Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg Die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg erinnert an die mehr als 10.000 an diesem Ort inhaftierten Opfer politischer Verfolgung. an Facebook gemeldet werden. a.

1876 als Amtsgericht und Stadtgefängnis eröffnet, diente der Gebäudekomplex am Moritzplatz in Magdeburg-Neustadt während der nationalsozialistischen Diktatur als Gerichtsort, vor allem aber als Ort der Strafverbüßung für aus kriminellen und politischen Gründen Verurteilte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nutzten ihn alle mit politisch motivierter Verfolgung von Bürgern befassten ostdeutschen

Strafverfolgungsorgane vornehmlich als Untersuchungshaftanstalt: zunächst die Justiz, ab 1952 die Deutsche Volkspolizei und von 1958 bis 1989 das Ministerium für Staatssicherheit der DDR.

Die Ende 1990 gegründete Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg erinnert an die mehr als 10.000 an diesem Ort inhaftierten Opfer politischer Verfolgung. Sie versteht sich darüber hinaus als außerschulischer Lernort und mit der Dauerausstellung und ihren Bildungsangeboten auch als Einrichtung der historisch-politischen Bildung. Weitere Informationen zur Geschichte des historischen Ortes, zu den Angeboten und Ausstellungen der Gedenkstätte sowie Informationsmaterial zum Download finden Sie auf unserer Website.


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Aufgepasst: Im September hat die Gedenkstätte nicht wie sonst am ersten Sonntag im Monat, sondern erst eine Woche später...
26/08/2026

Aufgepasst: Im September hat die Gedenkstätte nicht wie sonst am ersten Sonntag im Monat, sondern erst eine Woche später am 13. September 2026 zum Tag des offenen Denkmals von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

Um 10:30 Uhr und um 14:00 Uhr finden öffentliche Führungen statt. Für Kinder und Familien bieten wir außerdem zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr eine kleine Rallye durch unsere Dauerausstellung an. Die Rallye-Bögen erhalten die Besucher in der Infothek und können damit eigenständig auf Spurensuche in der Ausstellung gehen. Der Eintritt ist frei.

Der 1876 als Amtsgericht Neustadt errichtete Gebäudekomplex am Moritzplatz diente während der nationalsozialistischen Diktatur u.a. als Strafgefängnis. Zuletzt nutzte ihn von 1958 bis 1989 das DDR-Ministerium für Staatssicherheit für mehr als 4.000 aus politischen Gründen festgenommene Bürger als Untersuchungshaftanstalt.

Der im Zustand von 1989 erhaltene Zellentrakt kann ebenso besichtigt werden wie die Dauerausstellung. Auch der Außenbereich mit den Freigangzellen ist geöffnet.

Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter ...
24/08/2026

Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

Gesucht: Komparsen für einen Film über Bettina WegnerEnde Oktober finden in Magdeburg Dreharbeiten für einen Film über d...
20/08/2026

Gesucht: Komparsen für einen Film über Bettina Wegner

Ende Oktober finden in Magdeburg Dreharbeiten für einen Film über das Leben der Liedermacherin Bettina Wegner statt. Dafür sucht das Film-Team noch Komparsen für den 23. Oktober (später Nachmittag bis später Abend) und 27. Oktober (später Vormittag bis Abend). Voraussetzung: Du musst volljährig sein. Die Aufwandsentschädigungen der Komparsen sollen als Spende der Arbeit unserer Gedenkstätte zugutekommen.

Du wolltest schon immer mal in einem Spielfilm zu sehen sein und gleichzeitig Erinnerungsarbeit unterstützen? Dann melde dich gern direkt bei der Crew per Mail an [email protected] oder telefonisch unter +49 151 56111913!

Tasche packen und los. Heute ist das ganz normal. Doch was, wenn der Wunsch zu gehen darüber entscheidet, ob man inhafti...
12/08/2026

Tasche packen und los. Heute ist das ganz normal. Doch was, wenn der Wunsch zu gehen darüber entscheidet, ob man inhaftiert wird?

Die DDR-Staatspartei begrenzte die Reisefreiheit stark. Sie kontrollierte die Mobilität ihrer Bürger:innen engmaschig und entschied, wer ausreisen durfte und wer nicht. Reisen ins nicht-sozialistische Ausland waren nur wenigen staatlich überprüften Menschen erlaubt. Wer die DDR dauerhaft verlassen wollte, riskierte harte Strafen. Bis hin zur Inhaftierung.

