26/02/2026
Hier unsere Stellungnahme 👀👇🏻
Die Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz hat innerhalb weniger Tage ihre Position zum Förderschulgesetz grundlegend revidiert. Auf eine zunächst sachorientierte Kritik an konkreten Reformelementen folgte nun ein pauschales Bekenntnis zur „Schule für alle“ und eine generelle Absage an institutionelle Differenzierung. Diese abrupte Neupositionierung wirft erhebliche Zweifel an der inhaltlichen Stringenz der LSV auf.
Die Schüler Union Rheinland-Pfalz weist diese Argumentation entschieden zurück. Förderschulen sind keine ideologischen Relikte, sondern spezialisierte Lernorte mit ausgewiesener Expertise, multiprofessionellen Teams und differenzierten Förderkonzepten. Sie bestehen, weil es Schülerinnen und Schüler gibt, deren Unterstützungsbedarf im Regelsystem nicht adäquat abgebildet werden kann.
Leona Gloria Sliwka, Landesvorsitzende der Schüler Union Rheinland-Pfalz, erklärt:
„Die Einheitsschule ist kein Fortschritt, sondern ein bildungspolitischer Irrweg. Wer aus ideologischer Reinheit funktionierende Förderschulen opfern will, nimmt in Kauf, dass individuelle Förderung zur Worthülse verkommt. Wir werden nicht zulassen, dass Differenzierung durch Gleichmacherei ersetzt wird.“
Ein leistungsfähiges Bildungssystem lebt von Heterogenität und passgenauer Förderung. Chancengerechtigkeit entsteht nicht durch Vereinheitlichung, sondern durch die Anerkennung unterschiedlicher Bedürfnisse. Die pauschale Abwertung differenzierter Schulformen als „Segregation“ verkennt die schulische Realität und gefährdet die Qualität individueller Unterstützung.
Die Schüler Union Rheinland-Pfalz steht daher klar für den Erhalt der Förderschulen als eigenständige Schulform. Differenzierung ist kein Hindernis für Gerechtigkeit, sondern ihre Voraussetzung.
rlp