Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg Die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg erinnert an die mehr als 10.000 an diesem Ort inhaftierten Opfer politischer Verfolgung. an Facebook gemeldet werden. a.

1876 als Amtsgericht und Stadtgefängnis eröffnet, diente der Gebäudekomplex am Moritzplatz in Magdeburg-Neustadt während der nationalsozialistischen Diktatur als Gerichtsort, vor allem aber als Ort der Strafverbüßung für aus kriminellen und politischen Gründen Verurteilte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nutzten ihn alle mit politisch motivierter Verfolgung von Bürgern befassten ostdeutschen

Strafverfolgungsorgane vornehmlich als Untersuchungshaftanstalt: zunächst die Justiz, ab 1952 die Deutsche Volkspolizei und von 1958 bis 1989 das Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Die Ende 1990 gegründete Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg erinnert an die mehr als 10.000 an diesem Ort inhaftierten Opfer politischer Verfolgung. Sie versteht sich darüber hinaus als außerschulischer Lernort und mit der Dauerausstellung und ihren Bildungsangeboten auch als Einrichtung der historisch-politischen Bildung. Weitere Informationen zur Geschichte des historischen Ortes, zu den Angeboten und Ausstellungen der Gedenkstätte sowie Informationsmaterial zum Download finden Sie auf unserer Website.


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Aus Anlass des 73. Jahrestags des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 will die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg gemeinsam...
09/06/2026

Aus Anlass des 73. Jahrestags des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 will die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg gemeinsam mit der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge an den Mut der Aufständischen erinnern und der Opfer der Niederschlagung der Volkserhebung gedenken.

Um 15:00 Uhr findet am 17. Juni 2026 in unserem Innenhof eine Gedenkveranstaltung statt, bei der u.a. Oberbürgermeisterin .borris und der Vorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Sachsen-Anhalt Dr. Carl-Gerhard Winter zu den Anwesenden sprechen werden.

Achtung:Am Montag, dem 15. Juni 2026, bleibt die Gedenkstätte aus technischen Gründen geschlossen. 🔒Ab Dienstag, 16. Jun...
04/06/2026

Achtung:
Am Montag, dem 15. Juni 2026, bleibt die Gedenkstätte aus technischen Gründen geschlossen. 🔒

Ab Dienstag, 16. Juni 2026, ist die Einrichtung wieder ganz regulär für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

02/06/2026

Am vergangenen Freitag haben wir bei schönstem Wetter unser 35-jähriges Jubiläum gefeiert. 🥂 Bereits im Dezember 1990 hatte der Magdeburger Stadtrat die Einrichtung einer Gedenkstätte in der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt am Moritzplatz beschlossen; seitdem ist die ehemalige Haftanstalt offiziell eine Gedenkstätte.

Nach Grußworten von Dr. Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, und Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg, blickte Letzterer gemeinsam mit Annegret Stephan, der ersten Gedenkstättenleiterin, auf die Anfänge der Gedenkstätte in den 1990er-Jahren und auf die vergangenen 35 Jahre Gedenkstättengeschichte zurück. Musikalisch wurde der Abend von Matthias Marggraff .cello am Cello begleitet. 🎻

Wir bedanken uns bei allen Zeitzeugen, ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen sowie unseren zahlreichen Kooperationspartner:innen und Weggefährt:innen für die Zusammenarbeit, Ihr und euer Kommen und die gelungene Festveranstaltung!


Musik: Matthias Marggraff (Mitschnitt von der Veranstaltung)

Am ersten Sonntag im Juni, dem 7. Juni 2026, haben wir wieder von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Um 10.30 Uhr und um 14 Uhr...
29/05/2026

Am ersten Sonntag im Juni, dem 7. Juni 2026, haben wir wieder von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Um 10.30 Uhr und um 14 Uhr finden öffentliche Führungen statt. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf euren und Ihren Besuch!