Wir erinnern als Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt an die nationalsozialistischen Verbrechen und das Unrecht der kommunistischen Diktatur. Wir erinnern an die Menschen, die ausgegrenzt, gedemütigt, unmenschlich behandelt, gefangen gehalten oder ermordet wurden. Wir treten für Freiheit, Demokratie und Toleranz als Lehre aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Mit der Kampagne „Vergiss es!? Wir erinnern.“ tragen wir diese Haltung nach außen.

Stolz auf Erinnern.Wir erhalten historische Orte, erforschen ihre Geschichte und vermitteln das Wissen über die Verbrech...
11/08/2026

Stolz auf Erinnern.
Wir erhalten historische Orte, erforschen ihre Geschichte und vermitteln das Wissen über die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur sowie die schweren Menschenrechtsverletzungen während der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur. Unsere Gedenkstätten sind Orte des Erinnerns, des Lernens und der Begegnung. Sie machen deutlich, warum Menschenwürde, Freiheit, Demokratie und Vielfalt keine Selbstverständlichkeit sind. Dafür stehen wir. Darauf sind wir stolz.

Operative Personenkontrolle, Aufklärung, Zersetzung – das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) benutzte in sei...
07/08/2026

Operative Personenkontrolle, Aufklärung, Zersetzung – das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) benutzte in seiner alltäglichen Arbeit viele Begriffe, die sich nicht auf den ersten Blick selbst erklären. Mit unserem kleinen ABC der Staatssicherheit möchten wir auf Begrifflichkeiten und Gegenstände eingehen, die auch für die Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt am Moritzplatz und die hier inhaftierten Untersuchungsgefangenen der Staatssicherheit eine Rolle spielten.

Heute geht‘s weiter mit D wie Desorientierung. Desorientierung gehörte zu den sogenannten „Zersetzungsmaßnahmen“, die das MfS nutzte, um Gefangene in der Untersuchungshaft mürbe zu machen und schneller zu einem Geständnis zu bewegen. Der Transport in die Haftanstalt in einem fensterlosen Gefangenentransportwagen sowie Glasbausteine anstelle normaler Fensterscheiben innerhalb der Zellen sorgten dafür, dass die Untersuchungsgefangenen hermetisch von der Außenwelt isoliert wurden und häufig nicht wussten, wo sie sich eigentlich befinden. Der monotone Alltag in der Zelle und das Fehlen einer Uhr konnten früher oder später zum Verlust des Zeitempfindens führen.

Ihr seid auf weitere Begrifflichkeiten des MfS gestoßen, die wir hier einmal erklären sollen? Schreibt sie uns gern in die Kommentare! ⬇

Kritik an der Regierung äußern? Frei demonstrieren? Online eine klare Meinung posten? Heute ist das Alltag. In der DDR k...
05/08/2026

Kritik an der Regierung äußern? Frei demonstrieren? Online eine klare Meinung posten? Heute ist das Alltag. In der DDR konnte bereits ein leise geäußerter Zweifel gefährlich sein.

Ein Witz, ein Liedtext, ein falsches Wort auf der Arbeit reichten oft aus, um ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zu geraten. Wer der SED-Führung widersprach, riskierte, überwacht, eingeschüchtert, kriminalisiert und inhaftiert zu werden. So erstickte das Regime abweichende Haltungen im Keim.
Wir erinnern als Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt an die nationalsozialistischen Verbrechen und das Unrecht der kommunistischen Diktatur.

Wir erinnern an die Menschen, die ausgegrenzt, gedemütigt, unmenschlich behandelt, gefangen gehalten oder ermordet wurden. Wir treten für Freiheit, Demokratie und Toleranz als Lehre aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Mit der Kampagne „Vergiss es!? Wir erinnern.“ tragen wir diese Haltung nach außen.

