Herder-Institut

Herder-Institut Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft a.

Das 1950 gegründete Herder-Institut ist ein international renommiertes Zentrum der Ostmitteleuropaforschung. Im Kontext der Osteuropaexpertise der Leibniz-Gemeinschaft hat das Institut als Einrichtung der wissenschaftlichen Infrastruktur mit seinen Infrastrukturangeboten und den weltweit einzigartigen Sammlungen ein wichtiges Profil- und Alleinstellungsmerkmal. Zur Bibliothek gehört hinaus eine um

fangreiche Zeitungssammlung mit Tages- und Wochenzeitungen ostmitteleuropäischer Provenienz. Die Wissenschaftlichen Sammlungen bestehen aus einem Bildarchiv, einer Kartensammlung und einer Dokumentensammlung mit Baltikumsschwerpunkt. Das Herder-Institut unterstützt mit seinen Arbeitsbereichen Forschung, Wissensvermittlung, Dokumentation und Digitalität eine Bandbreite wissenschaftlicher Aktivitäten zur historischen und kulturellen Entwicklung Ostmitteleuropas. Im Zentrum des Interesses stehen Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und die Slowakei sowie die russische Exklave Kaliningrad. Ein wichtiges Anliegen ist die gemeinsame Erforschung der Wechselbeziehung dieser Kernregion zu ihren Nachbarn (v. Deutschland, Österreich, Ungarn, Ukraine, Belarus und Russland) in einem gesamteuropäischen Vergleichskontext. Seit einigen Jahren nimmt die Beschäftigung mit den Digital Humanites immer mehr Raum am Institut ein, im Bereich des Ausbaus digitaler und sozialer Infrastrukturen ebenso wie in der Forschung und Karriereförderung. Die unikalen Sammlungen bestehen aus einer Forschungsbibliothek zur Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas mit inzwischen über einer halben Million Medieneinheiten, einschließlich einer Musiksammlung, einer Samizdat-Sammlung und einer Pressesammlung, in der seit 1952 Tages- und Wochenzeitungen aus Ostmitteleuropa archiviert und für den Zeitraum bis 1999 in einer systematischen Sammlung von über 5 Millionen Ausschnitten ausgewertet worden sind. Daneben verfügt das Institut zusätzlich über eines der besten Bildarchive mit Bildträgern aller Art, insbesondere zur Kunst- und Kulturgeschichte Ostmitteleuropas (derzeit ca. 700.000 Einheiten), eine Kartensammlung mit rund 45.000 Kartenblättern, ca. 1.200 Altkarten und etwas über 6.300 Luftbildaufnahmen aus den Jahren zwischen 1942 und 1945. Schließlich legt die Dokumentesammlung einen Schwerpunkt auf die Geschichte des Baltikums und sammelt kontinuierlich Nachlässe, Familienarchive, Einzelarchivalien sowie verfilmte Archivalien (etwa 1.300 laufende Regalmeter). Die bereitgehaltenen Materialien sind Ausgangspunkt für eigene Forschungen, eine dichte Kooperation mit den beiden Universitäten in Gießen und Marburg in Forschung und Lehre und die enge Vernetzung mit zahlreichen weiteren Leibniz-Einrichtungen (Leibniz-Forschungsverbünde).

05/06/2026

Russia’s full-scale invasion of Ukraine in February 2022 and the ensuing Russo-Ukraine War has led to an intensive set of re-evaluations regarding the recent history of the region. Central in these debates is the question of Soviet legacy: to what extent current events are rooted in late Soviet politics and culture and how the history of the Soviet collapse foreshadowed today’s political and cultural fault lines. At the same time, Jewish life in the post-Soviet space, often reduced to a narrative of either migration or “nationalization” within the newly established states, deserves reconsideration. Rather than conceptualizing the era since Perestroika solely through the lens of emigration, it is timely to focus on Jewish agency and subjectivity in the era of reforms and change: the emergence of new localisms and mythologies, patterns of cooperation and tension with surrounding societies, and other forms of lived experience.

This two-day international conference brings together scholars from Soviet/post-Soviet history and Jewish studies to challenge the dominant narratives of both fields by telling the story of Jewish ‘staying’ as well as ‘leaving’ and refocus the attention of research onto communities outside the large metropoles.

Hosted by in cooperation with Leonid Nevzlin Research Center for Russian and East European Jewry, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / ZZF, Central European University, Herder-Institut, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE)/Oldenburg, Nordost-Institut (IKGN e.V.) an der Universität Hamburg, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, , Forschungsverbund "Ambivalenzen des Sowjetischen"

Registration and further information: https://www.recet.at/event-news/events/detail/alternative-temporalities

 : Lunch Time Book Launch 📚Im Rahmen des dritten gemeinsamen Lunch Time Book Launches von Martin-Opitz-Bibliothek und He...
03/06/2026

: Lunch Time Book Launch 📚

Im Rahmen des dritten gemeinsamen Lunch Time Book Launches von Martin-Opitz-Bibliothek und Herder-Institut stellt Dr. Paula Oppermann ihr Buch "Thunder Cross. Fascist Antisemitism in Twentieth-Century Latvia" vor.

Die 1932 gegründete Donnerkreuzbewegung (Pērkonkrusts) war die bedeutendste faschistische Bewegung Lettlands. Im Zentrum ihrer Ideologie stand ein radikaler Antisemitismus, der – so zeigt Paula Oppermann – trotz wechselnder historischer und politischer Kontexte während des gesamten 20. Jahrhunderts eine treibende Kraft des lettischen Faschismus blieb.

Die Studie bietet die bislang umfassendste englischsprachige Untersuchung der faschistischen Bewegung in Lettland und widmet sich insbesondere den bislang wenig erforschten Kontinuitäten des faschistischen Antisemitismus nach dem Zweiten Weltkrieg.

Moderation: Dr. Antje Johanning-Radžienė
Kommentar: PD Dr. Tilman Plath

📆 9. Juni 2026 | 12:30–13:30 Uhr

➡ Die Veranstaltung findet online via Zoom statt und ist kostenlos.
Der Link zur Veranstaltung kann per E-Mail angefragt werden:
[email protected]

➡ Weitere Informationen: https://www.herder-institut.de/de/aktuelles/veranstaltungen/lunch-time-book-launch-mit-paula-oppermann

  | 𝗤𝘂𝗲𝗲𝗿𝗶𝗻𝗴 𝟮𝟬𝘁𝗵-𝗖𝗲𝗻𝘁𝘂𝗿𝘆 𝗘𝗮𝘀𝘁 𝗖𝗲𝗻𝘁𝗿𝗮𝗹 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗲. 𝗔𝗿𝗰𝗵𝗶𝘃𝗲𝘀 – 𝗘𝗺𝗼𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀 – 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝗲𝘀From Marburg to Praha: Following the first...
02/06/2026

| 𝗤𝘂𝗲𝗲𝗿𝗶𝗻𝗴 𝟮𝟬𝘁𝗵-𝗖𝗲𝗻𝘁𝘂𝗿𝘆 𝗘𝗮𝘀𝘁 𝗖𝗲𝗻𝘁𝗿𝗮𝗹 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗲. 𝗔𝗿𝗰𝗵𝗶𝘃𝗲𝘀 – 𝗘𝗺𝗼𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀 – 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝗲𝘀

From Marburg to Praha: Following the first conference, hosted at Herder-Institut in Marburg in August 2025, researchers and participants reconvened in Prague from 26–28 May 2026 to continue the conversation on q***r histories of East Central Europe.

This recap features selected contributions from Panel 3, “Sexology, Psychiatry, and Gender Concepts under Socialism”, chaired by Věra Sokolová (Faculty of Humanities, Charles University, Prague), and Panel 4, “War, Occupation, and Q***r Lives in Extremis”, chaired by Jaromír Mrňka (Německý historický ústav).

The featured presentations addressed the production of q***r knowledge under socialism, the possibilities and limits of archival recovery, the narration of q***r lives in wartime and post-war contexts, and the spatial and emotional dimensions of q***r identity formation. Contributions by Zsófia Anna Veszely, William Ross Jones, Eugenia Seleznova, and Ioana Zamfir highlighted how desire, memory, risk, and belonging were negotiated across diverse East Central and Eastern European settings.

Beyond the academic programme, the conference engaged with artistic approaches to q***r history and memory. At the , participants explored the intersections of art, archives, and cultural heritage through presentations by the Bauhaus-Archiv, conversations with contemporary artists, and the exhibition "Unknown Longings, Hidden Feelings – Concealed Stories in Authoritarian States".

A warm thank you to all speakers, organizers, and participants for the inspiring discussions. We look forward to the next steps of this collaborative journey!

