19/02/2022
Heute jährt sich zum zweiten Mal der rechtsextreme Terroranschlag von Hanau, bei dem der Täter aus rassistischen Motiven neun Menschen ermordet und sechs weitere z.T. schwer verletzt hat. Am 19.02.2020 stand selbst der bis dahin durch nichts zu erschütternde Kölner Karneval für einen Moment still.
Angehörige der Opfer, Überlebende und Unterstützer*innen haben das Versprechen abgegeben „Nie zu vergessen und nie zu vergeben. Solange nicht lückenlos aufgeklärt wird, solange nicht endlich Konsequenzen gezogen werden und es Gerechtigkeit gibt, solange werden wir nicht aufhören zu kämpfen.“ Der Jahrestag ist bundesweit Anlass, dieses Versprechen aufzugreifen, der Toten des rassistischen Anschlags
Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov
zu gedenken und den Angehörigen, Freund*innen und Unterstützer*innen in ihrem Kampf, dieses Versprechen zu halten, solidarisch beizustehen.
Der Anschlag ist ein Verbrechen ungeheuren Ausmaßes, aber er ist damit kein „Einzelfall“, sondern reiht sich ein in eine Serie von rassistischen und antisemitischen Gewalttaten, bei denen allein seit 1990 mindestens 213 Menschen ermordet wurden. Rassismus, der täglich durch die Hetze und den Hass der AfD befeuert wird und den Nährboden für rassistische Ideologien bietet, hat keinen Platz in unserer Gesellschaft.