26/06/2026
Statement der Grünen Menden zur Battenfeldswiese
Was die Ratsmehrheit am Montag abgeliefert hat, war ein Armutszeugnis.
CDU, FDP/FW, AfM und MI hatten eine einfache Entscheidung vor sich. Auf der einen Seite ein hochwassersicherer, ökologisch aufgewerteter Stadteingang, zu 90 Prozent vom Bund bezahlt. Auf der anderen Seite alles so lassen, wie es ist. Sie haben sich fürs Nichtstun entschieden. Der Grund passt auf einen Bierdeckel: Parkplätze.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Während anderswo Kommunen um jeden Fördereuro kämpfen, schickt der Bund fast 1,5 Millionen Euro Richtung Menden, und CDU, FDP und MI winken ab, weil ein paar Stellplätze wegfallen. Blech vor Biodiversität. Asphalt vor Hochwasserschutz. Das ist keine Verkehrspolitik, das ist Mutlosigkeit mit Ansage.
Die AfM macht es noch eine Spur durchschaubarer. Erst heißt es, Menden habe kein Geld. Dann fordert sie, die Fläche einfach im Ist-Zustand zu belassen. Übersetzt: Man will nicht. Das Geldargument ist dabei besonders dreist, denn günstiger als mit 90 Prozent Förderung wird diese Stadt eine solche Aufwertung nie wieder bekommen. Wer das ablehnt, spart nicht. Er verbrennt eine Chance.
Das Bitterste daran: Hinter dem Projekt stehen Schulen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger der Klima-Initiative Menden. Menschen, die sich ehrenamtlich für ein lebenswerteres Menden einsetzen. Ihre Arbeit hat diese Mehrheit mit einer Handbewegung vom Tisch gewischt.
Für uns Grüne ist die Battenfeldswiese kein Parkplatz im Wartezustand. Sie ist ein Baustein im Biotopverbund und ein Schwamm gegen den nächsten Starkregen. Wir finden uns mit dieser Entscheidung nicht ab und werden weiter dafür kämpfen.