40 Jahre ist es am 20. Juni her, dass der DDR-Staatssicherheitsdienst zwei Magdeburger Punkmusiker, „Shanghai“ und „Snor...
22/05/2026

40 Jahre ist es am 20. Juni her, dass der DDR-Staatssicherheitsdienst zwei Magdeburger Punkmusiker, „Shanghai“ und „Snorre“, in seine Untersuchungshaftanstalt am Moritzplatz einsperrte. Nach siebenmonatiger Haft mit etlichen Vernehmungen verhängte das Bezirksgericht Magdeburg gegen die beiden Mitglieder der Punk-Band „Vitamin A“ im Januar 1987 mehrjährige Haftstrafen wegen „öffentlicher Herabwürdigung“. Sie hatten es gewagt, gegen die von der Volkspolizei gegen alle Punks verhängte Auflage, während der im Juli 1986 stattfindenden „Arbeiterfestspiele“ in ihren Wohnungen zu bleiben oder aber die Stadt zu verlassen, zu protestieren. Sie luden Punks aus der gesamten DDR nach Magdeburg ein, was natürlich der Staatsicherheit nicht entging.

Zum „Jubiläum“ dieser Aktion und der sich anschließenden Inhaftierung liest Klaus-Steffen „Shanghai" Drenger am Freitag, dem 19. Juni 2026, 19 Uhr aus seinem Roman „MINOL-PIROLS. Leben, und nicht leben lassen“. Das Buch thematisiert die Punkszene in den letzten Jahren der DDR. Anschließend geben „Shanghai“ und „Snorre“ gemeinsam mit den anderen Mitgliedern ihrer heutigen Band „Anti-X“ einige musikalische Kostproben aus ihrem Repertoire.

📆Freitag, 19. Juni 2026, 19 Uhr
📍Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg (Umfassungsstr. 76)
🔖Eintritt frei

Veranstaltung in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum des Bürgerkomitees Magdeburg und dem Jugendzentrum „Knast“.

Disziplinierung, Aufklärung, Zersetzung – das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) benutzte in seiner alltägli...
20/05/2026

Disziplinierung, Aufklärung, Zersetzung – das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) benutzte in seiner alltäglichen Arbeit viele Begriffe, die sich nicht auf den ersten Blick selbst erklären. Mit unserem kleinen ABC der Staatssicherheit möchten wir auf Begrifflichkeiten und Gegenstände eingehen, die auch für die Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt am Moritzplatz und die hier inhaftierten Untersuchungsgefangenen der Staatssicherheit eine Rolle spielten.

Heute geht‘s weiter mit C wie Chlorkalk. Dieses chemische Produkt wurde bis Ende der 1960er-Jahre in der Haftanstalt Magdeburg-Neustadt genutzt, um die Toiletten-Kübel zu desinfizieren. Erst nach umfangreichen Umbauarbeiten verfügten ab 1968 alle Zellen der Haftanstalt am Moritzplatz über ein Spülklosett. Bis dahin stand den Gefangenen nur ein Kübel pro Zelle für die Notdurft zur Verfügung. Ehemalige Inhaftierte berichten von den unhaltbaren hygienischen Bedingungen in den Zellen, die permanente Geruchsbelästigung und die unwürdigen Haftbedingungen in der MfS-Untersuchungshaft.

Ihr seid auf weitere Begrifflichkeiten des MfS gestoßen, die wir hier einmal erklären sollen? Schreibt sie uns gern in die Kommentare! ⬇

Warum kamen Menschen in Konflikt mit der DDR und wie gerieten sie ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit? Wie ...
13/05/2026

Warum kamen Menschen in Konflikt mit der DDR und wie gerieten sie ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit? Wie erlebten Betroffene ihre Verhaftung und anschließende Untersuchungshaft beim MfS am Moritzplatz Magdeburg? Was folgte nach der Untersuchungshaft? Wie und wo ging es für die Betroffenen nach dem Gefängnis weiter? Wie geht es ihnen heute?

Diese und andere Fragen beantworten ehemalige Inhaftierte im Rahmen von Zeitzeugen-Gesprächen in der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg oder auf Einladung auch im Rahmen von Gesprächsformaten an Schulen in Magdeburg und Umgebung.

