08/03/2026
Solidarität mit den streikenden Kolleg:innen bei Cinestar in Mainz
Die Partei Die Linke Mainz erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten der Cinestar-Kinos in der laufenden Tarifrunde. Zum 31.12.2025 laufen die Tarifverträge aus – und erneut sind es die Kolleg:innen, die für eine Selbstverständlichkeit kämpfen müssen: einen Lohn, von dem man leben kann.
Der aktuelle Einstiegsstundenlohn von 13 Euro liegt kaum über dem gesetzlichen Mindestlohn. Seit dem 1.1.2026 steigt dieser auf 13,90 Euro. Das Angebot der Arbeitgeberseite in der zweiten Verhandlungsrunde am 17. Februar – 13,95 Euro, also fünf Cent über dem künftigen Mindestlohn – ist nichts anderes als eine Provokation. Wer Vollzeit arbeitet, darf nicht auf ein Einkommen knapp über der gesetzlichen Untergrenze verwiesen werden, während Konzerne Gewinne erwirtschaften.
Wir unterstützen ausdrücklich die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einem Mindeststundenlohn von 16 Euro. Diese Forderung ist angesichts steigender Mieten, Lebensmittelpreise und Energiekosten mehr als berechtigt. Gute Arbeit im Kino – ob an der Kasse, im Service oder in der Technik – ist keine „Nebensache“, sondern harte Dienstleistungsarbeit, die Respekt und faire Bezahlung verdient.
Bereits in der letzten Tarifrunde mussten die Beschäftigten streiken, um überhaupt einen Abstand zum Mindestlohn zu erkämpfen. Dass sie nun erneut gezwungen sind, für elementare Verbesserungen die Arbeit niederzulegen, zeigt, wie wenig die Konzernführung bereit ist, soziale Verantwortung zu übernehmen. Die dritte Verhandlungsrunde am 31. März muss endlich ein ernsthaftes Angebot bringen.
Als Die Linke stehen wir an der Seite der streikenden Kolleg:innen. Ihr Kampf ist unser Kampf: für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und ein System, in der nicht Profite, sondern die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen.