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Neu erschienen: "Forum Wissenschaft" 1/2025Titel: Umkämpfte Erinnerung? Perspektiven der Geschichts- und Erinnerungspoli...
21/03/2025

Neu erschienen: "Forum Wissenschaft" 1/2025
Titel: Umkämpfte Erinnerung? Perspektiven der Geschichts- und Erinnerungspolitik.

Mehr Infos und Möglichkeiten zur Bestellung: https://www.bdwi.de/show/11261854.html

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation des Deutschen Reiches. Für die gegen den Faschismus kämpfenden Vereinten Nationen war es der Tag des Sieges, für die Bevölkerung in besetzten Ländern, Antifaschist*innen, Inhaftierte, Drangsalierte und im Versteck Überlebende ein Tag der Befreiung. Unumstritten ist die Bewertung des 8. Mai bis heute nicht, auch wenn er gelegentlich zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt wurde.
Das Scheitern der Bemühungen um eine Neugestaltung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes deutet auf ein Ende konsensualer Erinnerungspolitik hin. Dabei geht es um das Verhältnis der Erinnerung an unterschiedliche historische Komplexe (etwa Nationalsozialismus, Stalinismus und Kolonialismus). Kann Erinnerung solidarisch verknüpft werden oder stehen die Komplexe notwendig in Konkurrenz? Hinzu kommen geschichtsrevisionistische Bestrebungen mit wachsender Reichweite. Im von der AfD betriebenen Kulturkampf spielt die Umbewertung der deutschen Geschichte eine zentrale Rolle und fordert eine "erinnerungspolitische Wende um 180 Grad". Angestrebt ist eine Verharmlosung und Relativierung der Verbrechen des deutschen Faschismus. NS-Gedenkstätten geraten verstärkt in den Fokus rechter Angriffe. Gedenkpolitik und -pädagogik stehen aber auch vor ganz praktischen Herausforderungen: Die Erinnerung an die Nazidiktatur und den antifaschistischen Widerstand war in den vergangenen Jahrzehnten stark geprägt von Begegnungen und Gesprächen mit überlebenden Zeitzeug*innen. Doch der Verlust der betreffenden Generation schreitet voran. Gedenkstätten und andere Institutionen suchen Mittel und Methoden, die Berichte der Überlebenden zugänglich zu halten. Welche Rolle spielen dabei digitale Medien - und auch KI?

Aus dem Inhalt:

- Die Gedenkstättenkonzeption des Bundes betrachtet Philipp Vergin
- Maxi Schneider beleuchtet Geschichtsbild und Geschichtspolitik der AfD
- Maximilian Preuss berichtet über Forschungen zur kolonialen Jagdgeschichte
- Erinnerungsprojekte mit digitalen Medien stellt Sylvia Asmus vor
- Gespräch mit dem Istoreco Reggio Emilia über die Erinnerung an die italienische Resistenza
- Christiane Fuchs skizziert den Umgang mit "vergessenen Opfern" des Nationalsozialismus
- Alexandra Senfft zeichnet nach, wie Sinti und Roma um eine würdige Erinnerung kämpfen
- Moritz Butscheidt analysiert die Rolle der Gedenkpolitik bei der nationalen Identitätsbildung
- Artur Brückmann untersucht Konsequenzen aus der Befreiung für heute
- Das politische Erbe von Henry Kissinger resümiert Bernhelm Booß-Bavnbek

Adresse

Gisselberger Straße 7
Marburg An Der Lahn
35037

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