27/06/2026
Battenfeldswiese: Sachlich entscheiden statt Schlagworte
Die Diskussion um die Battenfeldswiese wird derzeit leider stark vereinfacht dargestellt. Deshalb möchten wir unsere Position noch einmal erläutern.
MENDENinnovativ hat die ökologische Aufwertung der Battenfeldswiese nicht abgelehnt. Ebenso wenig haben wir gegen Hochwasserschutz gestimmt oder beschlossen, die Fläche ausschließlich als Parkplatz zu erhalten.
Zur Abstimmung stand ausschließlich die Frage, ob bereits jetzt ein Förderantrag für Variante 1 gestellt werden soll.
Fördermittel sind für Menden grundsätzlich eine große Chance. Sie entbinden den Rat jedoch nicht von seiner Verantwortung, Projekte sorgfältig abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen, die langfristig überzeugt.
Wir sind überzeugt: Wer Bürgerinnen und Bürger beteiligt, sollte ihre Anregungen auch ernst nehmen. Beteiligung darf kein Feigenblatt sein, sondern muss in die politische Entscheidung einfließen.
Gleichzeitig braucht Menden Lösungen, die verschiedene Interessen miteinander verbinden. Naturschutz, Klimaanpassung und Hochwasserschutz sind wichtige Ziele. Genauso wichtig sind aber auch eine funktionierende Innenstadt, eine gute Erreichbarkeit und ausreichend Parkraum für Besucherinnen und Besucher, Kundschaft und Beschäftigte.
Aus unserer Sicht bietet Variante 3 derzeit den ausgewogensten Ansatz. Sie verbindet eine ökologische Aufwertung der Fläche mit einem verbesserten Hochwasserschutz, erhält die prägenden Baumstrukturen und ermöglicht gleichzeitig ausreichend Stellplätze für die Innenstadt. Genau solche Kompromisse machen gute Stadtentwicklung aus.
Deshalb haben wir uns gegen eine vorschnelle Festlegung auf Variante 1 entschieden. Nicht gegen die Aufwertung der Battenfeldswiese.
Wir respektieren ausdrücklich das Engagement der Klimainitiative Menden, der beteiligten Schulen und aller Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Ideen eingebracht haben. Gerade deshalb möchten wir, dass die laufende Bürgerbeteiligung ernst genommen wird und ihre Ergebnisse in die weitere Planung einfließen.
Unser Ziel bleibt eine Lösung, die ökologisch sinnvoll, städtebaulich ausgewogen, finanziell verantwortbar und von einer breiten Mehrheit getragen wird.
Das erreichen wir nicht mit plakativen Schlagworten, sondern mit sachlicher Diskussion.