17/05/2026
Verkehrsunfälle können glimpflich ausgehen – sie können jedoch auch schnell ein Szenario darstellen, das nicht nur den hauptberuflichen Rettungsdienst und das sanitätsdienstliche Ehrenamt, sondern auch die klinische Versorgung vor enorme Herausforderungen stellt.
Bei der gestrigen Frühjahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Hagnau durften wir „weißen Kräfte“ an unsere Grenzen gehen.
Das beübte Szenario: ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen, vier akut lebensbedrohlich verletzten Personen (Sichtungskategorie Rot), zwei weiteren Schwerverletzten (Sichtungskategorie Gelb) sowie drei leicht verletzten beziehungsweise psychisch stark belasteten Betroffenen (Sichtungskategorie Grün).
Unter den wachsamen Augen erfahrener Praxisanleiter nahmen diesmal u.a. fünf Notfallsanitäter-Auszubildende der DRK Rettungsdienst Bodensee-Oberschwaben GgmbH teil. Nach Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung werden sie diejenigen sein, die bei solchen Einsatzlagen häufig als Erste mit dem Rettungswagen eintreffen und bis zum Eintreffen der Organisatorischen Leitung Rettungsdienst (OrgL-RD) die medizinische Verantwortung an der Einsatzstelle übernehmen müssen.
Darüber hinaus unterstützten uns vier Helfer:innen der PSNV tatkräftig. Das bedeutete nicht nur für Patient:innen und Betroffene einen großen Zugewinn, sondern schuf zugleich wichtige personelle Ressourcen für die notfallmedizinische Versorgung der Schwerverletzten.
Im Bereich der ehrenamtlichen sanitätsdienstlichen Kräfte arbeiteten Einsatzkräfte aus zwei Einsatzgruppen der Bereitschaften (Meersburg und Uhldingen-Mühlhofen) zusammen. Dank vieler gemeinsamer Dienstabende, Übungen und Aktivitäten funktionierte die Zusammenarbeit absolut reibungslos und hocheffizient – eine sehr erfreuliche Erkenntnis.
Wir bedanken uns herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Hagnau für die tolle und für uns alle äußerst lehrreiche Übung, die – wie immer – viele anspruchsvolle und knifflige Elemente enthielt.