18/05/2021
Montag, 8:30 Uhr: Vor fünf Minuten hat dein Wecker dich wachgeküsst, nachdem du am Vorabend nach dem vierten Bier über deiner Hausarbeit eingeschlafen bist. Der erste Schluck Kaffee schießt bereits durch den Körper und haucht dir zumindest einen Schluck Leben ein, während dein äußerliches Erscheinungsbild durch die fahle Gesichtsfarbe und den verdreckten Waldhof-Mannheim-Jogginganzug (keine bezahlte Werbung, wir sind ja nicht die LHG) bestimmt wird. Plötzlich ploppt ein kleines weißes Fenster auf und das nächste was die nachbarschaftlichen WGs mitbekommen ist ein greller Schrei – Breakoutrooms. Wir von der sehr woken Liste Die LISTE wissen um den tiefen Keil, den diese menschenverachtende Erfindung in dein seelisches Wohlbefinden treibt. Da wir nicht bei der Verbote-gahg, der Hochschulgruppe der Verbote-Grünen sind, wollen wir uns natürlich nicht vollständig von diesem Instrument trennen, aber da du uns auch nicht so egal bist wie dem RCDS, haben wir die perfekte Lösung gefunden. Auf Twitter und Co schon an der Tagesordnung, wird es auch an der ehemals Exzellenz-Uni Mannheim endlich Zeit für die Verwendung von Triggerwarnungen. Nur so können anstrengende soziale Situationen frühzeitig erkannt und vermieden werden, was für Studierende als ohnehin schon ungeliebte, gesellschaftlich verzichtbare und vor allem nicht produzierende (und damit völlig unbrauchbare) Bevölkerungsgruppe unverzichtbar ist. Die CDU kümmert sich gar nicht um dich, Kretschmann tut es, aber hätte es lieber nicht gemacht und für die Hochschulgruppen unserer Uni bist du sowieso nur Wahlvieh – doch wir lieben dich, versprochen!