26/01/2025
Rückblick auf das Hausgespräch bei Freihaus: „Schwarzer Rolli, Hornbrille – Gender Equality in Architektur und Planung“
Am 24. Januar 2025 fand ein Hausgespräch statt, das sich mit einem hochaktuellen und relevanten Thema auseinandersetzte: Gender Equality in Architektur und Planung.
Zu Gast war die Architektin und Autorin Karin Hartmann, die mit ihrem Vortrag den Abend eröffnete und die Diskussion mit ihren fundierten Einblicken bereicherte. Gemeinsam mit Jacqueline Karpa (Gründerin von Der weibliche Architekt) und Chantal Keyvork (studentische Prodekanin der msa | münster school of architecture) wurden Perspektiven und Herausforderungen diskutiert, die zeigen, wie notwendig eine Transformation in der Baubranche ist.
Karin Hartmann stellte zentrale Thesen aus ihrem Buch „Schwarzer Rolli, Hornbrille“ vor und beleuchtete dabei insbesondere die strukturellen Herausforderungen, die intersektional-feministische Perspektiven in Architektur und Stadtplanung mit sich bringen. Sie teilte Erfahrungen aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Architektin und ihrer Arbeit in Institutionen wie dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sowie ihrer Tätigkeit als erste Vorsitzende der architektinnen initiative nw.
Anschließend gab Jacqueline Karpa Einblicke in ihre Arbeit und Motivation, die Plattform „Der weibliche Architekt“ins Leben zu rufen. Mit persönlichen Anekdoten aus ihrem Arbeitsalltag verdeutlichte sie, wie sehr die Themen Gender Equality und strukturelle Veränderungen in der Architektur auch auf die alltägliche Büro- und Planungspraxis ausstrahlen müssen.
Chantal Keyvork, studentische Prodekanin an der msa, brachte eine Perspektive aus der Hochschulwelt ein. Sie berichtete über Herausforderungen und Chancen, die sich aus ihrer Rolle ergeben, und betonte die Bedeutung von Netzwerken sowie den Austausch zwischen Studierenden und Berufspraktiker:innen.
Die anschließende Diskussion war lebendig und inspirierend. Es wurde deutlich, wie wichtig solche Gesprächsräume sind, um auf strukturelle Ungleichheiten hinzuweisen, aber auch, um Mut zu machen: Veränderung ist möglich.
Wir danken allen, die diesen Abend zu einem Erfolg gemacht haben und Baukultur Nordrhein-Westfalen für die Unterstützung, und freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen und Denkanstöße.