13/08/2026
Das erste Mal seit 1999 verlassen im Jahr 2025 mehr Menschen Münster, als neue Einwohnerinnen und Einwohner zuziehen. Unterm Strich schrumpft unsere Stadt um fast 2.000 Menschen. Eine bittere Nachricht, die unseren Vorsitzenden im Rat, Jörg Berens, allerdings nicht überrascht:
„„Degrowth“ scheint in Münster längst keine theoretische Idee der Grünen mehr zu sein, sondern Ergebnis ihrer Politik. Dass Münster Einwohner verliert, ist keine Überraschung, wenn Jahr für Jahr zu wenig Bauland ausgewiesen wird, Sanierungen durch Milieuschutzsatzungen erschwert oder verhindert werden und das Thema Nachverdichtung politisch liegen bleibt. Die entscheidende Frage lautet doch: Wo sollen die Menschen in unserer Stadt überhaupt noch einen bezahlbaren Platz zum Leben finden?
Hinzu kommt eine repressive Verkehrspolitik gegen den motorisierten Individualverkehr und das verwaltungsseitige Chaos beim Baustellenmanagement. Ganze Stadtteile werden über Wochen abgehängt, während die Erreichbarkeit der Innenstadt immer schwieriger wird. Man könnte inzwischen den Eindruck gewinnen: Die einzigen Straßen, die in Münster noch zuverlässig funktionieren, sind die, die aus der Stadt hinausführen. So verspielt Münster seine Zukunft. Statt Wachstum und Entwicklung zu ermöglichen, wird an allen Ecken und Enden gebremst, verteuert und verhindert.
Wir müssen diesen Kurs dringend korrigieren: Neue und modernisierte Gewerbeflächen für neue Arbeitsplätze, mehr Bauland, die Abschaffung der Milieuschutzsatzungen und gezielte Nachverdichtung, damit schnell zusätzlicher Wohnraum entstehen kann. Dazu braucht es endlich eine vernunftgetriebene Verkehrspolitik, die nicht darauf ausgerichtet ist, Menschen zu bestrafen, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Münster muss wieder wachsen können, bei Wohnraum, Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Entwicklung. Dafür braucht es einen Politikwechsel im Rathaus, der Wachstum ermöglicht, statt es zu verhindern.“