31/03/2026
Auch das Netz muss sicher sein - gegen Gewalt an Frauen“, so lautete das Motto einer von zahlreichen Verbänden, Organisationen, Gewerkschaften und allen demokratischen Parteien getragenen Kundgebung, die von rund 160 Menschen auf dem Lippstädter Rathausplatz unterstützt wurde. „Das war ein starkes Signal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Nicht nur Frauen, auch zahlreiche Männer zeigten mit ihrer Teilnahme Haltung und Solidarität für von gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen. Auslöser für die auch andernorts stattfindenden Prototeste dieser Tage sind die von Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhobenen Vorwürfe von schwerer digitaler und sexueller Gewalt (für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung) . Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter: Sie reicht von körperlicher, sexualisierter, und psychischer Gewalt über Bedrohung, Erniedrigung, Nötigung und sexuelles Mobbing schon bei den Jüngsten in den Schulen bis hin zu einer erschreckenden Dimension von digitaler Gewalt. Zahlreiche Rednerinnen machten deutlich, dass Gewalt gegen Frauen längst kein Randthema und vor allem kein isoliertes Frauenthema sei, denn die Täter sind zumeist männlich. Angesichts der wachsenden Gewalt gegen Frauen und Mädchen, ob analog oder digital, ist u. a. ein digitales Gewaltschutzgesetz längst überfällig. Aber auch die Forderung nach einem gesellschaftlichen Bewusstseinswandel sei unerlässlich: Hinschauen, zuhören und betroffene Frauen unterstützen und bestärken, das Leid nicht hinzunehmen! Auch die Errichtung eines Frauenhauses in Lippstadt gehört zum Forderungskatalog“.