28/03/2026
Pferd landet im Graben
Am gestrigen Freitag wurden wir zu einem Großtierrettungseinsatz zwischen Trainau und Unterlangenstadt alarmiert.
Eine 29jährige Stute, die mit Ihrer Besitzerin auf dem Heimweg war, stolperte, landete im Graben und konnte nicht mehr selbständig aufstehen. Nach vergeblichen Versuchen, das Pferd selbst zu befreien, rief die Frau schließlich die Feuerwehr.
Wir rückten sogleich mit unserem Großtierrettungssatz aus, auf dem wir speziell ausgebildet wurden, um Tiere aus solchen Situationen artgerecht und schonend retten zu können.
Beim Eintreffen fanden wir das Tier in einem ca. 40 cm tiefen Graben vor. Es wurde von der Besitzerin bereits professionell betreut und war über die ganze Rettungsaktion hinweg ruhig.
Nach einem kurzen Lageüberblick und Bereitstellung des notwendigen Equipments begannen wir sofort mit der Rettung. Mittels speziellem Federstahlbügel konnten wir die extra breiten Rettungsgurte um das liegende Pferd anbringen. Dabei wurde jeweils auf ausreichenden Sicherheitsabstand geachtet, da es bei solchen Rettungsaktionen durchaus zu schnellen und unkontrollierten Bewegungen des Tieres mit seinen Hufen oder dem Kopf kommen kann.
Nachdem das Rettungsequipment angebracht und der Kopf mit einem Bergetuch gesichert war, konnte die eigentliche Rettungsaktion beginnen. Ca. 10 Einsatzkräfte aus den ebenfalls vor Ort befindlichen Feuerwehren Trainau, Unterlangenstadt und Michelau zogen mit Muskelkraft und dem sog. Seitwärtszug das Pferd aus dem Graben. Zugleich wurde der Graben durch weitere Kräfte abgesichert, damit das Pferd nach einer Freilassung nicht gleich wieder in selbigem landet.
Um den bereits vor dem Sturz etwas beeinträchtigten Hinterlauf des Tieres zu schützen, legten wir die Gurte nochmals um und zogen die Stute dann final mit dem Vorwärtszug zurück auf den Feldweg.
Nach kurzer Zeit konnte das Tier dann selbständig wieder aufstehen. Besitzerin und Einsatzkräfte waren erleichtert und froh, dass die Stute den Sturz offenbar ohne größere Verletzungen überstanden hatte. Dies bescheinigte dann auch ein an der Einsatzstelle eintreffender Tierarzt aus dem Landkreis Coburg.
Pferd und Besitzerin konnten kurz danach auch eigenständig die ca. 1 km lange Heimreise antreten.
Wir danken allen Einsatzkräften für die hervorragende und professionelle Zusammenarbeit und wünschen Pferd und Besitzerin auf diesem Wege alles Gute.
Dieser Einsatz hat uns wieder mal gezeigt, wie wichtig es ist, sich auch in speziellen Themen fortzubilden, um solche Situationen perfekt zu meistern.