***rHistory

  | 78. Jahrestagung der Baltischen Historischen KommissionZu Gast im Nordost-Institut (IKGN e.V.) an der Universität Ha...
02/06/2026

| 78. Jahrestagung der Baltischen Historischen Kommission

Zu Gast im Nordost-Institut (IKGN e.V.) an der Universität Hamburg in Lüneburg:
Die Jahrestagung der Baltischen Historischen Kommission widmete sich dem Rahmenthema "Das Baltikum als Raum für Netzwerke: Die Bildenden Künste im 19. und 20. Jahrhundert".
Mit einem Vortrag zu baltischen Diasporasammlungen war auch unsere Kollegin Elke Bauer beteiligt.

Wir danken allen Beteiligten und Organisator:innen für den spannenden länder- und fachübergreifenden Austausch!

01/06/2026

Zwischen Perestroika und dem Krieg gegen die Ukraine: Internationale Konferenz in Wien

Am 29. und 30. Juni 2026 findet an der Universität Wien die internationale Konferenz „Between Perestroika and the War in Ukraine. Alternative Temporalities in Eastern European and Jewish Histories“ statt.

Das Research Center for the History of Transformations (RECET) der Universität Wien organisiert die Tagung gemeinsam mit mehreren internationalen Partnerinstitutionen, darunter das Nordost-Institut, das Leonid Nevzlin Research Center for Russian and East European Jewry (Hebrew University of Jerusalem), das ZZF Potsdam, die CEU Wien, das Herder-Institut Marburg, das BKGE Oldenburg, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das INJÖST St. Pölten sowie der Forschungsverbund „Ambivalenzen des Sowjetischen“.

Im Zentrum steht die Frage, wie die Geschichte des späten Sowjetsystems, seines Zerfalls und seiner Nachwirkungen unter den Bedingungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine neu gedacht werden kann. Ein weiterer Fokus liegt auf jüdischem Leben im postsowjetischen Raum, insbesondere auf Fragen von Identität, Migration, Erinnerung und Transformation seit der Perestroika.

Forscherinnen und Forscher aus Europa, Israel und Nordamerika diskutieren unter anderem jüdische Reemigrations- und Wiederbelebungsprozesse, nationale Bewegungen im sowjetischen Grenzraum sowie die Auswirkungen des Krieges auf post-sowjetische jüdische Gemeinschaften.

Prof. Dr. Kirsten Bönker übernimmt den Vorsitz und die Diskussion der Sektion „Soviet and Jewish Memory“. Die Beiträge dieses Panels widmen sich den Erinnerungen ehemaliger Sowjetbürgerinnen und Sowjetbürger, jüdischen Erinnerungskulturen im postsowjetischen Raum sowie der Darstellung jüdischer Identitäten in der zeitgenössischen russischen Kultur.

Die Konferenz steht ausdrücklich auch externen Gästen offen. Eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an [email protected] möglich.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und neue Perspektiven auf die Geschichte Osteuropas und des post-sowjetischen Judentums.

📍   | Diasporas: Building Bridges Across NationsDas Herder-Institut ist auf der 30. Biennial Conference der Association ...
29/05/2026

📍 | Diasporas: Building Bridges Across Nations

Das Herder-Institut ist auf der 30. Biennial Conference der Association for the Advancement of Baltic Studies (AABS) an der University of Illinois in Urbana-Champaign mit mehreren Beiträgen vertreten.

Unser Kollege Simon Donig leitet das Panel „Shaping Identities I – Actors, Communities, and Narratives“.

Im Rahmen des Panels widmet sich Jürgen Warmbrunn in seinem Vortrag „Collecting in Exile ‘Never Having Left Latvia’—Jānis Krēsliņš Senior and His Collection“ der außergewöhnlichen Sammlung des lettischen Exilanten Jānis Krēsliņš Senior und ihrer Bedeutung für die Erforschung baltischer Diaspora- und Exilgeschichte.

Im Vortrag „Voices Across Borders: Analyzing Public Discourse in the Latvian Emigration Press“ erläutert Timur Mitrofanov die Bedeutung der lettischen Exilpresse für die Bewahrung kultureller Identitäten und zeigt anhand digitaler Methoden auf, wie transnationale Kommunikations- und Erinnerungsräume entstanden und erhalten wurden.

Die Diskussion wird morgen im Panel „Shaping Identities II – New Approaches to Diaspora Collections“ fortgeführt.

