15/08/2026
Morgen ist Landratswahl, da wo sich sonst in den Wochen vor der Wahl die Parteien in der Bismarckstraße tummeln, war nur die SPD zu sehen (obwohl wir uns auch viel Kritik anhören müssen), andere Parteien haben es offensichtlich nicht mehr nötig, keine Schwarzen, keinen Grünen, keinen Blauen, niemand.
Und? Ja, es gab kritische Stimmen, die unzufrieden sind mit der SPD, vor allen Dingen in Berlin, das gilt im Übrigen auch für viele SPD-Mitglieder hier bei uns vor Ort. Kopf in den Sand stecken - das ist jetzt nicht so unser Ding, Charakter zeigt sich in schwierigen Zeiten und nicht, wenn nur die Sonne scheint. Wir haben hier vor Ort immer pragmatische, ehrliche und bürgernahe Politik gemacht, sicherlich auch nicht immer fehlerfrei, aber aufrichtig. Das wir jetzt auch für Berlin mit abgestraft wurden bei den letzten Wahlen, tut zwar weh, aber es ist zu einem gewissen Grade auch nachvollziehbar. Daher brauchen wir schnell wieder eine sozialdemokratische Politik, die sich auf allen politischen Ebenen Vertrauen erarbeitet. Wir sind bei uns in der Region immer der Motor für gute Ideen gewesen und sind es in Stadt und VG auch weiterhin.
Und wenn man sich das Kandidatentableau für morgen anschaut: Mal ehrlich, schaut euch mal die Videos des CDU-Bewerbers an, der reist durch den Westerwald, macht Filmchen und stellt Orte und Sehenswürdigkeiten vor, als wenn er Geschäftsführer der Westerwald-Touristik werden möchte und nicht Landrat, echte politische Aussagen: Fehlanzeige. Wo die Ausflugsziele für’s Wochenende sind, braucht man uns nicht erzählen lassen, das wissen wir selbst. Tanja Machalet hat ein ambitioniertes Ziel: Familienfreundlichster Kreis in Deutschland. Ja, ein langer und steiniger Weg, aber ein politisches Ziel, auf das sie hinarbeiten möchte, etwas das den Menschen dient. Politik muss Ansprüche und Mut zur Entwicklung haben. Tanja ist nicht Berlin, Tanja ist Westerwald. Morgen gilt es die Politik vor Ort zu betrachten und nicht über Bundespolitik zu entscheiden.
Für die Marienberg Sozialdemokratie gilt weiter, wir bleiben kritisch, auch gegenüber der eigenen Partei und sagen das auch, gleichzeitig hören wir auf die Leute und lassen das auch in unsere Politik hier vor Ort einfließen, ohne den Menschen nach dem Maul zu reden, um möglichst nicht anzuecken.
In diesem Sinne, Danke für die vielen Gespräche, die kritische Rückmeldung, die Ideen und Anregungen. Demokratie lebt vom lebendigen Austausch.