlaubt, was auch Männer auf das Spielfeld lockte.

Ab 1920 gab es den Sport in Leipzig, wobei sich die Spieler zunächst in Turnvereinen und als Abteilungen in den Sportvereinen organisierten. Die Spielerzahlen wuchsen und schnell entwickelte sich Leipzig zu einer der Hochburgen des Feldhandballs. Die Begeisterung war auch 1959 in der DDR noch lebendig, als die Sichtungsspiele für die Weltmeisterschaften im Zentralstadion vor 93.000 Zuschauern stattfanden.

Feldhandball wurde jedoch zunehmend vom Hallenhandball verdrängt, der sich ab 1935 in seiner heutigen Form ausbildete. Nur wenige Sporthallen in Leipzig waren als Turnierhallen für diese Sportart geeignet. Eine war die Turnhalle an der Wittenberger Straße in Eutritzsch, wo ab 1937 jährliche Turniere im Hallenhandball stattfanden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Handball zu einem der sportlichen Aushängeschilder Leipzigs. In den 1960er Jahren waren vor allem der SC DHfK Leipzig und der SC Leipzig auch auf internationaler Ebene erfolgreich und stellten viele Spieler für die Weltmeister- und Olympiateams der DDR. Die Abteilung Handball wurde 1975 aus dem SC DHfK herausgelöst und in den SC Leipzig eingegliedert, ehe sie 1993 neu gegründet wurde. Die Spielstätte des SC DHfK Leipzig ist seit 2011 die Arena Leipzig, wo seit 2015 die Männermannschaft in der 1. Handball-Bundesliga spielt.

Die Frauen des VfB Leipzig, der 1992 aus dem SC Leipzig herausgelöst und 1999 als Handball-Club Leipzig gegründet wurde, spielen bereits seit 2002 in der Arena Leipzig und konnten in der Zeit verschiedene Titel erringen. Auch der HC Leipzig wurde 1999 gegründet und spielte bis 2017 in der 1. Handball-Bundesliga der Frauen. Mit diesen und vielen weiteren Vereinen ist Handball seit 100 Jahren ein wichtiger Teil der Sportlandschaft Leipzigs.

Sie möchten noch mehr Sportgeschichte aus Leipzig entdecken? Hier geht es zu unserem Rechercheportal: recherche-stadtarchiv.leipzig.de



📷 Abbildung

Stadtarchiv Leipzig, 0522 (Fotosammlung Eberhard Mai), Nr. 8423: Handball Regionalliga Qualifikation, Sportgemeinschaft LVB Leipzig, 05.05.2002 (Foto: Eberhard Mai)

Hoch hinaus am Maibaum! In einigen Leipziger Ortsteilen wird der 1. Mai als traditionelles Maifest gefeiert, welches den...
01/05/2026

Hoch hinaus am Maibaum! In einigen Leipziger Ortsteilen wird der 1. Mai als traditionelles Maifest gefeiert, welches den symbolischen Beginn des Frühlings markiert. Zum Brauchtum gehört das Stellen eines Maibaums, der mit einem Kranz und bunten Bändern geschmückt wird. Mit dem Maibaum ist so mancher Brauch verbunden, darunter auch das Maibaumklettern.

In den Fotosammlungen des Stadtarchivs sind nur wenige Aufnahmen überliefert, die einen Eindruck von diesem Brauch geben. Wie etwa diese Fotografie aus Baalsdorf, die 1988 zur 775-Jahrfeier des Ortes entstand.

Auf dem Anger wurde eine geschmückte Stange aufgestellt, die an einen Maibaum erinnert. An der Spitze befindet sich ein Kranz, an dem kleine Preise und Süßigkeiten hängen. Wie beim Maibaumklettern versuchen Kinder und Jugendliche, den Kranz zu erreichen, um sich die begehrten Belohnungen zu sichern.

Entdecken Sie weitere Traditionen rund um Leipzig in unserem Rechercheportal: recherche-stadtarchiv.leipzig.de



📸 Abbildung

Stadtarchiv Leipzig, 0598 (Fotosammlung Gerhard Hopf), Nr. 953: Stangenklettern bei 775-Jahrfeier, 1988 (Fotograf: Gerhard Hopf).

Adresse

Straße Des 18. Oktober 42
Leipzig
04103

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00

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