29/04/2026
Ausbildungsdienst 28.04.2026 19.00-21.30
Absichern von Unfall,-Einsatzstellen
Das Absichern von Unfallstellen ist eine der wichtigsten Maßnahmen im Einsatzgeschehen. Ziel ist es, Folgeunfälle zu verhindern, Einsatzkräfte zu schützen und eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.
Bereits bei der Anfahrt ist auf mögliche Gefahren zu achten, wie z. B. unübersichtliche Straßenverläufe, schlechter Witterung oder fließenden Verkehr. Das ersteintreffende Fahrzeug übernimmt in der Regel die Sicherung der Einsatzstelle.
Das Fahrzeug wird so positioniert, dass es die Unfallstelle abschirmt (sogenannte „Schutzfunktion“). Dabei ist auf ausreichenden Abstand zur Unfallstelle zu achten. Die Räder sollten leicht eingeschlagen werden, um bei einem Aufprall ein Wegrollen vom Gefahrenbereich zu begünstigen.
Nach dem Anhalten kommt das einschalten der Warnblinkanlage dann das Aufstellen der Warneinrichtungen. Dazu gehören Warndreiecke, Leitkegel oder Blitzleuchten. Diese sind in ausreichendem Abstand zur Einsatzstelle zu platzieren – innerorts ca. 50 m, außerorts ca. 100 m und auf Autobahnen mindestens 150–200 m vor der Unfallstelle.
Alle Einsatzkräfte tragen während des Einsatzes persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Warnwesten, um frühzeitig erkannt zu werden. Der fließende Verkehr ist ständig zu beobachten.
Bei Nacht oder schlechten Sichtverhältnissen sind zusätzliche Beleuchtungsmaßnahmen erforderlich. Dabei ist darauf zu achten, dass der Verkehr nicht geblendet wird.
Die Einsatzstelle ist in verschiedene Bereiche zu gliedern:
Gefahrenbereich (unmittelbare Unfallstelle)
Arbeitsbereich (für Rettungs- und Bergungsmaßnahmen)
Sicherheitsbereich (für nachrückende Kräfte und Material)
Zusätzlich ist eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei erforderlich, insbesondere zur Verkehrslenkung oder Vollsperrung der Straße.
Das Absichern der Unfallstelle endet erst, wenn alle Gefahren beseitigt sind und der Verkehr wieder sicher fließen kann.