Antifa Emsland

Antifa Emsland Zusammenkunft antifaschistische*r Gemütchen

22/03/2025

In dieser Veranstaltung wollen wir die globalen Verknüpfungen zwischen Klimawandel, Klimapolitik und neokolonialer Ausbeutung untersuchen und kritisch hinterfragen.

Der Klimawandel wird oft als universelles Problem dargestellt, welches alle gleich betrifft, doch die Ursachen und Auswirkungen sind tief in historischen und gegenwärtigen Machtstrukturen verwurzelt.
Besonders die Rolle von Industrienationen wie Deutschland, die von der Ausbeutung von Ressourcen und Arbeitskräften im globalen Süden profitieren, muss hierbei beleuchtet werden. Die Erreichung von Klimaneutralität kann nämlich auf koloniale Weise erfolgen, indem beispielsweise Solarpanels für den deutschen Energiebedarf gekauft werden, um die steigende Nachfrage nach erneuerbarer Energie in Deutschland zu decken. Diese Panels werden oft auf indigenen Land aufgestellt und die Menschen vorher vertrieben.
Auch dürfen deutsche Waffenexporte, die den saudischen Krieg im Jemen befeuern und den israelischen Völkermord in Palästina unterstützen, sowie die Rolle deutscher Finanzströme in fossile Energienutzung weltweit nicht unbeachtet bleiben, wenn man über Klimagerechtigkeit sprechen will.

Zudem ist es völlig absurd zu behaupten, dass die gesamte Menschheit für die Klimakrise verantwortlich ist. In Wirklichkeit gibt es enorme Unterschiede, sowohl global als auch national. Das reichste Prozent der Weltbevölkerung ist für mehr als doppelt so viel Treibhausgase verantwortlich wie die ärmere Hälfte der Menschheit. Dies verdeutlicht, dass die Klimakrise in erster Linie ein Problem des Kapitalismus ist und vor allem von den Wohlhabenden verursacht wird.

Wir wollen uns fragen: Wie können wir die Verbindungen zwischen Kolonialismus, Kapitalismus und Klimakrise sichtbar machen und in unserem Engagement hierzulande berücksichtigen?
Wir freuen uns dafür Elisa Bas als Referentin zu Gast zu haben. Sie ist bei BIPoC for Future und Thawra Hamburg aktiv und hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit imperialen Ausbeutungsstrukturen und ihren ökologischen Folgen im Kontext des Klimawandels beschäftigt.

Wir hoffen auf zahlreiche Interessierte und einen regen Austausch.

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Am Markt
Meppen
49716

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