10/07/2026
Kompetenzen – nicht nur Inhalte – stehen im Zentrum der „neuen“ FwDV 2
Die Novellierung der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 (FwDV 2) befindet sich in der finalen Phase. Der auf Bundesebene stattfindende Prozess wird im Ergebnis eine Neufassung hervorbringen, die sich stark an der modernen Berufsausbildung orientiert. Zentrale Prinzipien sind dabei Handlungsorientierung, vollständige Handlungen, echte Problemlösungen und selbstständiges Denken – Prinzipien die hervorragend mit der Feuerwehrwelt harmonieren. Wissen allein genügt nicht, um unter Druck eine gute Entscheidung zu treffen. Wissen bedeutet nicht automatisch, etwas zu können. Die Frage lautet nicht mehr „Welche Inhalte oder Themen wurden behandelt?“, sondern „Was kann der Feuerwehrangehörige nach dem Lehrgang/Seminar besser?“. Bewusst bildet die „neue“ FwDV 2 neben der Fachkompetenz (Wissen) auch die Sozial-, Selbst, Methoden-, Lern- und Kommunikative Kompetenz ab. Typische Einsatzsituationen oder innerbetriebliche Aufgaben sind somit der logische Maßstab für die Ausbildung bei der Feuerwehr. Lernen in der Feuerwehr muss begeistern – praxisnahe Herausforderungen, realistische Szenarien, Teamarbeit, eine positive Fehlerkultur und eine erlebbare Relevanz für den Einsatz sorgen genau für die geforderte Begeisterung.
Der Pilotlehrgang „Führungskräfte in den Jugendabteilungen der Feuerwehr“ wurde nach diesen Grundsätzen konzipiert und umgesetzt. Jetzt werden die Erfahrungen aus dem Pilotlehrgang gemeinsam mit der Landesjugendleitung sowie Kreis- und Stadtjugendleitungen reflektiert und ausgewertet.
Die Teilnehmenden konnten sich aus erster Hand einen Eindruck verschaffen, wie zukünftig Ausbildung nach der neuen FwDV2 durchgeführt wird. Das Lehrteam der LSBK M-V hat hierbei erste reale und erfolgreiche Erfahrungen in der Entwicklung von Lehrgängen nach den Leitlinien der überarbeiteten FwDV 2 gesammelt.