20/08/2026
| Wo andere stecken bleiben, fängt ihr Einsatz an. Die Löschraupe der Bundeswehrfeuerwehr Meppen.
Eine Pistenraupe als Feuerwehrfahrzeug? Klingt ungewöhnlich – ist für die Bundeswehrfeuerwehr in Meppen aber genau die richtige Lösung.
Die Löschraupe ist eines der außergewöhnlichsten Einsatzfahrzeuge der Bundeswehrfeuerwehr. Ihr Arbeitsplatz sind die weitläufigen Moorflächen auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition 91 (WTD 91) in Meppen.
Wo herkömmliche Löschfahrzeuge auf weichem und morastigem Untergrund an ihre Grenzen kommen, spielt die Löschraupe ihre Stärken aus. Ihre beiden rund 1,20 Meter breiten Stahlketten verteilen das Gewicht auf eine große Fläche und sorgen für einen besonders geringen Bodendruck. So kann sich das 13,5 Tonnen schwere Fahrzeug auch durch schwieriges Gelände bewegen.
Und löschen kann sie natürlich auch: Auf dem Fahrzeug befindet sich ein Wassertank mit einem Fassungsvermögen von mehr als 3.000 Litern. Die Pumpe im Heck fördert bis zu 2.000 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar. Von der hinteren Plattform aus kann die Besatzung direkt mit der Brandbekämpfung beginnen.
Doch die Löschraupe kann noch mehr: Neben Löscheinsätzen lässt sie sich auch für den Transport von Einsatzkräften und Verletzten im Moorgebiet nutzen. Eine Seilwinde mit 80 kN Zugkraft unterstützt zusätzlich in schwierigem Gelände.
Die Technik im Überblick:
➡️ 370 PS starker 6-Zylinder-Dieselmotor
➡️ 13,5 Tonnen Gewicht
➡️ bis zu 23 km/h Höchstgeschwindigkeit
➡️ Löschpumpe: bis zu 2.000 l/min bei 10 bar
➡️ Seilwinde: 80 kN Zugkraft
➡️ breite Stahlketten für extrem weichen Untergrund
➡️ Platz für bis zu zwei Personen in der Kabine und weitere Einsatzkräfte auf der Heckplattform
Damit ist die Löschraupe ein echtes Spezialfahrzeug für ein ebenso spezielles Einsatzgebiet – und ein ziemlich ungewöhnlicher Arbeitsplatz für die Feuerwehr.
Wer von euch hat die Löschraupe schon einmal in Meppen gesehen oder vielleicht sogar selbst mit ihr gearbeitet? Welche Erfahrungen oder Erlebnisse verbindet ihr mit diesem außergewöhnlichen Fahrzeug? Schreibt es uns gern in die Kommentare! / Michael
Fotos: Bundeswehr