Am Sonntag, dem 9. August 2026, lädt die Magdeburger Radkultur wieder zur Fahrradschnitzeljagd ein. In diesem Jahr führt...
02/08/2026

Am Sonntag, dem 9. August 2026, lädt die Magdeburger Radkultur wieder zur Fahrradschnitzeljagd ein. In diesem Jahr führt die Route auch in den Magdeburger Norden und wir sind eine von insgesamt 15 Stationen, an denen ihr euch zwischen 15 und 18 Uhr einen Sticker für eure Fahrrad-Sammelkarte abholen könnt. Aber nicht zu früh freuen: Vorher müsst ihr eine Mini-Rallye durch unsere Dauerausstellung passieren und vier kleine Aufgaben lösen! 🔎

Ziel ist es, zwischen 15 und 18 Uhr so viele Stationen wie möglich abzufahren und sich die begehrten Sticker zu sichern. Wer am Ende der Schnitzeljagd mindestens 10 Aufkleber gesammelt hat, hat um 18:30 Uhr die Möglichkeit vor dem ADFC (Breiter Weg 11a) an einem kleinen Gewinnspiel teilzunehmen. Mehr Informationen gibt es unter https://radkultur-md.de/fahrradschnitzeljagd-2026/. 🚴‍♀️🚴

Wir freuen uns auf euren Besuch bei uns!

Welche Strapazen würdest du für einen Freund oder eine Freundin auf dich nehmen?Am heutigen Internationalen Tag der Freu...
30/07/2026

Welche Strapazen würdest du für einen Freund oder eine Freundin auf dich nehmen?

Am heutigen Internationalen Tag der Freundschaft möchten wir euch von der Freundschaft der beiden Magdeburger Wolfgang Bischoff und Dr. Carl-Gerhard Winter erzählen. Was es heißt, einem guten Freund trotz drohender Konsequenzen für sich selbst und den eigenen weiteren Lebensweg beizustehen, beweist die Episode vom „streikenden Klassenzimmer“ an der Magdeburger Humboldt-Oberschule (heute Domgymnasium) im November 1961.

Beide damals 16-jährigen Männer sind noch heute gut befreundet und berichten aktiv als Zeitzeugen in unserer Gedenkstätte vor Schulklassen und Erwachsenengruppen von ihren Erlebnissen mit dem Ministerium für Staatssicherheit in der DDR.

Auf die Freundschaft!



Slide 2: Fassade der früheren Humboldt-Oberschule
Slide 5: Wolfgang Bischoff, um 1961
Slide 7: Carl-Gerhard Winter bei der Aufnahme in die MfS-UHA Magdeburg-Neustadt, 1961
Slide 10: Wolfgang Bischoff und Dr. Carl-Gerhard Winter in der Gedenkstätte Moritzplatz, 2022

Im Bus, auf dem Markt, auf dem Schulhof: An vielen Alltagsorten begegnen sich heute verschiedene Sprachen, Dialekte und ...
29/07/2026

Im Bus, auf dem Markt, auf dem Schulhof: An vielen Alltagsorten begegnen sich heute verschiedene Sprachen, Dialekte und Lebensgeschichten – ebenso unterschiedliche Vorstellungen von Familie, Liebe und Zusammenleben.

Eine Demokratie lässt Vielfalt zu und schützt sie per Gesetz. In der NS-Diktatur verfolgte, entrechtete und ermordete der Staat Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer politischen Haltung, ihres Lebenswandels, ihrer sexuellen Identität oder Orientierung: Jüdinnen und Juden, Sinti:zze und Rom:nja, politische Gegner:innen, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, Homosexuelle, Menschen, die die Nationalsozialisten als “asozial” markierten. Sie wurden Schritt für Schritt aus der Gesellschaft ausgeschlossen, verschleppt, inhaftiert und in Konzentrationslagern und Tötungsanstalten ermordet. Menschenfeindlichkeit war staatliche Praxis. Das mahnt bis heute.

Wir erinnern als Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt an die nationalsozialistischen Verbrechen und das Unrecht der kommunistischen Diktatur. Wir erinnern an die Menschen, die ausgegrenzt, gedemütigt, unmenschlich behandelt, gefangen gehalten oder ermordet wurden. Wir treten für Freiheit, Demokratie und Toleranz als Lehre aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts ein. Mit der Kampagne „Vergiss es!? Wir erinnern.“ tragen wir diese Haltung nach außen.

Adresse

Umfassungsstraße 76
Magdeburg
39124

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 14:00

Telefon

+4939124455928

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