➡ Weitere Informationen: https://www.herder-institut.de/de/aktuelles/neuigkeiten/herder-institut-mit-doppelpanel-bei-der-aabs-convention-2026
➡ Konferenzprogramm: https://aabs-balticstudies.org/aabs-2026-at-uiuc/program/

  im Rahmen der 30. ASN World Convention 🎓Im Panel „Imperial and Post-Imperial History in Central Europe“ spricht Prof. ...
27/05/2026

im Rahmen der 30. ASN World Convention 🎓

Im Panel „Imperial and Post-Imperial History in Central Europe“ spricht Prof. Dr. Peter Haslinger morgen im Rahmen der 30. ASN (Association for the Study of Nationalities) World Convention zum Thema:

„Anxieties and Ambiguities of Nation Building in a Multinational Empire: The Case of Austria-Hungary, 1867–1914“

Der Vortrag beleuchtet Spannungen, Unsicherheiten und politische Ambivalenzen von Nationsbildungsprozessen in der Habsburgermonarchie zwischen imperialen Vielvölkerstrukturen und nationalen Bewegungen.

📍 ASN World Convention 2026
📅 28 May 2026

🔗 Weitere Informationen: https://www.herder-institut.de/de/aktuelles/neuigkeiten/peter-haslinger-bei-der-30-asn-world-convention-2026
🔗 Zum vollständigen Konferenzprogramm: https://www.asnconvention.com/

  📣Life Reform Movements in the Baltics and East Central Europe: Local and Global Perspectives, c. 1860–1930This joint c...
26/05/2026

📣
Life Reform Movements in the Baltics and East Central Europe: Local and Global Perspectives, c. 1860–1930

This joint conference, organized by the Centre for Baltic and East European Studies (CBEES) at Södertörn University, the Herder-Institut for Historical Research on East Central Europe, the Institute for the Culture and History of the Germans in Northeast Europe (Nordost-Institut (IKGN e.V.) an der Universität Hamburg), and the Martin Opitz Library (Martin-Opitz-Bibliothek), explores life reform movements in Eastern and Central Europe as responses to industrialization, urbanization, social change, and nation-building. Topics include moral reform, vegetarianism and temperance, animal welfare, housing and hygiene, environmental thought, as well as the intersections of science, religion, and everyday knowledge.

📍 Stockholm | 📆 18–19 February 2027
📄 Abstract (max. 500 words) + short CV
📆 Deadline: 30 July 2026
📧 [email protected]

✈️ The organizers will cover travel, accommodation, and meals during the conference.

Convened by Dr. Julia Malitska and Prof. Heidi Hein-Kircher.
Organizing committee: Prof. Heidi Hein-Kircher, Dr. Julia Malitska, Dr. Antje Johanning, Prof. Kirsten Bönker.

➡ Further details and the full Call for Papers: https://www.herder-institut.de/de/aktuelles/neuigkeiten/life-reform-movements-baltics-and-east-central-europe-local-and-global-perspectives-c-1860-1930

22/05/2026
 : Lunch Time Book Launch 📚Im Rahmen des zweiten gemeinsamen Lunch Time Book Launches von Martin-Opitz-Bibliothek und He...
20/05/2026

: Lunch Time Book Launch 📚

Im Rahmen des zweiten gemeinsamen Lunch Time Book Launches von Martin-Opitz-Bibliothek und Herder-Institut stellen die Herausgeberinnen Liliya Berezhnaya und Heidi Hein-Kircher den Sammelband „Sacralization of History in Times of Crises. Modern Eastern Europe“ vor.

Der Band untersucht anhand von Fallstudien aus der Ukraine, Russland, Polen, Georgien, Rumänien, Estland und Ungarn, wie historische Narrative und religiöse Deutungsmuster in Krisenzeiten politisch instrumentalisiert werden. Im Fokus stehen Erinnerungspolitiken und nationale Identitätskonstruktionen in Ostmittel- und Osteuropa nach dem Ende sowjetischer Traditionen sowie die Frage, wie Vergangenheiten als „usable pasts“ zur Konstruktion von Gegenwart neu gedeutet werden.

📆 2. Juni 2026 | 12:30–13:30 Uhr

➡ Die Veranstaltung findet online via Zoom statt und ist kostenlos.
Der Link zur Veranstaltung kann per E-Mail angefragt werden: [email protected]

➡ Weitere Informationen:
https://www.herder-institut.de/de/aktuelles/veranstaltungen/lunch-time-book-launch-mit-liliya-berezhnaya-und-heidi-hein-kircher

Adresse

Gisonenweg 5-7
Marburg
35037

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 16:00
Dienstag 08:00 - 17:30
Mittwoch 08:00 - 16:00
Donnerstag 08:00 - 16:00
Freitag 08:00 - 17:30

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