So waren beispielsweise am Montag dieser Woche zunächst der Magdeburger Toralf Steinforth, am Dienstag der Magdeburger Wolfgang Bischoff zu Gast am Albert-Einstein-Gymnasium Magdeburg und berichteten Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen von ihren individuellen Erfahrungen in der DDR und mit dem MfS. Beide Zeitzeugen wurden zu unterschiedlichen Zeiten in der DDR infolge eines Ausreiseantrags kriminalisiert und inhaftiert. Den Zeitzeugen-Gesprächen vorausgegangen war ein Besuch der Schülerinnen und Schüler in der Gedenkstätte Moritzplatz in der vergangenen Woche, bei der sie im Rahmen einer Führung grundlegende Informationen zum Thema Stasi-Untersuchungshaft in der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt erhalten haben. Vielen Dank für das Interesse und die Einladung!

👉Wenn ihr auch Interesse habt, ein Zeitzeugen-Gespräch an eurer Schule durchzuführen oder einen Projekttag mit Zeitzeugen-Gespräch in unserer Gedenkstätte zu absolvieren, meldet euch gern per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0391-2445590 bei uns. Auf unserer Internetseite gedenkstaette-magdeburg.sachsen-anhalt.de findet ihr auch weitere Informationen zu unseren Bildungsangeboten.

Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2026 hat die Gedenkstätte von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Neben der Möglichk...
11/05/2026

Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2026 hat die Gedenkstätte von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Neben der Möglichkeit, die Gedenkstätte individuell zu erkunden, erwarten euch und Sie folgende Angebote:

Um 10:30 Uhr findet eine öffentliche Führung statt. Um 14:00 Uhr diskutiert Gedenkstättenleiter Dr. Daniel Bohse mit dem Magdeburger Wolfgang Bischoff zum Thema „Als Zeitzeuge im Museum“ über das Besondere, dass eine Gedenkstätte, die letztlich Zeitgeschichte ausstellt, ausmacht. Und auch darüber, was es Wolfgang Bischoff als vor fast 50 Jahren vor Ort vom DDR-Staatssicherheitsdienst Inhaftierten bedeutet, heute an diesem Ort in mehrfacher Hinsicht präsent zu sein: als Teil der Ausstellung, als Betroffener, als Akteur und als Zeitzeuge.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf euren und Ihren Besuch!

„In der DDR wurde nur an die kommunistischen Opfer des NS erinnert, Jüdinnen und Juden spielten dabei keine Rolle“ – so ...
05/05/2026

„In der DDR wurde nur an die kommunistischen Opfer des NS erinnert, Jüdinnen und Juden spielten dabei keine Rolle“ – so das gängige Narrativ, wenn man über die Erinnerungspolitik der DDR spricht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Bei der von uns gemeinsam mit der Stadtbibliothek Magdeburg organisierten Buchstellung sprach unsere Gedenkstättenpädagogin Pia Heine mit dem Historiker Dr. Alexander Walther darüber, wie die Shoah in der SBZ und der DDR thematisiert wurde.

Alexander Walther legt in seiner im vergangenen Jahr erschienenen Studie „Die Shoah und die DDR“ den Fokus auf konkrete Akteur:innen dieser Erinnerungsinitiativen. Gab es in der DDR so etwas wie eine Erinnerungskultur an die Shoah auch jenseits des offiziellen staatlichen Gedenkens an die kommunistischen Opfer des Nationalsozialismus? Wer ergriff dafür nach 1945 die Initiative? Was trieb die Akteur:innen an, welche Themen standen im Fokus und wie adressierten sie ihr Anliegen an eine Gesellschaft, die (noch?) nicht bereit war, sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen?

Wir bedanken uns bei Dr. Alexander Walther für die spannenden Einblicke in seine Forschung, bei den Gästen für ihre Teilnahme und Diskussionsbeiträge sowie bei der Stadtbibliothek Magdeburg für die Gastfreundschaft!

In der Gedenkstätte für die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge ist zum August 2026 die befristete Stel...
05/05/2026

In der Gedenkstätte für die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge ist zum August 2026 die befristete Stelle einer Ko-Kuration für die Erstellung einer Dauerausstellung (m/w/d) (Entgeltgruppe 13 TV-L) zu besetzen. Bewerbungsschluss ist der 2. Juni 2026.

Mehr Infos gibt es unter www.erinnern.org!

Adresse

Umfassungsstraße 76
Magdeburg
39124

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 14:00

Telefon

+4939124455928

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