08/03/2026
Der Internationale Frauentag hat eine über 100-jährige Geschichte. Seit den frühen Frauenbewegungen steht der 8. März für den Kampf um politische Teilhabe, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Auch heute macht der Tag sichtbar, wo weiterhin Ungleichheiten bestehen – weltweit, in Deutschland und auch vor Ort in Dithmarschen.
Frauen verdienen in Deutschland weiterhin weniger als Männer. Der unbereinigte Gender Pay Gap liegt bei rund 16 %. Gleichzeitig arbeiten Frauen deutlich häufiger in Teilzeit, oft wegen Kinderbetreuung oder Pflege. Diese Unterschiede wirken sich langfristig aus: Frauen erhalten im Schnitt deutlich niedrigere Renten.
Auch in der Politik sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert. Bundesweit liegt der Frauenanteil in kommunalen Parlamenten bei rund 30 % oder darunter. In Dithmarschen gibt es aktuell 18 Bürgermeisterinnen, aber nur eine hauptamtliche – Uta Bielfeld in Meldorf. Hürden sind unter anderem Care-Arbeit, Mobilität oder strukturelle Barrieren.
Hinzu kommt, dass Frauen in der Politik oft mit Vorurteilen konfrontiert sind. Laut der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Bentje Ott berichten viele Kolleginnen, dass ihre Kompetenz häufiger angezweifelt oder ihre Beiträge weniger ernst genommen werden.
„Jeder Tag sollte der 8. März sein. Sich für Frauenrechte und demokratische Werte einzusetzen darf sich nicht auf einen Tag im Jahr beschränken.“
— Bentje Ott, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Dithmarschen
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