09/11/2025
📍 Ecke Lennéstraße und Johannes-Henry-Straße
⏰️ 17:30 Uhr
🗓 Dienstag 11. November
Karnevalsauftakt und die Bonner Burschis haben sich wieder etwas Freudloses überlegt:
Die Raczeks laden am 11.11. den ehemaligen Vize-Chef des Kreisverbandes der AfD Wuppertal, Timm Schramm, zu einem „Burschenschaftlichen Abend“ ein. Der 22-Jährige Tim Schramm schloss sich im März 2025 für einige Monate als Freiwilliger dem ukrainischen Militär an. Die AfD streitet sich seitdem über die Positionen Schramms, für die Razceks, deren Ziel es ist, Randpositionen in die rechte Mitte zu tragen, ist der polarisierende Soldat natürlich wieder besonders interessant.
Schramm hat eine Reihe von Interviews zu seinem militärischen Aufenthalt in der Ukraine gegeben. Er spricht von Werten wie der „Vaterlandsliebe“, dem „Zusammenhalt der Familie und Nation“ und sei fasziniert davon, wie diese Werte in der Ukraine gelebt würden, wie Menschen dafür sogar sterben würden. Auf seiner Uniform trägt er einen Aufnäher: eine Deutschlandfahne mit den Worten „Gott mit uns“. Er hält nicht damit zurück, dass er als Mörserschütze gekämpft und Drohnenpilot Einsätze geflogen ist und prahlt mit seinem Tatendrang. Im Licht der aktuellen Debatte über die Kriegstüchtigkeit Deutschlands, wittern die extrem rechten Akteur*innen eine Chance ihre menschenverachtenden Narrative zu platzieren.
Seine rechtsextremen Überzeugungen dürfte Tim Schramm in den letzten Monaten in der Ukraine gestärkt haben. Der Streit innerhalb der AfD um seine Person und dem Versuch des Parteiausschlusses verleiht ihm nun mehr Aufmerksamkeit und Bühne. Da sind die Raczeks natürlich vorne mit dabei: Nach einer Reihe von Einladungen ultrarechter AfDler (Matthias Helferich, Maximilian Krah) laden sie nun Tim Schramm ein. Die Burschenschaft der Raczeks unterhält seit Jahren enge Kontakte zu Funktionär*innen der AfD und findet sich darüber hinaus gut in extrem rechten Kreisen vernetzt.
Dem rechten Geklüngel werden wir widersprechen: Kommt am 11.11. um 17:30 Uhr zum Haus der Raczeks und zeigt mit uns, dass in Bonn kein Platz für rechte Propaganda ist! Wir bleiben bunt und laut!