10/02/2026
Laut dem Statistischen Bundesamt gelten 16,1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland als armutsgefährdet. Der Anstieg um rund 300.000 Betroffene innerhalb eines Jahres ist für die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Rheinland-Pfalz mehr als eine Randnotiz.
Der jüngste World Inequality Report 2026 sowie der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verdeutlichen die Schieflage: Das reichste Prozent der Bevölkerung konnte seinen Anteil am Nationaleinkommen seit Mitte der 1990er Jahre von acht auf 13 Prozent steigern.
Im Gegensatz dazu besitzen die unteren 20 Prozent der Haushalte faktisch kein Vermögen oder sind verschuldet. "Ein Warnsignal, dass Armut sich zunehmend bis in die Mitte der Gesellschaft hinein verfestigt“, sagt die CDA-Landesvorsitzende Jessica Weller.
„Seit Jahren bewegen sich die Quoten auf hohem Niveau. Steigende Lebenshaltungskosten treffen viele Menschen hart, auch wenn Mindestlöhne und Tarifabschlüsse steigen. Mehrfachbeschäftigung nimmt seit Jahren zu; derzeit arbeiten rund 4,6 Millionen Menschen in Mehrfachbeschäftigungen, um über die Runden zu kommen“, konstatiert die CDA Rheinland-Pfalz.
Besonders betroffen sind Alleinlebende, Alleinerziehende mit Kindern und Nichterwerbstätige. Zudem verschärfen steigende Arbeitslosigkeit und die anhaltende Wirtschaftskrise die Situation. „Armut bedeutet mehr als fehlendes Geld: Scham, Ausschluss und das Gefühl, in einem reichen Land überflüssig zu sein. Die gesellschaftliche Spaltung nimmt zu und gefährdet den sozialen Zusammenhalt mindestens so stark wie die ökonomische Krise“, meint Jessica Weller.
„Wir setzen uns für konkrete Maßnahmen ein: die Senkung von Energiekosten, die Abgabenlast bei den Sozialversicherungen sowie die Reduzierung der Einkommenssteuer besonders für mittlere Einkommen. Wir wollen echte Teilhabe für Alle sicherstellen. Nur so bleibt unser Land zusammen – solidarisch, gerecht und zukunftsfähig.“