20/05/2022
Leutenbergs Freibad startet am 1. Juni in die neue Saison. Zuvor waren erhebliche Investitionen in Technik nötig:
Trotz der letzten Sonnentage weist die Anzeige am Leutenberger Alexandrabad am Mittwochmorgen erst 17 Grad Celsius Wassertemperatur aus – ungewohnt frisch. „Wir haben erst kürzlich die Becken wieder gefüllt“, erklärt Bauhof-Mitarbeiter Andreas Drum. Die Solar-Vorwärmanlage laufe auch erst einen Tag. Aber bis zur Eröffnung am 1. Juni ist ja noch Zeit.
Drum und seine Kollegin Ute Fischer sind seit rund zwei Wochen mit der Saisonvorbereitung beschäftigt. Haben die Becken entleert, geschrubbt und wieder befüllt, die Chemie für die Wasseraufbereitung ins Laufen gebracht und mehr. Jetzt fräst Fischer gerade den Winterdreck von den letzten Pflasterflächen, während Drum die Reinigungsmaschine über den Boden des Schwimmbeckens steuert. Grund sind schwärzliche Ablagerungen – ausgewaschene Partikel aus den Schläuchen auf dem Badgebäude, in denen bei Sonne das Wasser zusätzlich erwärmt wird. „Die liegen da seit der Eröffnung vor 25 Jahren und werden halt porös“, meint Drum. Wenigstens seien sie dicht, bis auf ein paar geflickte Stellen.
Mess- und Steuerungstechnik wird komplett erneuert
Auch an anderer Stelle kommt die 1997 verbaute Technik an ihre Grenzen. Bereits vergangenes Jahr musste die Mess- und Steuerungsanlage für das Schwimmbecken mangels Ersatzteilen ausgetauscht werden, über 7000 Euro wurden dafür laut Bauamtsleiter Uwe Rahe fällig. Jetzt steht dieselbe Aktion für das Erlebnisbecken an, für knapp 8000 Euro, im nächsten Jahr folgt die Station fürs Planschbecken. Und die Ventilinsel-Anlage für die Luftsteuerung schlägt auch noch mit rund 2000 Euro zu Buche. Man könne nur hoffen, dass nicht auch noch Pumpen ausfallen, meint Rahe. Trotzdem bleiben die Eintrittspreise unverändert; die Zehnerkarte ist die billigste weit und breit.
Allerdings geht es auch kaum ohne das Engagement der Badfreunde, die alljährlich mindestens einen Arbeitseinsatz leisten. „Wir haben die große Wiese gemäht, die Grünanlagen neu bepflanzt und wollen noch den Zaun hinter dem Volleyballplatz reparieren“, berichtet Stadtratsmitglied Helga Zapf, die mit ihrem Mann seit Jahren zum Team gehört und im Sommer Dauergast im Bad ist. Weniger um zu schwimmen, sondern um Blumen und Sträucher zu gießen. Dafür wurde eigens eine Wassertonne aufgestellt, die vom Badpersonal gefüllt wird, falls der Regen ausfällt.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Weil sich nach dem gesundheitlich bedingten Aufhören der Kioskbetreiber keine Nachfolger gefunden haben, bleibt Badegästen vorerst nur die Selbstverpflegung.
Leutenbergs Freibad startet am 1. Juni in die neue Saison. Zuvor waren erhebliche Investitionen in Technik nötig: