14/08/2026
Kultur gehört zu einer lebendigen Stadt. Aber auch Kulturförderung darf kein Bereich sein, in dem Haushaltsfragen nicht gestellt werden dürfen, uns wenn es die Alt-Parteien nicht machen, fragen halt wir im Interesse der Bürger und Steuerzahler nach.
Bevor die Stadt Luckenwalde ihre Bürger, Familien, Hundehalter, Gewerbetreibenden, Vereine und möglicherweise sogar Touristen mit höheren oder neuen Steuern und Gebühren belastet, und auch die Kita-Gebühren nicht unausgesprochen bleiben, muss die Verwaltung zunächst offenlegen, wofür sie selbst Geld ausgibt und welche freiwilligen Leistungen angesichts der Haushaltslage noch finanzierbar sind.
Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung machte kürzlich deutlich, dass bei einem ausbleibenden Haushaltsausgleich in den kommenden Jahren massive Einsparungen drohen könnten – gerade bei den freiwilligen Leistungen, im schlimmsten Fall sogar mit Auswirkungen auf Theater oder Therme.
Damit stellt sich für uns zwangsläufig die sich aufdrängende Frage nach den Prioritäten.
Für uns gilt deshalb, keine zusätzlichen Belastungen für die Bürger, bevor nicht auch die freiwilligen Ausgaben konsequent und transparent auf den Prüfstand gestellt worden sind.
Ein aktuelles Beispiel ist das Boulevardfestival „Neu:Erleben“. Das Festival ist für Besucher kostenlos, erstreckt sich laut Berichten über rund 600 Meter Boulevard und umfasst 27 Programmpunkte auf drei Bühnen. Hinzu kommen Workshops, Straßentheater, gastronomische Angebote und weitere Aktionen. Unter anderem reist hierfür ein 19-köpfiges Straßentheater extra aus Frankfurt am Main(Hessen) an.
Das ist nach unserer Auffassung kein kleines Nachbarschaftsfest mehr.
Nach dem Pressebericht wird die Veranstaltung durch Spenden, Sponsoring und Fördermittel – auch aus öffentlicher Hand– finanziert. Wer hier die öffentlichen Geldgeber sind, wird nicht transparent dargestellt. Gerade deshalb wollen wir wissen, welchen Anteil die Stadt Luckenwalde hierbei tatsächlich trägt.
Neben möglichen direkten Zuschüssen können schließlich auch weitere kommunale Leistungen eine Rolle spielen, etwa die Nutzung städtischer Flächen, Absperrungen, Reinigung, Strom, Bauhofleistungen oder Verwaltungsaufwand. Genau danach fragt unsere BfL-Fraktion ausdrücklich.
Kultur gehört zu einer lebendigen Stadt. Aber auch Kulturförderung darf kein Bereich sein, in dem Haushaltsfragen nicht gestellt werden dürfen, uns wenn es die Alt-Parteien nicht machen, fragen halt wir im Interesse der Bürger und Steuerzahler nach.
Wenn gleichzeitig über höhere Gebühren und neue Abgaben für die Bürger gesprochen wird, muss transparent sein, wo Steuergeld eingesetzt wird, wie hoch der tatsächliche kommunale Aufwand ist und welchen Nutzen Luckenwalde davon hat.
Genau deshalb haben wir unsere Anfrage zum Boulevardfestival gestellt.
Erst Ausgaben prüfen. Dann Prioritäten setzen. Und erst ganz am Ende über zusätzliche Belastungen für die Bürger reden.
Quellen:
https://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/luckenwalde/kita-gebuehren-hundesteuer-bettensteuer-und-mehr-hier-koennte-es-fuer-luckenwalder-bald-teuer-werden-WTXW27AYVVGZNGZ3ESNBGSI27M.html
https://www.maz-online.de/lokales/teltow-flaeming/luckenwalde/boulevardfestival-in-luckenwalde-am-15-august-alle-infos-zum-programm-C5JMOE5VR5CP3JVJHRDDCRIIYU.html