16/09/2025
Caroline Bosbach zeigt ein weiteres Mal die berühmte "Zögerlichkeit der CDU", wo Mut gefordert wäre.
Eine Partei, die sich vor dem linken Zeitgeist duckt und sich um schnelle mediale Rückzüge bemüht, verliert nicht nur Ankerwähler, sondern auch den inneren Kompass. So kann keine konservative Kraft Vertrauen entfalten, die für Werte wie Meinungsfreiheit und Standhaftigkeit einstehen will.
So wie die CDU vorgeht, ist ihre Rolle als bürgerliche Kraft zur Farce geworden – und konservative Bürger sind gut beraten, sich nach anderen Vertretern umzusehen, die zu konsequenten Überzeugungen stehen.
Was ist passiert?
Caroline Bosbach, Bundestagsabgeordnete der CDU aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, schafft es erneut, die konservative Partei in ein Schlaglicht der Wankelmütigkeit und Unsicherheit zu rücken. Nach dem erschütternden Mord an Charlie Kirk, einem polarisierenden US-Aktivisten, veröffentlichte Bosbach auf Instagram einen Beitrag, in dem sie Kirk als „Kämpfer für westliche Werte“ lobte und seine Verdienste um die Meinungsfreiheit hervorhob. Doch kaum regte sich Kritik, insbesondere von den Grünen, ruderte sie zurück, löschte den Post und betonte, sie habe nur Kirks Engagement für das freie Wort betonen wollen.
Diese Aktion ist symptomatisch für das Dilemma, in dem sich die CDU und viele ihrer Vertreter schon lange befinden: Sie wagen zwar manchmal konservative Positionen oder klarere Worte – doch sobald die politische Linke oder medialen Kräfte dagegen Sturm laufen, wird panisch zurückgerudert. Ein couragiertes Eintreten für Überzeugungen? Fehlanzeige. Mutige Aussagen, die dem inneren Wertefundament der Partei entsprechen? Schnell geschluckt. So kennt man die CDU, so verschreckt sie ihre Klientel und verliert zunehmend Glaubwürdigkeit.
Es wäre die Aufgabe einer konservativen Politikerin, Diskussionen differenziert zu führen und nicht aus opportunistischer Angst vor Beifall der anderen Seite eine klare Würdigung rückgängig zu machen. Bosbachs Argument, sie hätte Kirks Verdienste trotz einiger kontroverser Aussagen hervorheben wollen, wirkt wie ein verzweifelter Versuch der Rechtfertigung, der das Problem der eigenen Zurückhaltung und Anpassung nicht löst.
Der Umgang mit diesem Fall illustriert die lähmende Angst vor Konflikten innerhalb der CDU und die Schwäche, die konservative Werte wirklich zu verteidigen, selbst wenn es unbequem wird. Bosbach steht dabei exemplarisch für eine Partei, die lieber Rücksicht nimmt als klare Linien zieht – ein Verhalten, das konservative Wähler zunehmend enttäuscht und gefährdet.
Wie soll unter solchen Bedingungen inhaltliche Standfestigkeit und glaubwürdige Führung entstehen?
n-tv.de/politik/Caroli…